2024-07-22T11:49:03.802Z

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Da war es passiert: Raistings Korbinian Hibler (im schwarzen Trikot) trifft in allerletzter Minute zum 1:2. Dieser Treffer bescherte seinem Team den Klassenerhalt.
Da war es passiert: Raistings Korbinian Hibler (im schwarzen Trikot) trifft in allerletzter Minute zum 1:2. Dieser Treffer bescherte seinem Team den Klassenerhalt. – Foto: Roland Halmel

Wieder Relegations-Wahnsinn in Habach: Sieger weinen, Verlierer jubeln

Wieder Relegations-Wahnsinn in Habach

Relegation mit Beteiligung des ASV Habach - spannender geht‘s da kaum noch. Im entscheidenden Rückspiel der Kreisklassen-Relegation gegen den SV Raisting II wurde klar: Schluss ist erst, wenn der Schiedsrichter abpfeift.

Habach – Der Relegations-Wahnsinn in Habach geht weiter. Wie die Erste Mannschaft lieferte auch die Zweite einen Krimi ab, der jedoch ohne Happy End blieb. In letzter Minute gelang dem SV Raisting II der Lucky Punch. Die Habacher hatten am Ende zwar mit 2:1 (1:0) gewonnen, doch dieses Ergebnis reichte den Habachern nicht, um den 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel auszugleichen.

Das ist extrem bitter.

Habachs Trainer Stefan Fuchs

„Das ist extrem bitter. Für meine Jungs, die aufopferungsvoll gekämpft haben, tut es mir leid“, bekannte ASV-Coach Stefan Fuchs nach dem Schlusspfiff mit tränenfeuchten Augen. Raistings Spielertrainer Michael Ahn verschlug der späte Treffer, der seinem Team den Klassenerhalt in der Kreisklasse bescherte, die Sprache. „Ich kann nicht mehr“, stammelte Ahn, ehe ihn wenig später eine Bierdusche erwischte. „Das Ende war glücklich“, räumte sein Co-Trainer Max Stöckl ein. „Bis zum 2:0 waren wir die schlechtere Mannschaft. Habach hat das gut gemacht“, gestand Stöckl, nachdem die Raistinger lange Zeit wie ein Absteiger ausgesehen hatte.

Raisting wird von Minute zu Minute unsicherer

In der Anfangsphase bestimmten die Gäste noch deutlich das Spiel. Mit der ersten Möglichkeit, die Felix Wörmann eiskalt zum 1:0 für die Habacher verwertete (8.), war der Schwung bei den Raistingern aber dahin. Für Wörmann war der Treffer etwas Besonderes, schließlich verursachte er im Hinspiel den Elfmeter in der Schlussphase, der dem SVR das 2:0 bescherte. Die Führung gab der ASV-Reserve Auftrieb, während die Gäste immer unsicherer wurden. Florian Neuschl (11.) und zweimal Wörmann (21., 29.) vergaben danach beste Gelegenheiten auf das zweite Tor. Auch die Schimpftirade von SVR-Routinier Florian Breitenmoser – „Jetzt reißt euch zamm“ – brachte keine Besserung. Bis zur Pause blieben die Habacher spielbestimmend. Neuschl (39.) und Wörmann mit einem verzinkten Aufsetzer (41.) ließen weitere Möglichkeiten aus.

Erst nach dem 0:2 findet Raisting langsam ins Spiel

Das 2:0 fiel erst nach dem Wechsel, nachdem Korbinian Hibler die erste wirklich gute Chance der Raistinger verstolpert hatte (52.). Nach einen präzisen Zuspiel ließ Neuschl mit einem Flachschuss SVR-Schlussmann Thomas Höringer keine Chance (55.). Coach Ahn reagierte sofort und brachte zwei frische Kräfte. Die Raistinger fanden danach auch langsam ins Spiel. Hibler (64.) und Pascal July (69.), der aus kurzer Distanz an ASV-Keeper Simon Kirnberger scheiterte, hatten den Anschlusstreffer auf den Fuß. Florian Thaler verfehlte mit einem Distanzschuss den Habacher Kasten nur knapp (73.).

In der siebten Minute der Nachspielzeit platzten Habachs Aufstiegsträume

In der Schlussphase mobilisierten die Hausherren die letzten Reserven. Nach zwei Gelegenheiten für Neuschl (74.) und Thomas Andre (80.) lag den ASV-Fans unter den 650 Zuschauern der Torjubel schon auf den Lippen, als Neuschl in der Nachspielzeit in Richtung Raistinger Kasten stürmte. In letzter Sekunde wurde er aber noch gestört, sodass der Lupfer neben das Tor ging (90.+2). Stattdessen durfte wenig später der über hundertköpfige, lautstarke SVR-Anhang jubeln. Als letzte Aktion brachte Gianluca Zandt eine Ecke herein. Hibler stand goldrichtig, um zum 1:2 (90+7.) zu vollenden. „Eigentlich habe ich ja den Breitenmoser gesucht“, gestand Zandt, nachdem er und der Torschütze die Jubeltraube wieder heil verlassen hatte. Kurz danach war Schluss. Raisting durfte feiern und bei Habach flossen die Tränen. „Glückwunsch an Raisting. Jetzt greifen wir in der nächsten Saison wieder an“, zeigte sich Fuchs nach dem bitteren Ende als fairer, aber kämpferischer Verlierer.

Statistik

ASV Habach II - SV Raisting II 2:1

Tore: 1:0 (8.) Wörmann, 2:0 (55.) Neuschl, 2:1 (90.+7) Hibler. Gelbe Karten: Habach 2, Raisting 2. Schiedsrichter: Tobias Wilka. Zuschauer: 650.

Aufrufe: 07.6.2024, 20:35 Uhr
Roland HalmelAutor