Analog zur Süd-Staffel steht auch in der Bezirksliga Nord nur noch eine einzige Entscheidung aus. Und zwar die, wer als Vizemeister über die Ziellinie geht. Der SV Hahnbach und der FC Wernberg kämpfen am morgigen letzten Spieltag im Fernduell um den Einzug in die Relegation zur Landesliga. Beide Aufstiegsanwärter bestreiten dabei vermeintliche Pflichtaufgaben.
Die zweitplatzierten Hahnbacher haben es in der eigenen Hand, könnten bei einem Ausrutscher – auswärts wartet der Abstiegs-Relegant DJK Arnschwang – jedoch von Wernberg überholt werden. Die Lobinger-Mannen liegen nur einen Punkt zurück. Und hätten im Falle einer Punktgleichheit den direkten Vergleich klar gewonnen. Selbst treffen die Lobinger-Mannen daheim auf die abgestiegene SG Chambtal.
Aufmerksame Betrachter der Tabelle dürften festgestellt haben: Theoretisch könnte die SpVgg SV Weiden II punktgleich mit Hahnbach und/oder Wernberg ins Ziel kommen. Aufgrund der Direktvergleiche sind die Wasserwerkler aber definitiv raus aus dem Rennen. Sollte Wernberg verlieren, ist Hahnbach auch im Falle einer eigenen Niederlage sicher Vizemeister, da es den Direktvergleich mit Weiden für sich entschieden hat. Für den äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass alle drei Teams mit 57 Punkten abschließen, würde eine Sondertabelle aus allen Direktduellen des Trios herangezogen werden. Dann wäre Wernberg und nicht Hahnbach Zweiter (Wernberg 7 Punkte, Weiden 5, Hahnbach 4).
Den ersten Matchball konnte die Mannschaft vom Trainerduo Franz Geilersdörfer / Bastian Freisinger nicht verwandeln. Mit 1:2 ging letzten Sonntag das Heimspiel gegen Pfreimd verloren. So ist nochmal Zittern angesagt. Im Landkreis Cham soll der Sack im zweiten Anlauf zugeschnürt werden. „Wir wollen natürlich dieses Spiel gewinnen, egal was die Situation drumherum hergibt. Es ist unser Anspruch, in Arnschwang zu gewinnen. Gegen Pfreimd haben wir keine gute Leistung gezeigt und nun geht es darum, wieder unser anderes Gesicht zu zeigen. Mehr ist es nicht“, gibt Hahnbachs Spielertrainer Bastian Freisinger im Vorfeld zu Protokoll. Gegner DJK Arschwang hat seit vergangenem Samstag Gewissheit, dass der Gang in die Abstiegs-Relegation unvermeidbar ist. Dementsprechend gilt es sich jetzt warm zu spielen. Das letzte Match der Regelsaison ist für die Hartl-Crew im Grunde bedeutungslos. Ob dieser Umstand die Aufgabe für die Gäste einfacher macht, sei mal dahingestellt.
Weniger Druck dürfte Wernberg verspüren, weil man es ja ohnehin nicht in der eigenen Hand hat. Eines ist aber gewiss: Sollte Hahnbach patzen, wollen die Grün-Weißen zur Stelle sein. Mit einer starken Frühjahrsrunde hat sich der FC überhaupt erst in die Position gebracht, bis zum Ende um den Aufstieg mitspielen zu können. „Wir wollen unser letztes Heimspiel siegreich gestalten und unsere Spieler, die aufhören oder uns verlassen, mit einem Sieg verabschieden“, erklärt Spielercoach Bastian Lobinger. Zum Fernduell mit Hahnbach sagt er: „Die Mannschaft kennt die Situation aus dem letzten Jahr und wir gehen es locker an. Wir haben unsere Aufgabe und die heißt Chambtal. Wir wollen den dritten Platz absichern und was dann passiert, liegt nicht in unserer Macht. Egal was am Samstag passiert, wir haben eine gute Saison gespielt.“ Die SG Chambtal steht seit dem vergangenen Spieltag als Absteiger in die Kreisliga fest und kann befreit aufspielen. Was das angeht, herrscht also eine ähnliche Lage wie im Parallelspiel bei der DJK Arnschwang.
Die weiteren Partien des 30. Spieltags, in denen es nur noch um die Goldene Ananas geht: