
Am Ende einer jeden Saison in der Landesklasse ist eine Frage besonders spannend: Wer will? Wer will nicht? Wer will in welcher Konstellation den Gang in die Thüringenliga wagen? Wir bringen Licht ins Aufstiegsdunkel der Landesklasse 1.
Sportlich betrachtet kommen für den Aufstieg in die Thüringenliga nur die Top3 der Landesklasse 1 in Frage. Dies sind der TSV Gera-Westvororte, SV Schmölln 1913 und BSG Chemie Kahla. Im Fall der Fälle würden aber nur der TSV Gera-Westvororte sowie BSG Chemie Kahla den Gang unter bestimmten Voraussetzungen in die Thüringenliga wagen. Der SV Schmölln würde auch im Meisterfall nicht vom Aufstiegsrecht Gebrauch machen. In den folgenden Statements äußern sich die Vereinschefs der drei Topteams zum Thema Aufstieg.
Die Stimmen zur (Nicht-)Meldung:
Heiko Linke (Präsident TSV Gera-Westvororte): Wir haben uns bereits Anfang April einstimmig für einen möglichen Aufstieg in die Thüringenliga ausgesprochen. Allerdings wollten wir zu allererst unsere Mitglieder über diesen möglichen Schritt informieren bevor wir es an die Öffentlichkeit gegen. Das haben wir dann Ende April auf unserer Mitgliederversammlung gemacht und dafür die Zustimmung der Mitglieder und aller Abteilungen bekommen. Wichtig ist für mich noch, dass durch den Aufstieg keine andere Abteilung benachteiligt wird. Voraussetzung für den Gang in die Thüringenliga ist dabei der erste Platz am Saisonende. Wir steigen definitiv nur als Meister auf. Zudem freuen wir uns, dass wir diesen möglichen Schritt mit Daniel Gehrt machen werden, der seinen Vertrag verlängert hat. Weiterhin haben alle Spieler ihre Zusage für die Thüringenliga gegeben. Zudem werden wir weiterhin unserer Philosophie treu bleiben und mit Gerschen Jungs arbeiten. Wir werden kein großes Geld in die Hand nehmen und Legionäre verpflichten. Unsere Vereinsphilosophie sieht dies nicht vor. Als Präsident habe ich aber eine ganz andere Verantwortung zu tragen. Schließlich müssen wir als kleiner Verein in der Lage sein, die höheren finanziellen Herausforderungen zu meistern. Sportlich will sich die junge Mannschaft eine Klasse höher ausprobieren.
Tobias Härdrich (Vizepräsident Chemie Kahla): Wir haben uns im Verein darauf verständigt, dass wir vom Aufstiegsrecht Gebrauch machen würden, wenn wir den ersten oder zweiten Tabellenplatz erreichen sollten. Dies wäre natürlich nur der Fall, sofern die Mannschaft, die im Falle einer Vizemeisterschaft vor uns stehen würde, nicht vom Aufstiegsrecht Gebrauch machen möchte. In Zukunft möchten wir vermehrt auf unseren eigenen Nachwuchs bauen, weshalb wir diesbezüglich auch eine mögliche Spielgemeinschaft in Aussicht haben. Darüber hinaus sind wir uns auch darüber im Klaren, dass wir den Kader auch in der Breite verstärken müssen. In dieser Saison haben uns die vielen Verletzten schwer zu schaffen gemacht.