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Wer krönt sich – und darf vom DFB-Pokal träumen?

Kreispokal Bochum

von Isaija Zecevic · 23.02.2026, 09:00 Uhr · 0 Leser
Wattenscheid 09 gilt als größter Favorit auf den Kreispokal-Titel - aber sind sie wirklich unschlagbar?
Wattenscheid 09 gilt als größter Favorit auf den Kreispokal-Titel - aber sind sie wirklich unschlagbar? – Foto: Stefan Binger

Im Kreispokal Bochum spitzt sich die Lage zu: Das Viertelfinale steht an: Mit SV Langendreer 04, TuS Harpen, CSV SF Bochum-Linden, SG Wattenscheid 09, DJK TuS Ruhrtal Witten, VfB Günnigfeld, SV Schwarz-Weiß Eppendorf und Concordia Wiemelhausen sind noch acht ambitionierte Mannschaften im Rennen. Für sie alle geht es nicht nur nur um den Einzug ins Halbfinale, sondern um eine realistische Titelperspektive, sportlich wie strukturell.

Der Kreispokal ist Teil des offiziellen Spielsystems des Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW). Der Sieger qualifiziert sich für den Westfalenpokal und kann sich dort mit höherklassigen Teams messen. Über diesen Wettbewerb besteht theoretisch sogar der Weg in den DFB-Pokal – bei einem Titelgewinn auf Verbandsebene. Auch per Finaleinzug im Westfalenpokal wäre ein Einzug in den DFB-Pokal wahrscheinlich, weil Mannschaften wie Verl, meistens sowieso qualifiziert sind und man aufrückt. Entsprechend hoch ist die sportliche Relevanz des Viertelfinales. Betonen muss man aber, dass jede Mannschaft außer Wattenscheid 09 im Westfalenpokal ziemlich früh ausscheiden würde - vielleicht aber auch die, wenn sie früh an einen starken Gegner geraten.

SG Wattenscheid 09 bringt als klangvoller Traditionsverein und mit Oberliga Erfahrung strukturell starke Voraussetzungen mit und ist klarer Favorit auf den Titel! In der Liga steht man mit nur einer Niederlage auf dem 1. Platz und darf so auch weiter vom Aufstieg in die Regionalliga West träumen. Die Titelchance im Pokal ist jedenfalls realistisch hoch, insbesondere aufgrund individueller Qualität und Spieltiefe.

Concordia Wiemelhausen verfügt ebenfalls über ambitionierte Strukturen und hat in den vergangenen Jahren auf Westfalenliga Niveau agiert. Auch hier ist die Wahrscheinlichkeit eines Finaleinzugs objektiv als gut einzustufen, sofern die Form stimmt. Ein Pokalniederlage gegen Wattenscheid 09 wäre natürlich die wahrscheinlichste Variante, die aber nicht eintreten muss.

TuS Harpen bewegt sich traditionell in der Landesliga und gilt als unangenehme Pokalmannschaft. Ihre Titelchancen sind realistisch, insbesondere wenn sie Heimspiele ziehen und defensiv stabil auftreten. Sie zählen zum erweiterten Favoritenkreis und dürfen träumen.

SV Langendreer 04, SV Schwarz-Weiß Eppendorf, CSV SF Bochum-Linden, VFB Günnigfeld und DJK TuS Ruhrtal Witten gehen eher als Außenseiter ins Viertelfinale, verfügen im Pokal jedoch über intakte Möglichkeiten. In K.-o.-Spielen nivellieren sich Leistungsunterschiede, weshalb ihre Titelchance als moderat, aber keineswegs ausgeschlossen einzustufen sind. Es bliebe jedoch eine Sensation, wenn einer von den genannten ins Finale einziehen würde.

Insgesamt ergibt sich ein ausgeglichenes Feld mit zwei bis drei klar strukturell begünstigten Teams und mehreren ambitionierten Herausforderern. Der Kreispokal bleibt ein Wettbewerb, in dem Favoritenstatus allein keine Garantie ist – drei Siege trennen jede Mannschaft vom Titel und vom Schritt Richtung Westfalenpokal.

Viertelfinal Tipps:

SV Langendreer 04 - Tus Harpen 1:3

CSV SF Bochum Linden - SG Wattenscheid 09 1:4

DJK TuS Ruhrtal Witten - VFG Günnigfeld 2:1

SV Schwarz-Weiß Eppendorf - Concordia Wiemelhausen 0:4