
Am späten Samstagabend werden nur noch vier Teams im Wettbewerb übrig sein: Im dachbleche24-Landespokal von Sachsen-Anhalt werden die Halbfinalisten gesucht. So gehen die verbliebenen Teams das Viertelfinale an.
Auf dem Papier ist es das hochklassigste Duell des Viertelfinals: Mit der SG Union Sandersdorf und dem VfB Germania Halberstadt treffen zwei Oberligisten aufeinander. Beide standen sich erst vor einem Monat um Punkte gegenüber - damals setzten sich die Halberstädter durch einen Lucky Punch mit 2:1 in Sandersdorf durch.
Nun wollen die Unioner den Spieß umdrehen. "Wir treffen auf einen Ligakonkurrenten, haben ein Heimspiel und wollen zwingend ins Halbfinale", sagt Trainer Thomas Sawetzki. "Dafür sind wir sehr gut vorbereitet und kennen den Gegner gut." Zwar muss der 44-Jährige im Viertelfinale auf einige Spieler verzichten, die die er zur Verfügung hat seien aber "hochmotiviert und haben nur ein Ziel: das Halbfinale", erklärt Sawetzki.
Dasselbe Ziel verfolgen allerdings auch die Gäste aus Halberstadt. "Entscheidend wird sein, dass wir den Fokus komplett bei uns behalten", blickt VfB-Coach Manuel Rost dem Pokalfight im "Germanen-Echo-TV" entgegen. "Dann gilt es genau wie in jeder anderen Runde auch: Jede Runde hat ihre eigenen Hürden und ihre eigenen Schwierigkeiten - und die gilt es zu lösen. Wir haben das klare Ziel, dass wir in die nächste Runde kommen wollen und damit unser erstes Teilziel, im Pokal zu überwintern, erreichen", so Rost weiter.
Landesliga gegen Regionalliga: Das Duell David gegen Goliath steigt am Sonnabend im Hallenser Stadtderby in Giebichenstein. Turbine Halle empfängt den mehrfachen Titelverteidiger Hallescher FC. Zum ersten Mal seit September 2018 - damals gewann der HFC souverän mit 8:0 - treffen beide Stadtkontrahenten wieder aufeinander. Die Mitteldeutsche Zeitung überträgt exklusiv im Livestream.
Die Favoritenrolle ist dabei klar. "Wir sind uns der Schwere des Spiels bewusst", sagt Turbine-Coach Robin Seitenglanz und betont zugleich: "Wir haben aber trotzdem Bock darauf und wollen unsere Prinzipien auf den Platz bringen." Immerhin spielt der aktuelle Tabellenzweite der Landesliga Süd eine starke Serie. Im Pokal-Highlight wolle man "den HFC so gut es geht und so lange es geht ärgern", sagt Seitenglanz. "Dann gucken wir, was dabei herausspringt."
Dagegen will der Hallesche FC - wie zuletzt im Achtelfinale bei Rot-Weiß Kemberg (8:0) - möglichst früh für klare Verhältnisse sorgen, um nicht in die Bredouille zu kommen. "Unser Kontrahent wird uns den Sieg nicht schenken. Daher müssen wir fokussiert sein und alles reinhauen", warnt Angreifer Lucas Ehrlich, der in Kemberg einen Viererpack geschnürt hatte, auf der HFC-Homepage vor Turbine Halle.
Ein Verbandsligist bucht auf jeden Fall das Halbfinale: Der SV Eintracht Emseloh und der SC Bernburg duellieren sich am Sonnabend um das Ticket für die Runde der besten Vier. Das Liga-Duell Ende September konnten die Bernburger zu Hause mit 3:1 für sich entscheiden. Nun kommt es zum schnellen Wiedersehen in Emseloh.
"Wir müssen aus dem verlorenen Punktspiel unsere Lehren ziehen. Dort waren wir in der ersten Halbzeit gut im Spiel, haben sogar geführt, und wurden in Halbzeit zwei dann eiskalt bestraft", sagt Christian Schlolaut aus dem Eintracht-Trainergespann mit Steffen Heyer. "Wir waren nicht diszipliniert und zu halbherzig, darum haben wir das Spiel verloren. Und genau das ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Spiel am Samstag." Bernburg komme "mit Rückenwind aus dem Punktspiel gegen uns", sei "bissig, körperlich robust und offensiv gefährlich", weiß Schlolaut: "Wir dürfen uns davon nicht beeindrucken lassen, sondern müssen den Kampf annehmen."

Auf einen wahren Pokalfight stellen sich auch die Bernburger ein. "Der Wille wird in diesem Spiel der entscheidende Faktor", sagt SCB-Coach Torsten Lange. "Beide Mannschaften wissen über die Stärken und Schwächen des Gegenüber. Ich denke, dass ich niemanden vor diesem Spiel motivieren muss", ergänzt der 38-Jährige. Zwar sei das Viertelfinal angesichts der aktuellen Verletzungs- und Krankheitssorgen "keine leichte Aufgabe", sagt Lange: "Aber Jammern hilft nicht, sondern Ärmel hochkrempeln. Getreu dem Motto: Jetzt erst recht!"
Auf dem Weg ins Viertelfinale hatte es der SSV 80 Gardelegen bisher noch nicht mit einem höherklassigen Gegner zu tun bekommen. Dies wird sich am Sonnabend ändern. Dann ist der SV Dessau 05, der zuvor Oberligist VfL Halle 96 (3:2 n.V.) aus dem Pokal warf, auf der Rieselwiese zu Gast. Dann heißt es: Landesliga gegen Verbandsliga.
"Wir freuen uns natürlich, dass wir es so weit geschafft haben", sagt SSV-Trainer Nathanael Hopperdietzel. "Die Jungs spielen eine super Saison, stehen nicht zu unrecht da, wo sie in der Landesliga stehen, und haben sich gut durchgefightet durch die letzten Pokalrunden." Nun wolle der Tabellenführer der Landesliga Nord "auch einem Verbandsligisten Paroli bieten", betont Hopperdietzel im Wissen: "Dessau ist eine sehr gute Mannschaft, hat sich super verstärkt und spielt einen guten Fußball." Darin liegt womöglich aber auch eine Chance für den Underdog: "Für uns ist es vielleicht das leichteste Spiel dieser Saison, weil der Druck nicht so auf uns liegt ist wie in der Liga."
"Für uns macht die Favoritenrolle im Pokal keinen Unterschied, wie wir gegen Zorbau und den VfL Halle gezeigt haben", entgegnet derweil 05-Coach Dimitrios Mitsis. Nach zuletzt drei Verbandsliga-Dreiern in Folge und den beiden Ausrufezeichen in den vergangenen Landespokal-Runden ist die Zielstellung für die Nullfünfer klar: "Wir fahren mit Selbstvertrauen dorthin, wir spielen eine gute Saison und sind motiviert, Dessau nach fast 15 Jahren wieder ins Halbfinale zu bringen." Ob als Favorit oder nicht.

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