
Der zurückliegender Spieltag in der Kreisliga A des Fußballkreises Grevenbroich/Neuss hat das Aufstiegsrennen noch einmal enger und gleichzeitig für zwei Mannschaften schwieriger gemacht. Während der VfR Büttgen wichtige Punkte sammelte, ließen sowohl der BV Wevelinghoven als auch die Sportfreunde Vorst Zähler liegen – und verlieren damit etwas an Boden im Kampf um einer der drei Aufstiegsplätze.
Besonders bitter verlief der Spieltag für Wevelinghoven. Bei der 1:3-Schlappe im direkten Duell mit Büttgen zeigte die Mannschaft von Trainer Markus Stupp zwar eine engagierte Leistung, stand am Ende jedoch erneut ohne Punkte da. „Wir können nicht zufrieden sein“, sagte der Coach nach der Partie. „Die Leistung gegen Büttgen war besser als in den vorherigen Wochen, aber wir haben die Tore einfach nicht gemacht.“ Nach seinen Angaben erspielte sich sein Team eine Vielzahl klarer Möglichkeiten. „Wir hatten sieben Hochkaräter, zum Teil laufen wir alleine auf den Torwart zu und schießen drüber“, erklärte Stupp. „Ich suche noch nach Gründen. Das muss in einem Topspiel einfach reichen, wenn man sich so viele gute Chancen erarbeitet.“
Büttgen hingegen nutzte seine erste echte Gelegenheit direkt zur Führung. Zwar gelang Wevelinghoven nach der Pause schnell der Ausgleich und das Momentum lag zunächst aufseiten der Gastgeber, doch auch danach blieb die Chancenverwertung das große Problem. Für den Trainer ist das kein neues Thema. „Das war schon letzte Saison unser Problem“, sagte er. „Wir haben eine der besten Offensiven der Liga, brauchen aber dreimal so viele Chancen, wie wir nutzen.“ Im Kampf um den Aufstieg wächst damit der Druck.
Stupp betont allerdings, dass der Wunsch, den Sprung in die Bezirksliga zu schaffen, mannschaftsintern entstanden sei: „Das Ziel Aufstieg als Ziel kam von der Mannschaft, nicht von mir oder vom Verein.“ Durch die jüngsten Ergebnisse werde die Aufgabe allerdings nicht leichter. „Wir haben es immer weniger selbst in der Hand. Aber wir müssen auf uns gucken und wieder gewinnen – sonst haben wir mit dem Aufstieg gar nichts mehr zu tun.“
Auch bei den Sportfreunden Vorst blickt man nach dem vergangenen Spieltag mit der 2:3-Niederlage in Delhoven kritisch auf die eigene Leistung. Trainer Patrick Ohligschläger sah zunächst eine starke Vorstellung seiner Mannschaft, bevor das Spiel kippte. „Die erste Halbzeit war überragend, wir haben uns genau an den Spielplan gehalten und die Tore super herausgespielt“, sagte er. Doch in der Schlussphase verlor sein Team komplett die Kontrolle. „In den letzten 20 Minuten sind wir auseinandergefallen.“
Personelle Probleme will Ohligschläger nur bedingt als Erklärung gelten lassen. „Ja, uns haben zehn Mann gefehlt – aber das darf trotzdem nicht so laufen.“ Gerade im engen Aufstiegsrennen sei Konstanz entscheidend. „Novesia, Büttgen und Grefrath sind stabil. Daran müssen wir uns messen – und dann müssen wir solche Spiele auch gewinnen.“ So bleibt der Kampf um die drei Bezirksliga-Tickets weiterhin offen. Mehrere Mannschaften liegen eng beieinander, jeder Spieltag kann die Ausgangslage verändern. Am Donnerstag steht das nächste Topspiel an: Büttgen empfängt die DJK Novesia – die beiden Mannschaften, die bisher am stärksten nach der Pause performen, spielen aus, wer Grefraths Verfolger Nummer eins bleibt.