
Die Bezirksliga-Fußballer des TSV Eintracht Karlsfeld haben ihr Heimspiel gegen Allershausen nach einer wilden Schlussphase 3:4 verloren.
In einem Saisonrückblick der Fußball-Bezirksliga Nord darf dieses Duell nicht fehlen: Der TSV Eintracht Karlsfeld und der TSV Allershausen lieferten sich am Freitagabend ein Sieben-Tore-Spektakel – mit dem besseren Ende für die Gäste. Karlsfeld unterlag 3:4. Nach der zweiten Niederlage rutschte der Aufstiegsmitfavorit ins Mittelfeld der Tabelle ab.
Obwohl der Eintracht die Stamm-Innenverteidigung mit Lukas Paunert und Felix Schimpfermann fehlte und auch in der Offensive einige etablierte Spieler ausfielen, wollte Trainer Florian Beutlhauser nichts von einer Schwächung wissen. „Unser Kader ist breit genug.“
Doch auf dem Feld sah es anders aus. Allershausen hatte früh zwei Hochkaräter, darunter eine „Tausendprozentige“, die Verteidiger Fitim Konjuhi sehenswert per Grätsche auf der Torlinie vereitelte. Auch Torhüter Dario Schmucker rettete einmal stark. Im Anschluss lauerte Allershausen auf Umschaltmomente, während Karlsfeld ansehnlich kombinierte, aber harmlos blieb.
Das Pausenfazit fiel aus Sicht der Gastgeber ernüchternd aus, auch deshalb wurde es in der Kabine lauter als sonst. „Klar, Allershausen hat das sehr gut gemacht. Es war aber wahrscheinlich auch unser schlechtestes Spiel in diesem Kalenderjahr“, sagte Beutlhauser, der anfügte: „Trotzdem stand es 0:0. Und wir hatten das Gefühl, dass sie am Limit waren und wir nicht.“
Nach dem Seitenwechsel brauchte die Eintracht ein paar Minuten, bis sie sich erste Vorteile erspielen konnte. Allershausen musste nun mehr verteidigen – und dann nahm die Partie Mitte der zweiten Hälfte richtig Fahrt auf. Markus Huber köpfte Karlsfeld nach einer Eckenvariante in Führung (67.). Karlsfeld führte und schien auf dem richtigen Weg zu sein, doch die Gäste zeigten eine starke Reaktion. Zunächst verwandelte Tufan Tetik einen strittigen Foulelfmeter zum 1:1 (70.). Und dann drehte Allershausen das Spiel komplett: Erst nutzte Luca Rothamer ein Missverständnis in der Eintracht-Defensive zum 1:2 aus (72.), ehe kurz darauf Domenik Baller den Ball sehenswert zum 1:3 ins Netz chippte (74.).
In der ereignisreichen Schlussphase verkürzte Karlsfeld zunächst durch Fabian Barth (77.), doch Allershausen verteidigte weiterhin konzentriert. Der starke Baller sorgte in der 90. Minute mit dem 2:4 für die Entscheidung. Karlsfelds erneuter Anschlusstreffer durch Florian Schrattenecker (90.+6) kam zu spät.
„Das war von uns nicht gut genug und eine verdiente Niederlage. Wir müssen das Spiel schnell aufarbeiten und uns dann auf das Derby vorbereiten“, so Beutlhauser. Gelingt dies nicht, droht am Donnerstag (20 Uhr) im Derby gegen den ASV Dachau die nächste Niederlage.