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Ligavorschau

Win-win-Situation: Roding und Neubäu bündeln die Kräfte

Der TB 03 Roding schickt wieder eine zweite Mannschaft ins Rennen, die in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Neubäu startet

von Florian Würthele · 21.07.2025, 08:17 Uhr · 0 Leser
Die Verantwortlichen und Trainer des SV Neubäu und des TB 03 Roding freuen sich auf die kommende Zusammenarbeit in der neugegründeten Spielgemeinschaft Neubäu I / Roding II.
Die Verantwortlichen und Trainer des SV Neubäu und des TB 03 Roding freuen sich auf die kommende Zusammenarbeit in der neugegründeten Spielgemeinschaft Neubäu I / Roding II. – Foto: Dominik Holzinger

Der Teilkreis Cham sieht eine neue Spielgemeinschaft. Zur Saison 2025/26 machen der SV Neubäu und der TB 03 Roding gemeinsame Sache. Erstmals bilden die zwei Vereine zusammen eine Spielgemeinschaft, die den Namen SG Neubäu I/TB 03 Roding II trägt. Der Zusammenschluss kam kurzfristig zustande, war vor einiger Zeit noch nicht absehbar. Alle Heimspiele der SG werden in Neubäu stattfinden und man startet in der A-Klasse Ost. Die Verantwortlichen beider Parteien erhoffen sich einiges. Von einer Win-win-Situation ist die Rede.

In der abgelaufenen Runde hatte der SV Neubäu noch eine Spielgemeinschaft mit der SpVgg Mitterdorf, welche aber im Sommer aufgelöst wurde. Auf der Suche nach einem potenziellen neuen SG-Partner wurden die Neubäuer nun doch noch fündig.

Sowohl für Neubäu als auch für Roding stellt die neue SG eine Win-win-Situation und auch eine große Chance dar. Einerseits hätte dem SVN aufgrund der kürzlichen Umstrukturierung nur ein kleiner Spieler-Pool zur Verfügung gestanden. Die Durchführung des Spielbetriebs wäre daher nicht leicht gewesen. Auf der anderen Seite hat der TB 03 Roding durch seinen 25 Mann-Kader der Landesliga-Truppe ein großes Angebot an Spielern. Somit können immer wieder gezielt einzelne Spieler für die SG abgestellt werden, damit sie die nötige Spielpraxis sammeln und das Fitnesslevel hochhalten für Einsätze in der Landesliga Mitte. Auch für Spieler, die aus einer Verletzung zurückkommen, dürfte der Einsatz in der A-Klasse von Vorteil sein.

Vorherige Verantwortliche des TB Roding hatten zum Ende der Saison 2022/23 die 2. Mannschaft abgemeldet, was sich für den Verein als schwerwiegender Fehler herausstellte. Zahlreiche Spieler wechselten daraufhin zu umliegenden Vereinen, um weiterhin Fußball spielen zu können. Trainiert wird die neue SG-Mannschaft von Vincent Plötz, der diesen Sommer vom TSV Nittenau kam. Der 27-jährige Spielertrainer wird sich vor jedem Spieltag eng mit Andreas Klebl, dem Rodinger Landesliga-Trainer, abstimmen.

„Wir beim TB 03 Roding sind sehr glücklich, dass diese Konstellation mit dem SV Neubäu am Ende noch möglich war. Eine 2. Mannschaft ist für uns nach einer schmerzhaften zweijährigen Pause von sehr großer Bedeutung. Die neu geschaffene SG bringt Vorteile für beide Vereine mit sich. Wir haben somit die Möglichkeit, allen Spielern genügend Einsatzzeiten zu geben. Neben der dringend nötigen Spielpraxis und dem Erhalt der Fitness ist es für unsere Spieler auch immer eine Chance, sich über die 2. Mannschaft für Einsätze in der 1. Mannschaft in der Landesliga zu empfehlen. Neubäu profitiert davon, dass Spieler mit richtig guter Qualität für die SG abgestellt werden. Wir erhoffen uns auch mittelfristig, dass der ein oder andere Spieler der ehemaligen Zweiten wieder nach Roding zurückkehrt. Wir bedanken uns deshalb bei den Verantwortlichen des SV Neubäu, allen voran Edgar Holzinger und Rainer Gleixner, für die sehr konstruktiven und sehr offenen Gespräche sowie für die Bereitschaft, diesen neuen Weg zukünftig gemeinsam zu gehen. Ein Miteinander ist immer der bessere und erfolgreichere Weg und deshalb freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit“, so die Stellungnahme der sportlichen Leitung des TB 03 Roding um Christian Fleischmann und Jürgen Weigl.

Edgar Holzinger, Abteilungsleiter des SV Neubäu, schildert: „Nachdem unsere SG mit Mitterdorf sehr kurzfristig beendet wurde, habe ich mich nach einem neuen SG-Partner umgesehen und mich neben anderen Vereinen auch um Roding bemüht. Die Gespräche mit den Verantwortlichen des TB 03 verliefen sehr gut, nur mussten diese abgebrochen werden, weil Roding zu dieser Zeit noch nicht über die Kaderbreite verfügte wie es jetzt der Fall ist. Wir haben somit in Neubäu eigenständig geplant, und mit viel Fleiß auf dem Transfermarkt und der Reaktivierung von altgedienten Spielern sogar eine neue Mannschaft in der B-Klasse melden können. Da wir mit Roding immer noch in guten Kontakt standen und sich dort die Kaderplanung sehr positiv entwickelte, haben wir nochmals intensive Gespräche aufgenommen. Nach einer gemeinsamen Sitzung mit Rodings Verantwortlichen Christian Fleischmann und Jürgen Weigl sowie der Vorstandschaft von Neubäu kam man schließlich überein, eine Spielgemeinschaft zu gründen. Ich sehe dies für Neubäu als Glücksgriff an und für beide Vereine als eine absolute Win-Win-Situation. Unser Kader wird mit der Beteiligung der Rodinger Spieler an Schlagkraft gewinnen. Dies bewog uns, die Mannschaft dann für die A-Klasse zu melden, worauf Roding aufgrund der Landesliga-Zugehörigkeit ohnehin das Recht gehabt hätte. Ich freue mich sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen und Spielern des TB 03.“