
DJK Westwacht Aachen II überwintert auf Platz eins der Kreisliga C1. Trainer Alex Kaluza sieht sein Team gereift – trotz Verletzungssorgen.
DJK Westwacht Aachen II geht als Tabellenführer der Kreisliga C1 in Aachen in die Rückrunde der Saison 2025/26. Entsprechend selbstbewusst, aber auch sachlich fällt die Zwischenbilanz von Trainer Alex Kaluza aus. „Wenn man nach der Hinrunde auf Platz 1 steht, gibt es wahrscheinlich nicht viel zu meckern“, sagt er. Die Mannschaft habe zu Hause kein Spiel verloren – ein Vorteil, der in der engen Tabellensituation noch wichtig werden könne, „da wir gegen die direkten Konkurrenten in der Rückrunde zu Hause spielen“.
Die Winterpause ist kurz. Der Trainingsauftakt ist bereits für den 6. Januar angesetzt, denn schon am 1. Februar beginnt die Rückrunde. In der Vorbereitung misst sich Westwacht II bewusst mit höherklassigen Gegnern. „In den Testspielen haben wir mehrere B-Ligisten und zum Abschluss einen A-Ligisten“, erklärt Kaluza. Standortbestimmung unter Wettkampfbedingungen gehört damit fest zum Plan.
Sportlich sticht vor allem die Offensive hervor. Erneut stellt Westwacht den besten Sturm der Liga, zudem finden sich gleich drei Spieler des Teams unter den Top fünf der Torjägerliste. Ein Rückschlag war allerdings die Verletzung von Simon Sendem. „Er ist in unserem Team schon ein Schlüsselspieler“, betont der Trainer. „Das gilt es jetzt als Team aufzufangen.“
Dass die Mannschaft reifer geworden ist, zeigt sich für Kaluza vor allem im Umgang mit Rückschlägen. „Man muss generell sagen, dass das Team die Erfahrung aus dem letzten Jahr gut mitgenommen hat. Rückstände schmeißen einen nicht mehr so leicht aus der Bahn“, sagt er – auch wenn es zum Ende der Hinrunde „zwei schmerzhafte Niederlagen“ gegeben habe. Insgesamt habe das Team „einen Schritt nach vorne gemacht“, und man wolle „den Platz, den wir zurzeit haben, natürlich auch verteidigen“.
Ein einzelnes Schlüsselspiel hebt Kaluza bewusst nicht hervor. „Da gibt es kein besonders gutes oder negatives hervorzuheben. Jede Einheit und jedes Spiel mit den Jungs ist besonders“, sagt er und verweist auf den Teamgeist: „Den Zusammenhalt, den wir als Team haben, finde ich schon sehr besonders.“
Herausfordernd war in der Hinrunde vor allem das Kader-Management. „Ein Problem bestand darin, dass immer nur elf Spieler gleichzeitig eingesetzt werden können, obwohl alle im Kader wichtig sind“, erklärt Kaluza. Gerade über eine lange Saison hinweg habe das „teilweise zu Unzufriedenheit geführt“.
Am Ziel für die Rückrunde lässt der Tabellenführer dennoch keinen Zweifel. „Es kann nur einen Weg geben“, sagt der Trainer. Auch wenn es nie laut formuliert worden sei, sei klar: „Wir wollen unseren Platz verteidigen.“ Zu möglichen Zu- oder Abgängen hält sich Kaluza bedeckt: „Dies werden wir zu gegebener Zeit öffentlich machen.“ Ebenso zurückhaltend bleibt er bei Prognosen zur Liga: „Wir beschäftigen uns nur mit uns.“
