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Allgemeines

Wie Ex-Profi Axel Bellinghausen den SC Unterbach an die Spitze führt

Als Herbstmeister hat der SC Unterbach die erste Saisonhälfte abgeschlossen. An der Seitenlinie zieht seit einem halben Jahr Ex-Profi Axel Bellinghausen die Strippen. So blickt er auf die Hinrunde zurück.

von Marcel Eichholz · 08.01.2026, 23:00 Uhr · 0 Leser
Axel Bellinghausen hat den SC Unterbach zur Herbstmeisterschaft geführt.
Axel Bellinghausen hat den SC Unterbach zur Herbstmeisterschaft geführt. – Foto: Alexander Biehler

Zum ersten Mal hat Axel Bellinghausen die alleinige Verantwortung an der Seitenlinie. Der 42-Jährige trainiert seit dem Sommer den SC Unterbach in der Kreisliga A Düsseldorf - und hat die Hinrunde als Herbstmeister abgeschlossen. In Euphorie verfällt der Ex-Profi deshalb aber noch lange nicht. Stattdessen wird die Situation professionell eingeordnet und weiter an der Entwicklung der Mannschaft gearbeitet.

Die Zahlen sprechen nach der ersten Saisonhälfte für sich. Nach 17 Partien hat der SCU 13 Siege eingefahren, zweimal wurden die Punkte geteilt und nur in zwei Partien musste sich der A-Ligist geschlagen geben. In Summe bedeutet das 41 Punkte und Platz eins in der Tabelle. Dass es so kommen könnte, hat für Bellinghausen zu keiner Zeit eine Rolle gespielt. "Ehrlich gesagt habe ich mir keine Gedanken über eine etwaige Platzierung gemacht. Es war bzw. ist nach wie vor so, dass wir uns gegenseitig kennenlernen und gemeinsam an der Aufgabe wachsen wollen", erklärt er im Gespräch mit FuPa Niederrhein.

Nach einen sportlich erfolgreichen ersten Halbjahr kann Bellinghausen entsprechend positiv zurückblicken. "Ich mag die Einstellung der Spieler. Sie haben Spaß am Fußball, das gilt es für uns als Trainerteam weiter zu fördern. Auch mit den vielleicht eher weniger schönen Dingen. Nach vorne geht vieles von alleine, aber die Wege nach hinten wollen auch gemacht werden und zwar von jedem. Da gibt es kein Murren und das ist alles andere als selbstverständlich. Die Jungs sind lernwillig und machen es auch uns Trainern sehr oft leicht, da ein Top-Klima innerhalb der Mannschaft herrscht", sagt er.

An diesen Stellschrauben soll noch gedreht werden

Natürlich ist aber noch lange nicht alles perfekt beim Spitzenreiter der A-Liga. "Unser Pressing kann situativ besser werden, so dass es für alle einfacher wird. Wir stehen defensiv sehr ordentlich, aber leider reicht es dem Gegner manchmal aus wenig viel zu machen", erläutert der Übungsleiter. Gravierende Probleme seinen das zwar nicht, aber ein Ansatzpunkt, der antreibt. "Verbesserungen kann und sollte man immer anstreben", betont der erfahrene Kicker.

Axel Bellinghausen ist auch an der Seitenlinie mit vollem Körpereinsatz bei der Sache.
Axel Bellinghausen ist auch an der Seitenlinie mit vollem Körpereinsatz bei der Sache. – Foto: Alexander Biehler

Personell dürfte sich derweil nicht mehr viel tun. Zwei Winter-Zugänge hat der Verein bislang zu vermelden. Zum einen hat sich Maurice Stocker vom TuS Gerresheim den Unterbachern angeschlossen. Beim TuS kam er in neun Spielen zum Einsatz, erzielte dabei zwei Tore und legte drei weitere Treffer auf. Zum anderen wechselt Tolga Ceylan vom VfB Hilden zum SCU. "Es ist nicht so, dass wir auf Biegen und Brechen etwas verändern müssen. Wir sind phasenweise ein wenig auf dem Zahnfleisch gekrochen, da uns leider immer wieder Spieler verletzt gefehlt haben. Es war aber sensationell zu sehen, wie andere Spieler dann in die Bresche gesprungen sind", erklärt der 42-Jährige, der weitere Transfers aber nicht kategorisch ausschließen möchte.

Im Trainerteam harmoniert es

Auch nach der Herbstmeisterschaft übt sich der SCU-Coach weiter in Zurückhaltung, was der weitere Saisonverlauf bringen soll: "Über eine genaue Zielsetzung habe ich bisher erfolgreich hinweggehört und spielt in unserer wöchentlichen Arbeit auch gar keine Rolle. Wir möchten Woche für Woche gute Ergebnisse erzielen, das ist Zielsetzung genug für mich." Sollte am Ende der Aufstieg in die Bezirksliga gelingen, würden die Verantwortlichen aber sicher nicht abgeneigt sein.

Ein Faktor des Erfolges ist im gut harmonierenden Trainerteam auszumachen. Co-Trainer Sven Flader und Torwart-Trainer Alen Batarilo haben Bellinghausen in seiner Premierensaison tatkräftig unterstützt. "Es war ja bekanntermaßen in doppelter Hinsicht Neuland für mich. Sowohl die Funktion als auch die Liga. Und ich hatte mächtig Glück und auch hier in doppelter Hinsicht. Ich habe ein tolles Trainerteam, das mich tatkräftig unterstützt. Egal welche Fragen ich an die beiden habe, sie stehen mir mit Rat und Tat zur Seite. Auf und neben dem Platz und das ab dem ersten Tag", betont er. Jeden Tag habe er etwas lernen können. Besonders wenn es um die Bedürfnisse der Mannschaft ging, hatte er nach eigenen Angaben "mehr als genug Fehler gemacht".

Auf etwas Besonderes will er auch in der Vorbereitung auf die Rückrunde verzichten. "⁠Es gibt keinen einzigen Grund etwas Besonderes zu machen. Im Gegenteil, es gilt für uns, alles wieder aufzufrischen, die Gemeinschaft weiter zu fördern und den Spaß aufrechtzuerhalten. Da sind wir alle gefordert und sollte uns das gelingen, dann ist das etwas sehr besonderes", erläutert Bellinghausen. Bevor es in der Liga am 1. Februar mit einem Heimspiel gegen die DJK Tusa wieder um Punkte geht, stehen neben zahlreichen Trainingseinheiten auch zwei Testspiele auf der Agenda. Am Donnerstag, 15. Januar, geht es auf heimischer Anlage gegen die SG Unterrath, die Generalprobe steigt am Sonntag, 25. Januar, gegen den SV Hösel.

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