2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligabericht

Wernbergs Monster-Moral – Raindorfer Schützenfest – Hahnbach klettert

Bezirksliga Nord, der Sonntag: Pfreimd verspielt im Derby einen Zwei-Tore-Vorsprung +++ Furth im Wald trotzt in Vohenstrauß einer langer Unterzahl +++ Tännesberg landet Befreiungsschlag

von Florian Würthele · Heute, 17:53 Uhr · 0 Leser
Der FC Wernberg (in Weiß, hier gegen Weiden II) kam im Derby gegen Pfreimd bärenstark zurück.
Der FC Wernberg (in Weiß, hier gegen Weiden II) kam im Derby gegen Pfreimd bärenstark zurück. – Foto: Dagmar Nachtigall

Der FC Wernberg hat an der SpVgg Pfreimd erfolgreich Revanche genommen für die bittere Hinspielniederlage. Und wie! Die Mannschaft um den Ex-Pfreimder Bastian Lobinger kämpfte sich nach einem 0:2-Rückstand bärenstark zurück und gewann das Lokalderby noch verdient mit 3:2. Tolle Moral zeigte auch der FC Furth im Wald. Die Drachenstädter erkämpften sich in Vohenstrauß trotz einer Roten Karte (38.) einen 2:0-Auswärtssieg. Neuer Tabellenzweiter ist der SV Hahnbach. Die Freisinger-/Geilersdörfer-Truppe sicherte sich bei der SG Chambtal einen 2:0-Arbeitssieg und überholt damit die SpVgg SV Weiden II. Den ja fast erwarteten Verlauf nahm das Heimspiel des FC Raindorf, der den designierten Absteiger SpVgg Schirmitz mit 7:0 vom Feld fegte.


Karl-Heinz Pittoni (Trainer FC Raindorf): „Wir haben gegen einen tiefstehenden und ergebnisorientierten Gegner auch in der Höhe verdient gewonnen. Meine Mannschaft hat geduldig gespielt und nahezu nichts zugelassen.“


Lucio Lobinger (Sportlicher Leiter TSV Tännesberg): „Ein wahnsinnig wichtiger und verdienter Heimsieg für uns in einem kampfbetonten Bezirksligaspiel mit einer guten spielerischen Note. Kompliment an meine Jungs, die abermals alles am Platz gelassen haben. Wir haben aktuell eine gute Phase, die jedoch kein Zufall ist. Intern weiß jeder in der Mannschaft wieso und weshalb. Wir dürfen jetzt keinen Millimeter nachlassen, fahren nächsten Sonntag nach Upo und werden dort wieder alles am Platz lassen.“


Tobias Berger (Trainer SG Chambtal): „Hahnbach hat druckvoll begonnen, wir haben uns dann aber gut in die Partie reingearbeitet, haben gute Gegenwehr gezeigt uns und nach vorne ein, zwei Möglichkeiten erspielt. Leider kassierten wir kurz vor der Halbzeit nach einem leichtfertigen Ballverlust das 0:1. In der zweiten Halbzeit haben wir nochmal alles versucht. Man hat gesehen, dass der Wille da ist. Letzten Endes hat die Durchschlagskraft nach vorne in gewisser Weise gefehlt. In der ein oder anderen Situation waren wir ein bisschen zu zaghaft, um so eine Top-Mannschaft zu bestrafen. Gratulation an Hahnbach zum Sieg.“


Bastian Lobinger (Spielertrainer FC Wernberg): „In der Anfangsphase haben wir uns das Leben selber schwer gemacht und durch zwei Fehler zwei Gegentore kassiert. In der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen wir dann besser ins Spiel und konnten durch einen Traumfreistoß ausgleichen. In der zweiten Halbzeit muss ich sagen, dass wir richtig gut im Spiel waren und das Spiel dann voll auf unsere Seite gezogen haben. Wir hatten nahezu alles im Griff und drehten das Spiel verdient. Es blieb bis zum Schluss spannend, weil wir es verpassten den Deckel drauf zu machen. Insgesamt hat man gemerkt, dass wir es mehr wollten. Wenn wir die zwei Fehler außer Acht lassen, dann war es eine sehr gute Leistung und ein verdienter Derbysieg, der jetzt natürlich angemessen gefeiert werden muss.“



Michael Hartlich (Trainer SpVgg Pfreimd): „Wir hatten in der ersten Halbzeit 20 gute Minuten. Hier konnten wir mit 2:0 in Führung gehen. Kurz vor der Halbzeit haben wir dann ein direktes Freistoßtor kassirt. In der zweiten Halbzeit kamen wir nicht mehr in unser Spiel. Deswegen ist das Ergebnis in Ordnung. Glückwunsch an Wernberg!“


Martin Schuster (Trainer SpVgg Vohenstrauß): „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. In Sachen Lauf- und Kampfarbeit haben wir uns bemüht. Die lange Überzahl sollte es für uns einfacher machen. Trotzdem hat es heute nicht gereicht. Wenn wir vorne keine Tore schießen und hinten immer wieder kassieren, holst du leider keine Punkte. Zurzeit müssen wir versuchen, hinten stabiler zu stehen und selbst ein, zwei Tore zu schießen.“

Alois Stoiber (Trainer FC Furth im Wald): „Riesenkompliment an die Mannschaft für eine überragende Kampfleistung. Leider waren wir in den ersten 30 Minuten etwas fahrlässig mit unserer Chancenverwertung, sonst hätten wir vielleicht früher den Deckel draufmachen können. Das Ergebnis wird etwas getrübt von der brutal harten Entscheidung zur Roten Karte – solche Urteile können sich in dieser Phase unmittelbar auf Abstiegskampf und Saisonverlauf auswirken. Mit Ausnahme dieser Situation aber auch ein Lob an das Unparteiischen-Gespann.“