
Der 2022 ins Leben gerufene Verein Westfalia Dortmund rüstet sich für die Fortsetzung des Durchmarsches in den überkreislichen Fußball.
Um in der Saison 2024/25, die am 11. August mit dem ersten A-Liga-Spiel der Westfalia-Vereinsgeschichte beginnt, den dritten Aufstieg im dritten Jahr einzufahren, hat sich der Vereins um Spielertrainer und Präsident Maurice Temme wieder einmal hochklassig verstärkt.
Vom Bezirksligist SC Osmanlispor kehrt Ex-Drittligaprofi Mohammed El-Bouazzati nach einem Jahr zurück, von Mengede 08/20 kommt das Dortmunder Sturmtalent Abdul Rahman Abou Abbaid und mit Hosan Ahmed konnte man einen langjährigen irakischen Erstligaprofi, der auch schon für die Hammer SpVg und Türkspor Dortmund auflief, gewinnen.
Nun hat Westfalia Dortmund mit Arianit Nebihi einen einstigen deutschen B-Junioren-Meister verpflichtet. Der 27-jährige Albaner spielte zuletzt bis 2022 für Westfalenligist DJK TuS Hordel. 2014 gewann er mit der U17 von Borussia Dortmund unter der Leitung des heutigen DFB-Nachwuchscoachs Hannes Wolf im Finale gegen RB Leipzig die deutsche Meisterschaft seiner Altersklasse.
"Ich kenne 'Ari' schon länger aus der Jugend, als er bei Borussia Dortmund war und ich beim VfL Bochum", erklärt Spielertrainer und Präsident Maurice Temme im Gespräch mit FuPa Westfalen.
"Dadurch, dass Abdul Rahman Abou Abbaid noch angeschlagen bzw. verletzt ist und weder Trainingseinheit noch Spiel absolviert hat, hatten wir hatten in der Offensive noch Bedarf und wollten nachlegen." Den Kontakt zu Nebihi habe Mohammed El-Bouazzati hergestellt, beide kennen sich aus gemeinsamen U17-Zeiten beim BVB.
Arianit Nebihi habe aber seit längerer Zeit keinen Fußball mehr gespielt. "Dementsprechend war seine Fitness noch nicht so weit, dass wir sagen können: 'Das ist eine Verstärkung, wie man ihn von früher kannte'. Aber man sieht natürlich seine Veranlagungen, die er hat, dass er ein Unterschiedsspieler werden kann, wenn er denn fit wird", so Temme weiter.
Seit zwei Wochen sei der 41-fache U17-Bundesligaspieler im Training der Westfalia und mache deutliche Fortschritte. "Ich denke, in vier Wochen wird er uns richtig, richtig weiterbringen und weiterhelfen", sagt Temme.
Maurice Temme schloss weitere Verstärkung nach Saisonstart allerdings nicht aus. "Wenn noch jemand anklopft, sind wir bereit unsere Türen zu öffnen. Wir hatten am Wochenende gegen RW Essen II viele Spieler, die verletzt oder im Urlaub waren. Mit drei Spielern auf der Ersatzbank war der Kader sehr ausgedünnt. Zum Wochenende sieht es mit 18 Mann wieder besser aus, aber wenn wir da jemanden finden, der uns extrem weiterbringen könnte, möchten wir da noch zuschlagen."
Den Verein verlassen haben zu einem Antonio Maio (DSC Wanne-Eickel) und Volkan Durmus (SV Bommern). "Für beide war der Aufwand zu hoch", sagt Maurice Temme. Nun hat man sich innerhalb der Vorbereitung von Erhan Duyar und Casey Backhaus getrennt. Letzteren hatte die Westfalia erst im Mai von Westfalenligist SV Sodingen losgeeist und als Sommertransfer präsentiert. "Es hat einfach nicht gepasst. Die Jungs waren einfach nicht so aktiv dabei, wie wir uns das vorgestellt haben, und hätten einfach den Anschluss verpasst."
Mit der Kaderplanung sei man bei der Westfalia dennoch zufrieden. "Wir haben viele überkreisliche Spieler und Leader dazu gewonnen, wie Emre Cakir oder Pascal Königs. Wir haben Spieler, die von Anfang an dabei sind, wie Xavery Lampka, der sich zu einem Führungsspieler entwickelt hat."
In der Kaderbreite würde sich Maurice Temme aber einen härten Konkurrenzkampf wünschen.
Die Ergebnisse in der Vorbereitung des ambitionierten A-Liga-Aufsteigers, der ein Trainingslager im Sauerland absolviert hat, lassen sich durchaus sehen. Die Landesligisten SpVg Olpe (5:0) und TuS Haltern (3:1) konnte man bezwingen und Landesligist SV Attendorn (1:1) sowie Westfalenliga-Aufsteiger Westfalia Herne (3:3) ein Unentschieden abluchsen.
"Ich bin sehr zufrieden mit der Vorbereitung. Zuletzt hatten wir mit RW Essen II (1:3-Niederlage; Anm. d. Red.) keinen normalen A-Ligist als Gegner gehabt, deswegen sind wir über das Ergebnis gar nicht enttäuscht."
Saisonziel bleibt der Aufstieg in die Bezirksliga. "Die Vorfreude ist riesig. Wir freuen uns immens, dass die Saison losgeht." Am Sonntag, den 11. August empfängt Westfalia Dortmund den TuS Eichlinghofen II.