2026-04-01T12:50:56.008Z

Allgemeines

Liveticker zum Nachlesen: Gütersloh gewinnt Elferkrimi in Wattenscheid

Ende der 90er-Jahre standen sich beide in der 2. Bundesliga gegenüber.

von red · 03.12.2025, 21:00 Uhr · 0 Leser
Güterslohs Nr. 2-Keeper Roman Schabbing hielt drei Elfer.
Güterslohs Nr. 2-Keeper Roman Schabbing hielt drei Elfer. – Foto: Kamil Wilkowski

25 Jahre später haben die Traditionsvereine SG Wattenscheid 09 und FC Gütersloh durchaus wieder Ambitionen, in die absolute Elite im westfälischen Fußball aufzusteigen. Die Ostwestfalen streben in die 3. Liga, die Ruhrpottler sind noch einen Schritt zurück und auf dem besten Wege, im Sommer 2026 in die Regionalliga aufzusteigen.

Nun stehen sie sich im Viertelfinale des Westfalenpokals gegenüber mit der lukrativen Aussicht auf den Einzug in den DFB-Pokal, den die SG aber auch als Meister der Oberliga Westfalen erreichen könnte.

Die Partie wird vom Medienteam der SG Wattenscheid 09 ab 18.30 Uhr ausführlich auf FuPa Westfalen getickert.

>>> Die bisherigen Duelle

Zum Liveticker:

Westfalenpokal, Viertelfinale
SG Wattenscheid 09 – FC Gütersloh 3:4 n.E. (1:1, 0:1)

SG Wattenscheid 09: Joshua Mroß, Joey Gabriel, Emirhan Hacioglu (75. Tarik Ould Seltana), Albin Thaqi, Eduard Renke, Mike Lewicki (81. Tom Sindermann), Nico Buckmaier (65. Berkan Firat), Steve Tunga, Robert Tochukwu Nnaji, Finn Wortmann, Kevin Schacht (36. Jermaine Jann) - Trainer: Christopher Pache
FC Gütersloh: Roman Schabbing, Leo Weichert (77. Justus Henke), David Winke, Niklas Barthel (25. Fynn Arkenberg), Aleksandar Kandic, Patrik Twardzik, Erik Lanfer, Len Wilkesmann, Hannes John (60. Jan-Lukas Liehr), Julius Langfeld, Paolo Maiella (60. Luis Frieling) - Trainer: Julian Hesse
Schiedsrichter: Marcel Benkhoff - Zuschauer: 1078
Tore: 0:1 Patrik Twardzik (16. Foulelfmeter), 1:1 Finn Wortmann (56.)
Elfmeterschießen: 2:1 Nnaji, 2:2 Twardzik, Schabbing hält gegen Thaqi, 2:3 Lanfer, 3:3 Firat, Mroß hält gegen Kandic, Schabbing hält gegen Wortmann, Mroß hält gegen Henke, Schabbing hält gegen Jann, 3:4 Liehr

So berichteten beide Vereine zur Partie:

SG Wattenscheid 09

09er hoffen auf Pokalüberraschung

Die SG Wattenscheid 09 spielt bisher eine beeindruckende Saison. In der Oberliga Westfalen nach 16 Spielen ungeschlagen an der Tabellenspitze und jeweils im Viertelfinale des Kreispokals und des Krombacher-Westfalenpokals. Zumeist gingen die 09er favorisiert in die Partien, doch das morgige Viertelfinale im Krombacher-Westfalenpokal steht unter etwas anderen Vorzeichen, denn die Favoritenrolle liegt beim Tabellenvierten der Regionalliga West, dem FC Gütersloh.

Die Favoritenrolle ist verteilt, doch der Pokal hat seine eigenen Gesetze und so geht die Sportgemeinschaft mitnichten chancenlos in das Spiel. Das sieht auch 09-Cheftrainer Christopher Pache so: „Der FC Gütersloh ist eine sehr reife, erwachsene Mannschaft, die mit sehr viel Mentalität und Wucht spielt. Wir haben uns auch auf Gütersloh sehr gut vorbereitet und möchten dem Gegner und den Fans einen packenden Schlagabtausch und Pokalfight bieten. Wir haben ein Heimspiel und möchten, trotz des Klassenunterschieds, unser Spiel durchdrücken und eine Runde weiterkommen.

Der FC Gütersloh belegt in der Regionalliga West nach 17 Spielen (9 Siege, 5 Remis und 3 Niederlagen) den 4. Tabellenplatz und ist durch einen 7:0-Sieg beim Landesligisten VfL Kamen, einen 3:0-Sieg beim Landesligisten SuS Bad Westernkotten, sowie einen 7:1-Sieg beim Westfalenligisten BSV Schüren in das Viertelfinale eingezogen. Für das Team von Cheftrainer Julian Hesse, der seit der Oberliga-Saison 2018/2019 an der Seitenlinie des FC Gütersloh steht, ist der Westfalenpokal der einzig mögliche Weg in die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde, in der es in dieser Saison stand, dort allerdings dem Bundesligisten Union Berlin mit 0:5 unterlag.

Bei den Nullneunern, die sich zusätzlich noch über die Oberliga Westfalen für die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde qualifizieren können, werden die verletzten Nico Pulver und Noah Ljakic fehlen. Die Vorfeude auf das morgige Spiel ist rund um die Lohrheide spürbar. Die Verantwortlichen hoffen ein gut gefülltes Lohrheidestadion – powered by ImmoTec – und eine Pokalüberraschung.

FC Gütersloh

FCG will ins Halbfinale des Westfalenpokals

Wer erinnert sich nicht gerne an den 15. August? Freitagabend, 9.200 Zuschauer im Ohlendorf Stadion im Heidewald, erste Runde im DFB-Pokal. Zwar verlor der FC Gütersloh gegen den Bundesligisten Union Berlin mit 0:5, doch das Erlebnis war großartig. Für Spieler, Trainerteam und Fans. Wiederholung erwünscht.

Damit der DFB-Pokal im kommenden Sommer wieder Realität wird, benötigt der FCG noch drei Siege. Der erste Schritt steht unmittelbar bevor: Im Viertelfinale des Krombacher Westfalenpokals spielt der FC Gütersloh am Mittwoch, 3. Dezember, beim in dieser Saison ungeschlagenen Oberliga-Spitzenreiter SG Wattenscheid 09 um einen Platz in der Vorschlussrunde. Anstoß ist um 18.30 Uhr im Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid. Also auf ins Ruhrgebiet, unterstützt den FCG in diesem wichtigen Spiel.

Der ehemalige Bundesligist (1990 bis 1994) und langjährige Zweitligist (Platz 16 in der Ewigen Tabelle) aus Wattenscheid mischt derzeit die Oberliga auf, in 16 Spielen gab es zwölf Erfolge und vier Unentschieden. „Das wird ein schwieriges Spiel, das wird ein Brett“, sagt FCG-Trainer Julian Hesse. „Das ist für mich eine Mannschaft, die wir im Normalfall in der nächsten Saison in der Regionalliga sehen werden.“

Aber auch der FCG ist in Form, ist seit acht Begegnungen in der Regionalliga ungeschlagen (vier Siege, vier Unentschieden). Der zuletzt in der Liga gesperrte Aleksandar Kandic ist wieder dabei, eine weitere Alternative für Julian Hesse im Mittelfeld. Verzichten muss der FCG weiterhin auf Björn Rother, Kevin Hoffmeier und Fynn Arkenberg.