
Am 15. Spieltag der Erstliga-Gruppe 3 hat Tuggen im Aufstiegsrennen an Boden verloren. Davon profitierten Wettswil - dank eines Sieges über Dietikon - und Freienbach, das die «Spielvi» demontierte.
Dominant: Klarer Freienbacher Heimsieg zum Abschluss der Vorrunde
Beim letzten Auftritt im Jahr 2025 zeigte sich der FC Freienbach nochmals von seiner besten Seite. Die Mannschaft von Stefan Flühmann dominierte die «Spielvi» Schaffhausen und gewann gleich mit 5:1.
Freienbach zeigte auf der Chrummen von Beginn an eine starke und konzentrierte Leistung. Trotz eisiger Temperaturen starteten die Höfner druckvoll und setzten das verunsicherte Schlusslicht Schaffhausen, bei dem es vor der letzten Vorrundenpartie zu einem Trainerwechsel gekommen war, sofort unter Zugzwang.
Bereits in den ersten Minuten erspielten sich die Gastgeber mehrere gute Chancen, an denen der agile Cristiano Teixeira immer wieder beteiligt war. In der vierten Minute prüfte er erstmals Torhüter Bleise, wenig später leitete er den Führungstreffer ein: Nach einer Hereingabe flankte er den Ball punktgenau in den Strafraum, wo Innenverteidiger Egzon Kllokoqi freistehend per Kopf das 1:0 erzielte.
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Schaffhausen konnte offensiv kaum Akzente setzen; Freienbachs Keeper Merkas blieb weitgehend beschäftigungslos. Auf der Gegenseite musste Bleise mehrfach eingreifen, denn die Gastgeber drängten vehement auf den zweiten Treffer. Sabino und Maggio verpassten zunächst knapp, ehe kurz vor der Pause erneut Kllokoqi nach einem Eckball zum hochverdienten 2:0 einköpfte.
Nach dem Seitenwechsel blieb Freienbach spielbestimmend und profitierte weiterhin von grossen Räumen. In der 54. Minute belohnte sich Teixeira mit dem 3:0. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit führte zwar zum 1:3-Anschlusstreffer durch Lobo, doch am dominanten Auftritt Freienbachs änderte das nichts.
Besonders eindrucksvoll präsentierte sich der eingewechselte Youngster Leon Hajrizi. Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung erzielte er nach einem Steilpass sein erstes Tor für die 1. Mannschaft. Zehn Minuten später nutzte er einen Fehlpass der Schaffhauser eiskalt zum 5:1. Sein Doppelpack krönte eine überzeugende Freienbacher Vorstellung und rundete eine sehr erfolgreiche Vorrunde ab.
Gesagt: «Wir haben den Sieg nicht verspielt»
Der FC Tuggen kam gegen Eschen/Mauren nicht über ein 3:3-Remis hinaus und verliert damit gegenüber der Tabellenspitze etwas an Boden.
Im letzten Spiel des Jahres wollten beide Teams in Eschen vor allem nicht verlieren. Den deutlich besseren Start erwischte jedoch das Heimteam. Nach einer einstudierten Eckballvariante traf Murati in der 14. Minute völlig ungedeckt zur Führung. Nur sechs Minuten später erhöhte Adejumo auf 2:0, nachdem Tuggen zu passiv verteidigt hatte.
Für die Previtali-Elf war es ein klassischer Fehlstart: Das Spiel wirkte zerfahren, Bälle gingen leichtfertig verloren und Torchancen blieben aus. Erst in der 35. Minute brachte ein hoher Ball neuen Schwung, als Rodrigues per Kopf den 1:2-Anschlusstreffer erzielte.
Nach der Pause kam Tuggen deutlich entschlossener zurück. Bereits nach fünf Minuten gelang Nathan Tayey mit einer schönen Einzelleistung der Ausgleich. Tuggen blieb am Drücker, kombinierte sich in der 57. Minute sehenswert vors Tor und Rodrigues traf im Nachsetzen zum verdienten 3:2. Die Gäste zeigten damit eine starke Reaktion auf die frühen Gegentore.
Umso bitterer fiel der Ausgleich in der 80. Minute: Schulthess entwischte nach einem hohen Ball, während Innenverteidiger José Meier nach einem Stoss liegen blieb – das Schiedsrichtertrio liess jedoch weiterspielen. Obwohl Tuggen zuvor zu wenig fürs Spiel getan hatte, fühlte sich der Treffer ärgerlich an. Schlussendlich können jedoch beide Teams mit der Punkteteilung leben.
«Wir hatten sie im Griff, hatten Chancen und kehrten das Spiel. Danach, mit der knappen Führung, müsste man den Sack zumachen. Wir haben den Sieg nicht verspielt, schliesslich kommen wir nach einem 0:2-Rückstand zurück. Das zeigt Moral. Schlussendlich nehmen wir den Punkt, es ist nie einfach, in Eschen zu gewinnen», resümierte Trainer Ivan Previtali im «March Anzeiger».
Gehadert: Dietikon-Trainer Tarone ärgert sich über Gegentore
Der FC Wettswil-Bonstetten setzt seine Siegesserie fort und bezwingt Dietikon mit 3:1.
In der ersten Hälfte war der FC Dietikon dem Führungstreffer mehrfach nahe. Nach rund 30 Minuten hatte Freddy M’Biye die beste Chance, traf jedoch nur den Pfosten. Fast im Gegenzug schlug das Heimteam zu: Nach einem Corner setzte sich Claudius Brüniger im Strafraum durch und erzielte in der 39. Minute das 1:0.
Dietikon reagierte jedoch stark auf den Rückstand. Nur vier Minuten später gelang Marc Triet mit einem sehenswerten Distanzschuss der Ausgleich – ein Ball, den der Torhüter nicht mehr erreichen konnte. Kurz vor der Pause bot sich M’Biye sogar die Möglichkeit zur Dietiker Führung, doch sein Kopfball ging daneben. Diese ausgelassene Chance rächte sich umgehend. Wettswil-Bonstetten nutzte einen weiteren Standard kurz vor dem Pausenpfiff und ging durch einen Kopfballtreffer von Lukas Studer erneut in Führung.
Nach dem Wiederanpfiff blieb Dietikon zwar am Drücker, blieb aber weitestgehend ideenlos. Wettswil-Bonstetten verteidigte geschickt und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Dabei entwischte der schnelle Jak Mesto der Dietiker Abwehr und legte quer für den mitgelaufenen Janick Hager, der jedoch am stark reagierenden FCD-Torhüter Aleksandar Trazivuk scheiterte. Wenig später gelang dem Heimteam die Entscheidung: Flavio Peter bediente Marc Figueiredo mit einem präzisen Zuspiel, worauf dieser den Ball wuchtig über den Innenpfosten zum 3:1 verwandelte (86.).
Beim FC Dietikon haderte Trainer Daniel Tarone mit der Art und Weise, wie sein Team die Gegentore kassiert hatte. «Das zweite Gegentor ärgert mich besonders: Da hatten wir einen Eckball, verteidigten schlecht und bekamen nach einem Corner auf der anderen Seite den Gegentreffer, dem aber ein Handspiel vorausgegangen war», gab er der «Limmattaler Zeitung» zu Protokoll.
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