
Mittlerweile sind die Fußballer der SpVgg Willenhofen-Herrnried so etwas wie Relegationsexperten. 2023 glückte über die „Playoffs“ der Aufstieg in die Kreisliga. Ein Jahr später musste man erneut Nachsitzen. Dieses Mal ohne Erfolg. Etwas schmerzlindernd könnte die Tatsache sein, dass sich die Mannschaft im einzigen Relegationsspiel gegen Mintraching ziemlich chancenlos zeigte. 1:5 hieß es da am Ende. Zurück in der Kreisklasse, geht der Blick von „Wünhof“ nach vorne. Der Spielerkader sieht einen neuen Anstrich.
„Wie letztes Jahr war die Sommerpause kurz. Die Vorbereitung verlief mit vielen Urlaubern und Verletzten durchwachsen“, berichtet Trainer Oliver Überall, der bei Willenhofen seit Oktober 2021 in Amt und Würden ist. „Insgesamt gibt es einen Umbruch. Vom Kader der letzten Saison stehen fünf Spieler nicht mehr zur Verfügung.“ Tobias Meier und der bisherige Co-Spielertrainer Tobias Achhammer haben ihre aktive Karriere beendet, Alexander Gehr hat sich dem TSV Beratzhausen angeschlossen und Bastian Rackl versucht sein Glück in der Bezirksliga bei Aufsteiger SV Breitenbrunn. Zudem ist David Reindl nach München gezogen und steht nur noch sporadisch zur Verfügung.
Freude kommt auf über einige neue Gesichter. „Wir setzen auf unsere Jugend“, skizziert Überall in Kürze. In der Tat: Mit Luis Liebl, Jonas Federhofer, Simon Dirigl und Luca Moser stoßen vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Erwachsenenbereich vor. Federhofer wird vorrangig weiter in der A-Jugend spielen, schnuppert aber bereits rein, „damit der Übergang nächstes Jahr nicht so groß ist“. Aus der externen Schiene konnten Elias Simon, Phonlawat Thokaeo (beide DJK-SV Wallnsdorf-Schweigersdorf), Stefan Götz und Mohammad Iyshano (beide SV Breitenbrunn) nach Willenhofen gelotst werden.
Was sind die Ziele für die neue Kreisklassensaison, die für die Blau-Gelben mit zwei Niederlagen gegen Hemau (1:2) und Oberpfraundorf (1:3) losgegangen ist? „Möglichst schnell in der Liga ankommen und das annehmen, was in der Liga wichtig ist. Eine große Umstellung ist, dass es nur noch einen Schiedsrichter gibt. Wir brauchen jetzt andere Tugenden. In der Kreisliga war mehr das Spielerische gefragt, jetzt geht es darum, Fußball zu arbeiten und zu kämpfen. Das gilt es schnellstmöglich anzunehmen“, schildert SpVgg-Trainer Oliver Überall. In Sachen Tabellenplatzierung gibt es keinen Druck, „weil der Umbruch recht groß ist. Es gilt, die ersten Punkte zu holen und uns in den nächsten Wochen weiterzuentwickeln“, betont Überall, der mit seinem Team als Nächstes nach Batzhausen fährt. Angesprochen auf die diesjährigen Meisterfavoriten, geht Überall davon aus, „dass die ein oder andere Überraschung oben dabei sein wird“ und nennt Breitenbrunns „Zweite“ als Beispiel.
Die zweite Mannschaft der SpVgg Willenhofen-Herrnried geht weiterhin in der A-Klasse 4 an den Start. Letzte Saison brachte sie es lediglich auf zwei Punkte (0/2/20). Nun möchte man wieder eine bessere Figur abgeben und strebt natürlich den Klassenerhalt an. Neu im Trainer-Gespann ist Wolfgang Federhofer. Er betreut die SpVgg II künftig gemeinsam mit Manuel Paulus, Fritz Meier und Spielertrainer Phillip Niebler.