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🗣: "Willensleistung" von Schwabing – "besondere Situation" beim KSC

14. Spieltag der Landesliga Südost

von Michel Guddat · 05.10.2026, 13:00 Uhr · 0 Leser
Schwabing-Coach Zepeda kann mit seinen Mannen zufrieden sein.
Schwabing-Coach Zepeda kann mit seinen Mannen zufrieden sein. – Foto: Markus Nebl

Schwabing erkämpft sich die drei Punkte. Murnau siegt in gewohnter Manier. Der KSC lässt Wacker keine Chance. Türkgücü-Coach Skeledzic jubelt dank eines Elfmetertores. Der FC Unterföhring feiert einen souveränen Heimsieg gegen Planegg-Krailing. Hallbergmoos und Forstinning liefern sich eine spannende Partie – mit dem besseren Ende für die Hausherren. Die Reaktionen der Trainer.

Steven Zepeda, Trainer des FC Schwabing: »Freitag Mannschaftswiesn und heute der Derbysieg – ein rundum gelungenes Wochenende. Momentan merkt man, wie die Jungs sich gegenseitig den Rücken freihalten; da ist es vollkommen egal, wer auf welche Position geschoben wird oder wer ausfällt. Wir belohnen uns in den richtigen Momenten und lassen uns nicht aus der Ruhe bringen.

Das 2:1 war wieder eine Willensleistung, denn in der 75. Minute noch einmal so nachzugehen, macht gerade den Unterschied für uns aus. Dass jetzt sechs Mannschaften mit 23 Punkten dastehen, zeigt, wie hart jedes Spiel umkämpft ist. Heute feiern wir noch ein bisschen, dann bereiten wir uns auf Planegg vor, die ebenfalls sehr viel Qualität in den eigenen Reihen haben.«

Andreas Haidl, Trainer des TSV Murnau: »Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatten wir das Spiel gut im Griff und führten verdient mit 2:0. Nach dem 3:0 haben wir kurz nachgelassen, am Ende aber verdient mit 4:1 gewonnen. Jetzt freuen wir uns auf den starken Aufsteiger aus Forstinning.«

Maximilian Riedmüller, Trainer des Kirchheimer SC: »Heute war eine besondere Situation. Diese Woche musste die Mannschaft erstmal zwei schwere Verletzungen verarbeiten. Die Jungs heute haben es sehr gut gemacht. Wir sind sehr stolz auf alle, egal ob die ersten Landesligaminuten, auf ungewohnten Positionen oder nach langer Verletzungspause wieder zurück.

Die ersten Minuten haben wir noch ein bisschen gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Anschließend hatten wir einige Möglichkeiten und gehen nach tollem Zuspiel mit 1:0 in Führung. Am Ende wollten wir fast schon wieder zu viel: Statt mit dem 3:0 zufrieden zu sein, lassen wir zu viele Kontersituationen zu.«

Slaven Skeledzic, Trainer von Türkgücü München: »Wir hatten zwar sehr viel Ballbesitz, konnten diesen aber nicht in viele klare Torchancen ummünzen. Über die gesamte Spielzeit hinweg hatten wir die Spielkontrolle und konnten sehr gut mit unseren Kräften haushalten, was im Hinblick auf die kommende englische Woche sicherlich gut tun wird. Aus dem Spiel heraus hat es mit dem Toreschießen leider nicht geklappt, aber durch einen eher schmeichelhaften, dafür sehr gut geschossenen Elfmeter von Yannick Fippl sind wir auf die Siegerstraße eingebogen.

Wir haben gut verteidigt und waren konsequent in unseren Aktionen, alle Spieler waren „online“ und haben die nötige Intensität gegen den Ball gezeigt. Der Sieg geht absolut in Ordnung, wir waren insgesamt besser, und nach dem Wie fragt morgen keiner mehr. Nichtsdestotrotz müssen wir uns steigern, um weiterhin erfolgreich sein zu können.«

Martin Göppinger, Trainer des TSV Kastl: »Glückwunsch an Türkgücü, über 90 Minuten gesehen geht der Sieg schon in Ordnung, aber das "Wie" ist eine absolute Frechheit. Wie ein Schiedsrichter so einen Elfmeter pfeifen kann, ist für mich unerklärlich. Ich denke, ohne diesen Elfmeter hätten wir uns heute einen Punkt erkämpft, den wir sehr gerne mitgenommen hätten, aber durch diese Fehlentscheidung stehst du am Ende wieder ohne Punkte da.«

Andreas Faber, Trainer des FC Unterföhring: »Es war ein Start-Ziel-Sieg, wir hatten die komplette Kontrolle über das ganze Spiel. Wir waren richtig griffig, gierig und haben auch wirklich gut gespielt. Die Reaktion war notwendig, und es ist immer wieder beeindruckend, was in der Mannschaft steckt. Trotzdem ist der Sieg nur etwas wert, wenn wir am Dienstag nachlegen können.«

Andreas Giglberger, Trainer des VfB Hallbergmoos-Goldach: »Aus meiner Sicht war es ein sehr gutes Landesliga-Spiel von zwei Mannschaften auf Augenhöhe, mit viel Tempo, Intensität und individueller fußballerischer Qualität. Mit dem frühen 0:1, bei dem wir in einigen Situationen viel zu passiv verteidigt haben und Forstinning eiskalt zuschlug, sind wir natürlich denkbar schlecht in die Partie gestartet. Die Jungs ließen sich durch den Gegentreffer aber nicht verunsichern, blieben ruhig und hielten sich weiter fokussiert an den Matchplan. Zehn Minuten vor der Halbzeit brachten uns nach einer aggressiven Balleroberung im Zentrum Fabi Diranko und Mo Sassmann mit ihrer brutalen individuellen Klasse durch ein sehenswertes Tor zurück ins Spiel.

In den 15 Minuten nach der Pause hatte ich das Gefühl, dass das Pendel mehr auf unsere Seite ausschlägt, doch dann liefen wir nach einer eigenen Ecke unnötig in einen Eins-gegen-drei-Konter, den Forstinning mit ganz viel Tempo sehr gut ausspielte. Mittlerweile sind wir jedoch wieder in einer Verfassung, in der uns auch ein erneuter Rückschlag nicht aus der Bahn wirft, und auch unsere Einwechselspieler tragen ihren Teil dazu bei, bringen in den letzten Spielen regelmäßig frischen Wind und liefern ab.

Das 2:2 durch Ari Kurmehaj war ein Traumtor nach einer Ballannahme auf höchstem Niveau, und kurz vor Schluss gelang uns dann nach einer abgewehrten Ecke durch eine Willensleistung von Mo Sassmann, der in der Luft einfach ganz schwer zu verteidigen ist, der Lucky Punch. So gehen wir am Ende des Tages gegen eine Mannschaft als Sieger vom Platz, die kein typischer Aufsteiger ist, sondern eine technisch versierte Mannschaft mit viel Tempo. Es war endlich wieder ein typisches Freitagabend-Flutlichtspiel in Hallbergmoos, mit dem die Jungs nun auch endgültig einen Haken an das zuvor letzte Heimspiel vor vier Wochen gegen Kastl machen konnten.«