
SG Hochwald - VfB Wissen (Samstag, 16.30 Uhr, Hentern)
Ausgangslage: Das klare 1:6 der Hochwälder inmitten der englischen Woche im Spiel bei Eintracht Trier II täuscht etwas über den Spielverlauf hinweg. Während die Regionalliga-U23 sehr effizient war, gelang den Gästen aus Zerf, Greimerath, Hentern und Lampaden trotz einer Handvoll guter Chancen durch René Mohsmann nur ein einziger Treffer. Tobias Lenz vergab sogar einen Handelfmeter, den Triers Torwart Lennard Kieren parierte. Trainer Fabian Mohsmann zog indes ein ernüchterndes Fazit: „Bei einem solch klaren Ergebnis brauchen wir nicht darüber zu reden, ob die Niederlage jetzt verdient oder unverdient war. Wir haben auch diesmal über weite Strecken in körperlicher Hinsicht klar den Kürzeren gezogen.“ Gleichwohl durfte der Hochwald-Coach zu Recht feststellen: „Wir hatten einen guten Plan und waren bis zum Trierer Führungstor das bessere Team.“ Zu schnell verliere seine Mannschaft nach Gegentoren aktuell aber die Linie. Zum Teil haarsträubende individuelle Fehler begünstigten gerade die beiden letzten Tore der weitaus agileren Gastgeber. Mohsmann weiß: „Jetzt ist Druck drauf. Nach dem Kann-Spiel bei starken Trierern sind wir in der Bringschuld.“
Personal: Nils Hemmes fehlt erneut aus beruflichen Gründen. Sebastian Grub, der erst am Dienstag aus dem Urlaub zurückgekehrt war, könnte wieder zwischen die Pfosten rücken, obschon die Klatsche in Trier nicht an Schlussmann Johannes Bettendorf festzumachen war.
Ahrweiler BC – SG Arzfeld (Samstag, 17 Uhr, Apollinarisstadion, Bad Neuenahr-Ahrweiler)
Ausgangslage: Zwei Derbys, zwei Punkte: Nach dem Remis am zweiten Spieltag beim 1:1 gegen den FC Bitburg gelang es der SG Arzfeld am Mittwoch, auch bei der SG Schneifel einen Zähler mit nach Hause nehmen. „Wir waren froh, als die Partie vorbei war. Kurzfristig fehlten uns mit Bastian Propson und Matthias Ewerz zwei wichtige Spieler. Wir haben daher sehr tief gestanden, jeden Zweikampf gefeiert und waren alle hellwach. Das war der Unterschied zu den vergangenen Wochen“, zeigte sich Florian Moos, Coach und Torwart der Isleker, nach dem 1:1 in Auw erleichtert. Zwar bringt dieser eine Punkt tabellarisch wenig, vor dem Spiel bei Spitzenreiter Ahrweiler könnte er aber wichtig für den Kopf sein. „Ich denke schon, dass der Punkt und die Leistung uns mental weiterbringen“, meint Moos.
Personal: Bastian Propson (zuletzt krank) und Matthias Ewerz (privat verhindert) werden in den Kader zurückkehren. Der Einsatz von Niklas Kockelmann (Knöchelverletzung) ist noch fraglich.
SV Rot-Weiss Wittlich – FV Hunsrückhöhe Morbach (Sonntag, 14 Uhr, Rasenplatz am Bürgerwehr, Wittlich)
Ausgangslage: Der SV Rot-Weiss Wittlich musste am Mittwochabend in Bitburg die erste Saisonniederlage einstecken. Beim 1:2 bemängelte Trainer Fahrudin Kuduzovic vor allem die mentale Stärke: „In diesem Derby unter Flutlicht bekam das Spiel schnell eine Dynamik, in der es über Zweikämpfe ging. Da haben wir im Kollektiv nicht gut genug gegen eine hungrige und gut organisierte Mannschaft mitgehalten.“ Nun steht das nächste Derby auf dem Programm. Gegen die FV Hunsrückhöhe Morbach möchten die Wittlicher den Ausrutscher ausbügeln. „Ich erwarte von meiner Mannschaft auf jeden Fall eine Reaktion in einem ähnlichen Spiel wie gegen Bitburg. Morbach hat durch das jüngste 4:0 gegen Kirchberg ein gutes Momentum. Da werden wir sehen, ob wir eher über Zweikämpfe oder fußballerisch ins Spiel finden müssen“, so Kuduzovic.
Die Morbacher reisen nach dem klaren Erfolg gestärkt nach Wittlich. „Im ersten Durchgang fehlte uns noch ein wenig die Geradlinigkeit zum Tor, in der zweiten Halbzeit haben wir unsere Chancen dann besser verwertet, wodurch auch das Ergebnis in der Höhe verdient war“, meinte Trainer Philipp Frank zum Auftritt gegen die Kirchberger. In Wittlich erwartet er jedoch wieder ein völlig anderes Spiel: „Ich denke, dass Wittlich mit Wut im Bauch spielen wird. Sie sind für mich weiter die beste Mannschaft der Liga, da benötigen wir wieder unsere Bestform, um dagegenzuhalten.“
Personal: Stefan Nicolae wird nach längerer Verletzungspause in den Kader der Rot-Weißen zurückkehren. Der Einsatz von Alexander Shehada, der in Bitburg mit Oberschenkelproblemen vorzeitig vom Platz musste, ist fraglich. Bei Morbach hofft Trainer Frank auf die Rückkehr von Yannik Böhnke und Maximilian Schemer (beide zuletzt erkrankt). Andre Petry fehlt aus privaten Gründen, dafür kehrt Sam Schurich zurück.
TuS Immendorf – FC Bitburg (Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz, Koblenz-Arenberg)
Ausgangslage: „Auch, wenn die Spielanteile mehr auf Wittlicher Seite lagen, ist der Sieg nicht unverdient. Gerade läuferisch und kämpferisch waren wir schon besser“, sagte Fabian Ewertz, Trainer des FC Bitburg, nach dem 2:1-Coup am Mittwoch gegen Rot-Weiss Wittlich. Vor allem über die beiden ersten Saisontore von Joshua Bierbrauer freute sich der Coach: „Joshua hatte bisher eine Flaute, genießt aber einen riesigen Vertrauensvorschuss. Da ist es umso schöner, dass der Knoten nun geplatzt ist.“ Nun erwartet die Bitburger ein völlig anderes Spiel, in dem sie aufgrund der Tabellensituation eher der Favorit sind. „Wahrscheinlich sind das aktuell sogar die schwereren Spiele für uns. Gegen die Topteams haben wir bis dato super mitgehalten. Immendorf wird eher auf unsere Fehler lauern. Da müssen wir vor allem auf Standards aufpassen. Mit der Energie aus dem Wittlich-Spiel können wir aber jeden schlagen“, lässt Ewertz durchblicken.
Personal: Felix Sterges musste gegen Wittlich kurz vor dem Ende mit einer Fußverletzung vom Platz. Sein Einsatz ist noch fraglich.
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Videointerview mit Fabian Ewertz, Trainer des FC Bitburg
Eintracht Trier II – SG Schneifel (Sonntag, 15.30 Uhr, Nebenplatz Moselstadion, Trier)
Ausgangslage: 21 Tore in drei Spielen, zuletzt ein sattes 6:1 über die SG Hochwald: Der Unterbau der Eintracht ist die Mannschaft der Stunde. In überragender Verfassung präsentierte sich am Mittwoch besonders Soumah Alkaly Morlaye, dem gleich fünf Tore gelangen. Zusätzliche Qualität verliehen dem Trierer Spiel mit Jannis Held, Tim Sausen und Dominik Kinscher drei Leihgaben aus dem Regionalligakader. Wohl auch deshalb war der jüngste Auftritt ziemlich erwachsen, was die Qualität in der Chancenverwertung angeht. „Wir sind sehr zufrieden, zumal Hochwald ein starkes Angriffspressing gespielt hat und hier eine gute Mannschaft auf dem Platz hatte. Aber wir besaßen die Qualität, in den richtigen Momenten zurückzuschlagen“, bilanzierte Trainer Holger Lemke. Morlaye hat nun insgesamt bereits zehn Treffer auf seinem Konto. Sein Coach weiß um den ausgeprägten Torriecher des 20-jährigen Guineers. Er sei froh, ihn in seinen Reihen zu haben, sagt aber auch mit einem Augenzwinkern in Richtung des Cheftrainers der Regionalliga-Mannschaft: „Wenn Tommy (Klasen, d. Red.) ihn mal braucht, kann er ihn haben.“ Mit der SG Schneifel erwartet Lemke am Sonntag einen Gegner, der „abgezockt ist und unangenehm zu bespielen ist – das wird eine sehr schwere Aufgabe für uns“.
Für die zuletzt so siegesgewohnten Schneifeler war das 1:1 im Derby gegen Arzfeld eher dürftig. „Wir hatten gefühlt weit über 80 Prozent Ballbesitz, doch die Kugel wollte einfach nicht rein. Das frühe 0:1 hat es gegen einen sehr tief stehenden Gegner nur noch schwerer gemacht. Wir sind dann geduldig geblieben und haben zumindest den Ausgleich erzielt“, sagte Stephan Simon, Coach der Vereinigten aus Stadtkyll, Auw, Ormont, Hallschlag, Esch und Feusdorf. Vor dem Gastspiel bei der formstarken Zweitvertretung der Trierer Eintracht sagt Simon: „Trier spielt nach vorne einen hervorragenden Fußball, hat aber auch defensiv eine brutale Qualität. Da gilt es für uns die Balance zu finden, um unnötige Umschaltsituationen zu vermeiden. Das Augenmerk liegt angesichts der letzten Ergebnisse der Trierer schon auf der Defensive. Wir möchten aber auch mitspielen und werden uns nicht einigeln.“
Personal: Triers Verteidiger Simon Maurer fehlt aus privaten Gründen. Auf Schneifeler Seite sind keine personellen Änderungen zu erwarten.
Videointerview mit Holger Lemke, Trainer von Eintracht Trier II