
Für den FC Einheit Bad Berka steht am Wochenende das nächste Highlight an. Als Tabellenführer reist die Mannschaft von Trainer Marcel Radecker zum schweren Auswärtsspiel beim SV Schmölln. Es ist ein Duell zweier Topteams – mit großer Bedeutung im Aufstiegsrennen.
Dass Bad Berka eine starke Saison spielt, kommt für Trainer Marcel Radecker nicht völlig überraschend – zumindest mit Blick auf das vorhandene Potenzial: „Ehrlich gesagt war mir das Potenzial der Mannschaft ja bekannt.“ Sein Ansatz war dabei klar formuliert: „Ich war mir sicher, dass wenn wir bezogen auf letzte Saison einfach 20 Tore mehr erzielen und 20 Tore weniger bekommen, dass wir oben mitspielen können.“ Dass die Ausgangslage nun sogar noch besser ist, hätte er so allerdings nicht erwartet: „Dass jetzt neun Spieltage vor Schluss es in unserer Hand liegt aufzusteigen, hätte ich mir natürlich nicht vorstellen können.“ Den Erfolg schreibt Radecker dabei nicht sich allein zu: „Das ist aber nicht nur mein Verdienst, denn das geht nur im Verbund mit meinen Betreuern und Co-Trainern sowie dem Torwarttrainer.“ Auch aus der Mannschaft heraus komme viel Input: „Großen Anteil haben natürlich Denis, Max und Eisi, die mich in der Trainingsgestaltung unterstützen.“
Als Tabellenführer ist die Diskussion um Meisterschaft und Thüringenliga unausweichlich – doch Radecker bleibt klar in seiner Haltung: „Natürlich ist der Punkt Aufstieg ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen, wenn es soweit ist.“ Eine Bedingung stellt er dabei deutlich heraus: „Ich kann nur eins mit Sicherheit sagen: Wenn, dann kommt der Aufstieg überhaupt nur als Meister in Betracht.“
Ein Blick auf die bisherigen Spitzenspiele zeigt: Bad Berka ist da, wenn es darauf ankommt. Gegen direkte Konkurrenten wie Weimar, Zwätzen oder die Eurotrink Kickers holte man starke sieben Punkte aus drei Spielen. Eine einfache Erklärung dafür hat Radecker jedoch nicht: „Das kann ich so gar nicht sagen.“ Vielmehr sei die Herangehensweise immer gleich: „Gewinnen wollen wir jedes Spiel – egal ob gegen den Letzten oder den Ersten. Dennoch sieht er gewisse spielerische Faktoren: „Natürlich liegen uns Mannschaften, die Fußball spielen wollen, etwas besser.“ Gleichzeitig habe man aber auch gegen defensivere Teams überzeugt: „Wir haben uns auch schon gegen tiefstehende Mannschaften bewiesen.“ Sein Fazit: „Ich denke, dass wir einfach Bock darauf haben, Mannschaften in unseren Tabellenregionen zu besiegen.“
Mit dem SV Schmölln wartet nun die nächste große Herausforderung. Für Radecker ist klar, welche Qualität der Gegner mitbringt: „Der SV Schmölln ist eine Spitzenmannschaft der Landesklasse – und das seit Jahren.“ Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die eigene Leistung: „Es ist immer eine schwere Aufgabe, gegen sie zu bestehen.“ Für ein erfolgreiches Ergebnis brauche es nahezu Perfektion: „Um ein bis drei Punkte in Schmölln mitzunehmen, braucht es von uns 100 Prozent der ganzen Mannschaft, mit eventuell ein paar Ausbrüchen nach oben.“
Die Marschroute für das Wochenende – und die restliche Saison – ist klar formuliert: „Wir fahren natürlich nach Schmölln, um unseren Vorsprung in der Tabelle zu halten.“ Und auch die Rechnung für den ganz großen Wurf ist simpel: „Wenn wir noch neunmal gewinnen, werden wir Meister.“