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Analyse

Wie stehen die 2. und 3.Division zu einer möglichen Liga-Reform?

FuPa hat sich mit Pedro Rosal (Ehleringen) und Fränk Wennmacher (Wilwerwiltz) ausgetauscht

von Paul Krier · 07.02.2026, 17:20 Uhr · 0 Leser
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Symbolbild – Foto: paul@lsn.sarl (Archiv)

Meinungen aus der 2. und 3.Division zu einer möglichen Reform der Divisionen bei den 1.Herren standen in unserer Analyse noch aus. FuPa hat diese jetzt eingeholt.

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Auch aus dem Austausch mit Verantwortlichen aus Ehleringen und Wilwerwiltz wurde offensichtlich, dass es nicht den einen goldenen Weg gibt. Einen nicht unwesentlichen Faktor für die Zukunft, der bislang nicht auf den Tisch kam, fand daneben ebenfalls Einzug in unsere Analysen: die theoretisch weiterer Fusionen von Vereinen. Und Zweifel an der Möglichkeit von Umsetzungen wegen eventuellem engstirnigem Denken wurden ebenfalls ausgedrückt.

Rosal: „Wie willst du etwas anpassen, wenn du dabei verlieren könntest?“

Pedro Rosal, sportlich Verantwortlicher im Vorstand des FC Ehleringen aus der 2.Division, fiel es schwer, sich auszumalen, wie eine eventuelle Restrukturierung der Ligen bei den 1.Herren aussehen könnte. „Es ist sicher, dass Änderungen kommen müssen, doch es ist schwierig, den richtigen Weg zu finden. Wie willst du etwas anpassen, wenn du dabei verlieren könntest?“ Ihm war bewusst, dass es auch um die 3.Division gehen würde. Zu Fränk Wennmachers Vorschlag, einen 3.Bezirk in der 2.Division einzuführen (s.u.) meinte Rosal in einem Telefongespräch mit FuPa Luxemburg: „Damit das aufgeht, muss man Mannschaften aus anderen Bezirken der 2.Division aber auch aus der 1.Division herausnehmen“. Rosal stellte klar, dass der Abstieg seines Vereins letzte Saison aber nichts damit zu tun hatte, dass man in der 1.Division in einer Liga mit sechzehn Teams spielte.

„Ich sehe aber auch nicht ein, wieso man jetzt alles über den Haufen werfen sollte. Persönlich würde ich nichts ändern“ erklärte der Ehleringer seine subjektive Sicht und verwies ähnlich wie Alessandro Alunni in unserer Analyse mit Verantwortlichen aus der BGL Ligue, Ehrenpromotion und 1.Division auf andere Länder, in denen ebenfalls 1.Ligen mit sechzehn Mannschaften funktionieren. „Es gibt viele Dinge, die man ändern könnte, doch man riskiert immer, dass viele Vereine nur nach sich selbst schauen.“ Rosal brachte noch ein anderes Thema in die Diskussion ein, das mittelfristig bei einer Neuorganisation eine Rolle spielen könnte: Vereinsfusionen. „Eben durch Fusionen stellt man fest, dass es immer weniger Vereine gibt“ – etwas, das man in Neuplanungen berücksichtigen müsste.

Wennmacher: „Ein 3.Bezirk in der 2.Division ist in meinen Augen die einzige Lösung!“

Für Änderungen sprach sich Fränk Wennmacher aus. Nach „seiner“ untersten Spielklasse der Seniors 1 gefragt, meinte er in seiner Funktion als Sportdirektor des FC Kiischpelt Wilwerwiltz gegenüber unserem Portal in einem kurzen, schriftlichen Statement: „Fakt ist, dass sich in der 3.Division etwas ändern muss. So macht das Ganze niemandem mehr Spaß, weder unseren Spielern noch dem ganzen Verein. Ein 3.Bezirk in der 2.Division ist in meinen Augen die einzige Lösung!“

Weiter schrieb uns Wennmacher: „Das größte Problem ist, dreimal gegeneinander und immer gegen dieselben Gegner zu spielen. Wenn das Schicksal es will, wie bei uns in dieser Saison, spielt man im Pokal auch noch einmal gegen einen Verein aus der 3.Division (d.Red.: wie Wilwerwiltz in Grevels). Zweimal in der Saison in den Süden zu fahren ist für einen kleinen Verein wie unseren finanziell schlecht, vor allem für unsere Spieler. Wir haben leider nicht die finanziellen Mittel, um einen Bus oder Kilometergeld zu bezahlen.“

Dass sich überall aber insbesondere ganz unten ernste Gedanken gemacht werden dürfte keine Überraschung darstellen. Selten dürfte sich das Gros der Vereine so einig gewesen, wie in dem Punkt, dass eine Reform kommen muss. Doch eine Umsetzung könnte schwierig werden, wenn Kirchturmdenken und Eigeninteresse der allgemeinen sportlichen Entwicklung im Weg stehen.

Und dass für eine Änderung der Ligenstruktur bei den 1.Herren die Satzung der FLF geändert werden muss, erleichtert die Sache keineswegs, wenn man weiß, dass die oberen 32 Vereine in der Theorie eine – wenn auch sehr geringe – Stimmenmehrheit gegenüber den anderen 68 haben.

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