2026-06-03T09:07:03.210Z

Allgemeines

Wesenitztal fordert Oderwitz – Bannewitz empfängt Radeberg

In der Sachsenklasse Ost geht es eng her im Kampf gegen den letzten Abstiegsplatz.

von red · Heute, 15:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Steffen Gorks

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Am 28. Spieltag der Sachsenklasse Ost sind wichtige Entscheidungen bereits Rasen gefallen, doch die sportliche Intensität bleibt ungebrochen hoch. Während der FSV 1990 Neusalza-Spremberg als souveräner Meister feststeht, herrscht am anderen Ende der Tabelle bittere Gewissheit. Die drei am schlechtesten platzierten Mannschaften, namentlich der NFV Gelb-Weiß Görlitz 09, der SV Bannewitz und der FV Blau-Weiß Zschachwitz, stehen bereits unumstößlich als Absteiger fest. Trotz dieser Gewissheit geht es in den verbleibenden Partien um viel Prestige und vor allem um das packende Rennen um die Vizemeisterschaft, in dem sich zwei absolute Schwergewichte der Liga punktgleich gegenüberstehen.

Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen kaum sein, wenn der Hoyerswerdaer FC den bereits feststehenden Absteiger empfängt. Hoyerswerda tankte mit dem fulminanten 7:0 Kantersieg gegen den Post SV Dresden mächtig Selbstvertrauen und belegt mit 41 Punkten den siebten Rang. Zschachwitz hingegen feierte zwar zuletzt ein furioses 6:1 gegen Bannewitz, muss jedoch den bitteren Gang in die Kreisoberliga antreten, da die 18 Punkte nicht mehr für die Rettung reichen. Das Hinspiel verlief standesgemäß mit einem 2:0 Erfolg für den HFC. Für die Gäste geht es in den verbleibenden Spielen nur noch um die Ehre, während Hoyerswerda den Schwung aus der Vorwoche nutzen will, um den siebten Platz zu festigen.

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In Niesky geht es nach dem unerwarteten 0:3 Debakel gegen Deutschbaselitz um Platz zwei. Die Eintracht hat mit 50 Punkten den Anschluss an Oderwitz gehalten, darf sich aber im Kampf um Rang zwei keinen weiteren Ausrutscher erlauben. Zu Gast ist der Radebeuler BC 08, der als Tabellenfünfter mit 45 Punkten eine starke Rolle spielt. Die Erinnerung an die Hinrunde verspricht Hochspannung, als Niesky in einer engen Partie mit 3:2 die Oberhand behielt. Sebastian Richter traf damals in der 5. Minute zur frühen Führung, die Theo Haase in der 14. Minute und Leon Trier per Foulelfmeter in der 21. Minute für Radebeul drehten. Ein Eigentor von Fernando Lenk in der 53. Minute und ein später Foulelfmeter von Bruno Vogel in der 90.+3 Minute brachten Niesky schließlich den glücklichen Dreier.

Ezequiel Rosendo (Trainer, Radebeuler BC): „Wenn man das Hinspiel hier in Radebeul betrachtet, in dem wir bereits mit 2:1 in Führung lagen, hatten wir am Ende leider großes Pech: Erst war es ein Eigentor und in der allerletzten Minute folgte noch ein Elfmeter gegen uns. Dennoch fahren wir mit der klaren Absicht dorthin, unseren Spielstil durchzusetzen und die Partie zu gewinnen. Wir wissen, dass nur noch drei Spiele in dieser Spielzeit verbleiben, aber für uns kommt es überhaupt nicht infrage, jetzt das Tempo herauszunehmen. Im Gegenteil: Wir werden bis zum letzten Spieltag kämpfen, um das Maximum an Punkten herauszuholen.“

Lukas Scharf (Pressesprecher, Eintracht Niesky): Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende gab es für uns einiges auszuwerten. Die Pleite kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn mit den kommenden Aufgaben warten zwei schwere Partien auf uns.

An diesem Wochenende empfangen wir Radebeul. Im Hinspiel konnten wir dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit einen Rückstand noch in einen Sieg umwandeln. An diese Leistung wollen wir anknüpfen und auch diesmal die drei Punkte einfahren.

Allerdings hat sich Radebeul im Laufe der Saison stark stabilisiert und spielt mittlerweile völlig verdient in der oberen Tabellenhälfte mit. Uns erwartet daher ein anspruchsvoller Gegner, der uns alles abverlangen wird.

Um den Dreier in Niesky zu behalten, müssen wir von Beginn an konzentriert auftreten, als Mannschaft geschlossen agieren und über die gesamte Spielzeit an unsere Leistungsgrenze gehen.

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Der Tabellenzweite aus Oderwitz steht nach der schmerzhaften 1:2 Pleite gegen Weixdorf unter Druck, wenn die Reise zum SV Wesenitztal ansteht. Mit 50 Punkten zittert die Mannschaft um den zweiten Platz. Das Hinspiel zwischen diesen beiden Teams war ein episches Drama, das Oderwitz knapp mit 4:3 für sich entschied. Damals erlebten die Zuschauer ein wahres Kuriosum, als Dawid Mateusz Grittner in der 6. Minute zunächst per Eigentor die Wesenitztaler in Führung brachte, ehe Nick Siegemund in der 40. Minute auf 0:2 erhöhte. Grittner avancierte danach zum Helden, traf in der 45.+2 Minute und der 68. Minute für seine Farben, während Martin Schiefner in der 65. Minute für Wesenitztal erfolgreich war. Oliver Kahle in der 70. Minute und Dawid Drumlak in der 89. Minute drehten das Spiel endgültig für Oderwitz, obwohl Moritz Wenzel in der 79. Minute die Gelb-Rote Karte sah und Dawid Więckiewicz in der 5. Minute einen Foulelfmeter vergab. Wesenitztal rangiert mit 36 Zählern auf Platz zehn und strotzt nach dem jüngsten 5:1 Erfolg gegen Dohna vor Selbstvertrauen.

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In Görlitz herrscht trotz des jüngsten 2:2 Remis gegen Striesen tiefe Trauer, da der Abstieg des Aufsteigers besiegelt ist. Die 18 gesammelten Punkte reichen nicht aus, um den Klassenerhalt zu sichern. Nun empfängt die Mannschaft den SV Chemie Dohna, der nach der herben 1:5 Schlappe gegen Wesenitztal auf Wiedergutmachung aus ist. Das erste Aufeinandertreffen in der Hinrunde endete mit einem knappen 2:1 Erfolg für Dohna. Stanley Rost brachte die Chemiker in der 51. Minute in Front, ehe Tino Niwek in der 74. Minute für Görlitz ausglich. Eric-Pascal Plodek sicherte Dohna in der 88. Minute den späten Sieg. Dohna steht mit 38 Zählern auf Platz acht, während Görlitz sich erhobenen Hauptes von den eigenen Fans verabschieden will.

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In Bischofswerda treffen zwei Mannschaften aufeinander, die mit unterschiedlichen Gemütslagen aus dem letzten Spieltag gehen. Die Reserve der Schiebocker unterlag knapp in Radeberg und belegt mit 30 Punkten den zwölften Rang. Ganz anders die Gäste vom SV Aufbau Deutschbaselitz: Der sensationelle 3:0 Erfolg gegen den Tabellendritten aus Niesky hat eine Euphoriewelle ausgelöst. Baselitz steht mit 31 Zählern auf Platz elf. Das Hinspiel entschied der Aufsteiger aus Deutschbaselitz deutlich mit 3:0 für sich, als Adrian Mehnert mit Toren in der 36. und 62. Minute sowie Justin Julian Bloch in der 68. Minute für klare Verhältnisse sorgten. Bischofswerda will sich für die Hinspielpleite revanchieren und an Baselitz in der Tabelle vorbeiziehen.

Ronny Glöckner (Trainer, Aufbau Deutschbaselitz): „Die Ausgangslage für dieses Spiel ist enorm wichtig. Aufgrund unseres jüngsten Sieges und des getankten Selbstvertrauens stehen wir aktuell über dem Strich. Dennoch wissen wir ganz genau um die Schwere der Aufgabe bei der zweiten Mannschaft von Bischofswerda. Beide Teams wollen mit einem Erfolg den Abstand nach unten vergrößern, da im Tabellenkeller noch keine Entscheidung gefallen ist – zumal, so wie es aussieht, die letzten vier Mannschaften absteigen werden.

Es ist ein hochbrisantes Spiel. Wir müssen nahtlos an die Leistungen der letzten zwei Wochen anknüpfen; vor allem an die Art und Weise, wie wir mit viel Aufwand gegen den Ball gearbeitet haben. Genau das ist die Basis für einen Erfolg am Wochenende.“

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Die SG Weixdorf schwebt nach dem sensationellen 2:1 Auswärtssieg beim Tabellenzweiten aus Oderwitz auf Wolke sieben. Mit 37 Punkten belegt die Mannschaft den neunten Rang. Nun empfängt man den Post SV Dresden, der nach der historischen 0:7 Demontage in Hoyerswerda völlig am Boden liegt. Dresden rangiert mit 30 Punkten auf dem 13. Platz. Das erste Aufeinandertreffen der Saison war eine ausgeglichene Angelegenheit und endete 1:1 unentschieden. Pascal Scheuner erzielte in der 70. Minute die Weixdorfer Führung, die Maximilian Findeisen in der 84. Minute für die Post-Elf ausglich. Weixdorf will die Euphorie nutzen, um den nächsten Dreier einzufahren, während Dresden dringend ein defensives Stabilitätskonzept benötigt.

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Der Meister kann die Korken knallen lassen, hat mit der SG Dresden Striesen jedoch noch eine ganz persönliche Rechnung offen. Der souveräne Primus thront mit 67 Zählern einsam an der Spitze, musste in der Hinrunde jedoch eine seiner seltenen Niederlagen einstecken, als man in Dresden mit 3:5 unterging. In jener denkwürdigen Partie brachte Paul Jockusch den FSV zwar in der 11. Minute in Führung, doch Eric Zimmermann in der 16. und 47. Minute, Phillip Schweizer in der 33. Minute, Tim Schröter in der 41. Minute per Foulelfmeter sowie Levin Alexander Thäsler in der 54. Minute zerlegten den Favoriten regelrecht. Die weiteren Treffer von Jockusch in der 73. Minute und Sebastian Fularz in der 86. Minute waren nur noch Ergebniskosmetik. Striesen reist als Tabellensechster mit 44 Punkten an und will dem Meister erneut ein Bein stellen, während Neusalza die Schmach mit einem Heimsieg tilgen möchte.

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Der SV Bannewitz erlebte am vergangenen Wochenende ein sportliches Fiasko, als man mit 1:6 in Zschachwitz unterging. Diese Pleite besiegelte endgültig den Abstieg des Aufsteigers, der bei 18 Punkten stagniert. Zu Gast ist der Radeberger SV, der nach dem hart umkämpften 2:1 Heimsieg gegen Bischofswerda mit 45 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz steht. Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit für Radeberg, das einen souveränen 4:0 Erfolg feierte. Mark Bürger in der 33. Minute, Oliver Hirsch mit einem Doppelpack in der 64. und 65. Minute sowie Eric Bachmann in der 88. Minute machten damals kurzen Prozess. Radeberg will Platz vier verteidigen, während Bannewitz Schadensbegrenzung betreiben muss.

Kevin Klinkicht (Spieler, Radeberger SV): „Wir gehen mit einem klaren Ziel in das nächste Pflichtspiel gegen Bannewitz: Wir wollen weiterhin die ‚5‘ vorne bei der Punktzahl stehen haben und die erfolgreichste Sachsenklasse-Saison der Radeberger Vereinsgeschichte spielen. Auch wenn bei Bannewitz nach dem bereits feststehenden Abstieg der Druck raus ist und der Gegner dadurch befreiter aufspielen kann, wissen wir um unsere Favoritenrolle. Dieser wollen wir mit voller Konzentration, maximalem Einsatz und dem klaren Anspruch, die nächsten Punkte einzufahren, absolut gerecht werden.“

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