
Trotz einiger Blessuren stand ein großer Kader zur Verfügung, so dass das Trainerteam verschiedene Optionen für die Aufstellung hatte. Der Rasenplatz in Borsch lag brach, stattdessen ging es auf die schmucke neue Kunstrasenanlage in Geisa, die zwar gut zu bespielen war, aber vom böigen Wind und dauerhaften Nieselregeln eingenommen wurde.
BERICHT von M. Fromm // FSV Preußen Bad Langensalza
Dieser Treffer gab den Hausherren Auftrieb und kurz nach Wiederanpfiff klingelte es erneut im FSV-Kasten. Der weite Ball kam mit Windunterstützung von der linken Seite in die Mitte, ging über Patzer hinweg, der aber nicht die Finger dran bekam und wieder war Goeb mit dem 2:2 zur Stelle. Nun wurden die Karten neu gemischt und es ging quasi von vorne los. Beide Truppen spielten trotz der widrigen Verhältnisse sehr entschlossen, gingen rigoros in die Zweikämpfe und wirkten konzentriert in allen Mannschaftsteilen. Folglich ergaben sich wenige Tormöglichkeiten. Die Formation aus der Rosenstadt legte sich die Kugel fast selber rein, Patzer rettete aber zum Glück noch vor dem leeren Tor und hielt 20 Minuten vor dem Ende einen scharfen Fernschuss. Den Matchball für Preußens Mannschaft vergab Schleip, der zu überrascht war, als ihm das Leder fünf Meter vor dem Tor vor die Füße fiel. Er zielte knapp vorbei und alle Preußen an der Seite konnten sich nur die Kapuze raufen. Eine Randnotiz bleibt noch zu erwähnen: Das engagierte Auftreten des Trainerduos der Gastgeber gegenüber dem Schiedsrichterteam und der Gästebank führte im Verlauf der Partie zu mehreren Diskussionen. In der Folge erhielt Trainer Andreas Mannel die Gelb-Rote Karte. Zudem kam es während des Spiels wiederholt zu lautstarken Kommentaren bei einzelnen Aktionen; in einer Situation gelangte ein zweiter Ball während des laufenden Spiels auf das Feld. Der Unparteiische Metz hatte alle Hände voll zu tun, brachte aber mit einer sachlichen und ruhigen Leitung das Spiel souverän über die Bühne.
Fazit: Beide Mannschaften nahmen letztlich den Punkt mit. Es war sicherlich mehr drin für die Gäste, mit viel Glück und dem Wind als Gegner hätte aber durchaus noch der dritte Treffer für Borsch fallen können. Die Preußen verbleiben stattdessen wie erhofft auf Platz 9 und haben noch einen Lichtblick für diesen trüben Regentag – alle drei Neuzugänge (Dietrich und Jordan von Beginn an, Kvietok als Einwechsler) fügten sich hervorragend ins Mannschaftsgefüge ein und wirkten, als ob sie schon länger im Team spielen. Im kommenden Heimspiel am Sonntag gegen Gera-Westvororte sind dann ganz klar drei Punkte als Ziel ausgegeben.