
Der 29. Spieltag der Sachsenklasse Nord liefert Dramatik. Im unbarmherzigen Tabellenkeller feierte die SG Motor Wilsdruff einen triumphalen Heimsieg im direkten Abstiegsduell gegen Borna und sprang damit über den berüchtigten Strich. Für Torgau und Lunzenau wächst nach herben Auswärtspleiten die Abstiegsangst ins Unermessliche. Der bereits feststehende Meister aus Markkleeberg zeigte sich bestens erholt und glänzte bei der Tormaschine in Naunhof mit meisterlicher Klasse.
Der furiose Aufsteiger Leipziger SC 1901 lässt auf dem Weg zur verdienten Vizemeisterschaft nicht mehr locker. Beim VfB Zwenkau 02 feierten die Leipziger einen völlig ungefährdeten 4:1-Erfolg. Jakob Grillenberger eröffnete das muntere Toreschießen in der 34. Minute. Nach der Pause brachen bei Zwenkau sämtliche Dämme: Jannik Ole Huhn erhöhte in der 56. Minute und Karim Chtioui legte nur zwei Zeigerumdrehungen später in der 58. Minute nach. Der Ehrentreffer von Ferdinand Wieser in der 76. Minute war lediglich ergebniskosmetischer Natur. Der überragende Dong-Min Kim besiegelte den souveränen Leipziger Auswärtssieg in der 89. Minute.
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Der HFC Colditz ballerte sich den Frust der vergangenen Wochen eindrucksvoll von der Seele und deklassierte den abstiegsbedrohten SV Fortschritt Lunzenau mit 6:0. Die extrem formschwachen Gäste rutschen durch dieses sportliche Debakel auf den dreizehnten Tabellenplatz ab und stehen nun mit dem Rücken zur Wand. Janik Neuhaus eröffnete in der 25. Minute, ehe Christoph Jackisch in der 36. Minute auf 2:0 erhöhte. Nach der Halbzeit verkam die Partie zu einem reinen Schützenfest. Fabio Riedl in der 56. Minute, nochmals Neuhaus in der 64. Minute, der zweite Streich von Jackisch in der 73. Minute und Marcus Döbold in der 78. Minute machten die Lunzenauer Demütigung perfekt.
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Ein bitterer Nachmittag für den SC Hartenfels Torgau 04 endete mit dem extrem schmerzhaften Absturz auf den vierzehnten Tabellenplatz. Bei der Reserve der BSG Chemie Leipzig gerieten die vom Abstieg bedrohten Torgauer mit 2:5 unter die Räder. Fabian Heine in der 38. Minute und Tom Quang Bager in der 40. Minute sorgten für eine komfortable Pausenführung der Chemiker. Zwar keimte durch Martin Schmidt in der 54. Minute noch einmal Torgauer Hoffnung auf, doch die Hausherren spielten ihre spielerische Klasse in der Schlussphase gnadenlos aus. Erneut Bager in der 80. Minute, Hussein Bilal in der 82. Minute und Tim Wecker in der 90. Minute machten ein halbes Dutzend fast voll. Das zweite Tor von Schmidt in der zweiten Minute der Nachspielzeit war für Torgau vollkommen bedeutungslos.
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Der SV Lindenau 1848 und der bereits feststehende Absteiger FV Gröditz 1911 lieferten den Zuschauern ein ungezwungenes und wildes Torfestival. Gröditz ging durch Kevin Perkun in der 5. Minute sogar in Führung. Doch die Antwort der Lindenauer glich einem Orkan: Jude Nformi Awasom glich in der 6. Minute postwendend aus. Maximilian Leetz in der 22. Minute und Peter Pöschel mit einem schnellen Doppelpack in der 32. Minute und der 43. Minute entschieden die Partie bereits deutlich vor dem Seitenwechsel. Vitaliy Yuzhakov verkürzte in der 82. Minute per Foulelfmeter für Gröditz, bevor Nico Oehlmann in der 88. Minute den 5:2-Endstand für Lindenau markierte.
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Im ultimativen Abstiegsgipfel im Wilsdruffer Parkstadion feierten die Hausherren einen überlebenswichtigen Sieg. Die SG Motor Wilsdruff besiegte den Bornaer SV glatt mit 3:0 und sprang durch diesen emotionalen Kraftakt auf den rettenden zwölften Tabellenplatz. Marius Stein eröffnete den Torreigen in der 37. Minute. Nach dem Seitenwechsel brach Jonas Geppert den letzten Widerstand der Gäste mit einem sehenswerten Doppelschlag in der 49. Minute und der 77. Minute endgültig. Für Borna bedeutet diese bittere Pleite bei nun sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer vor dem allerletzten Spieltag den sicheren Abstieg.
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Ein Unentschieden boten der SV Liebertwolkwitz und der Radefelder SV 90 im tabellarisch gesicherten Mittelfeld. Vor 50 Zuschauern brachte Franz Dittrich die Hausherren früh in der 6. Minute in Führung. Es dauerte bis in die Mitte der zweiten Hälfte, ehe Omran Foladi in der 59. Minute den Ausgleich für die Gäste aus Radefeld erzielte. Liebertwolkwitz bleibt nach dieser Punkteteilung Siebter, Radefeld reiht sich auf dem neunten Rang ein.
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Unter dem Eindruck des angekündigten Verzichts auf das Landesklasse-Startrecht wirkte der Meißner SV gegen den SV Panitzsch/Borsdorf 1920 merkwürdig blutleer. Die Gäste nutzten die Gunst der Stunde eiskalt aus und festigten durch den 2:0-Auswärtssieg ihren dritten Tabellenplatz. Lucas Schilling gelang in der 29. Minute der Führungstreffer. Meißen gelang kein Treffer, sodass der eingewechselte Marvin Carl in der 85. Minute den Deckel auf die Partie machte. Der sportliche Absturz der Meißner auf Rang fünf passt ins Bild dieser von Turbulenzen geprägten Tage.
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Der Meister hat seine kurze Schwächephase eindrucksvoll beendet. Bei der formstarken Truppe des SV Naunhof 1920 gewannen die Kickers 94 Markkleeberg in einem wilden Schlagabtausch mit 5:2. Zunächst roch es nach einer Überraschung, als David Minio die Hausherren in der 16. Minute in Front brachte. Xaver Franz Gersöne glich in der 30. Minute aus, doch Adam Fiedler konterte in der 37. Minute zur erneuten Naunhofer Führung. Im zweiten Durchgang schaltete der Primus jedoch völlig mühelos zwei Gänge höher. Franz Magdeburg in der 48. Minute, Leo Andreas Morgenstern in der 66. Minute und Julian Vass in der 70. Minute drehten das Spiel binnen kürzester Zeit komplett. Den Schlusspunkt einer furiosen Meisterleistung setzte erneut Gersöne in der 89. Minute.
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