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„Wenn man einfach auf die Tabelle schaut, müsste man zufrieden sein“

FuPa-Teamcheck: Der Landesligist VfB Krieschow II trotzt Personalsorgen und bleibt oben dran. Trainer Thomas Schmidt blickt zurück und nach vorne.

von red · 29.01.2026, 11:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Alexander Grimm

Trainer Thomas Schmidt äußert sich im FuPa-Teamcheck zur Hinrunde des VfB 1921 Krieschow II in der Landesliga Süd. Trotz großer personeller Schwierigkeiten steht die Mannschaft in der Spitzengruppe – getragen von Stabilität, Nachwuchsförderung und dem Wissen, noch besser werden zu können.

Zwischenfazit zur Hinrunde
Der VfB 1921 Krieschow II überwintert auf Rang vier der Landesliga Süd. Trainer Thomas Schmidt ordnet das Ergebnis differenziert ein. „Wenn man einfach auf die Tabelle schaut, müsste man eigentlich zufrieden sein.“ Gleichzeitig verweist er auf die Umstände: „Die Hinrunde war von großen personellen Schwierigkeiten geprägt.“

Verletzungen in der Oberligamannschaft und im eigenen Team hätten dazu geführt, „dass wir meistens nur mit 12 bis 13 Feldspielern unterwegs waren“. Häufig sei „zumeist sogar ein A-Jugendlicher dabei“ gewesen. Trotz dieser Lage hält Schmidt fest: „Und trotzdem hätten wir bei optimalem Verlauf eine noch bessere Ausgangsposition für die Rückrunde erzielen können.“

Punkteausbeute über Erwartung, aber nicht am Limit
Der Blick auf die Zahlen bestätigt den positiven Eindruck. „Wir haben nach der Hinrunde schon fast so viele Punkte geholt, wie in der gesamten letzten Saison“, sagt Schmidt. Damit hätten sich seine Erwartungen „sogar mehr als erfüllt“. Dennoch bleibt er kritisch: „Gerade gegen die Mannschaften, die aktuell im Mittelfeld platziert sind, haben wir zu viele Punkte liegen lassen.“

Ursache sei erneut die dünne Personaldecke gewesen. „Explizit in diesen Spielen machte sich die dünne Spielerdecke bemerkbar. Wir konnten kaum auf Spielentwicklungen reagieren.“ Sein Fazit: „Der Kern der Mannschaft hat sein Potential überdurchschnittlich abgerufen. Aber ich weiß auch, dass wir noch besser werden können.“

Stabilität als klares Zeichen der Entwicklung
Auf einzelne Highlight-Spiele verzichtet Schmidt bewusst und hebt stattdessen die Gesamtentwicklung hervor. „Ich möchte eher feststellen, dass wir uns gegenüber der Vorsaison deutlich stabilisiert haben.“ Ein Punkt ist ihm besonders wichtig: „Wir hatten kein Spiel dabei, in dem wir deutlich unterlegen waren.“

Ergebnisse und Nachwuchsförderung im Gleichgewicht
Der Trainer beschreibt klar die Ausrichtung der zweiten Mannschaft. „Der grundlegende Ansatz besteht darin, junge Spieler zu entwickeln und Spielern des Anschlusskaders der Oberligamannschaft vernünftige Spielpraxis zu ermöglichen.“ Der sportliche Erfolg stehe dabei nicht unter Druck. „Klar wollen wir uns bestmöglich platzieren, aber der Verein macht da keine Vorgaben.“ Schmidt betont: „Da habe ich schon seit Beginn der Zusammenarbeit keinen Druck.“

Das Spannungsfeld entstand aus seiner Sicht durch die Verletzungssituation. „Das einzige Spannungsfeld entstand durch die vielen Verletzungen.“ Gleichzeitig ergaben sich daraus Chancen: „Viele junge Spieler wurden im Trainingsbetrieb in die erste Mannschaft hochgezogen und wir haben die Zusammenarbeit mit der A-Jugend forciert und somit in alle Richtungen Durchlässigkeit hergestellt.“

Ansatzpunkte für die Rückrunde
Inhaltlich bleibt der Plan klar. „Wir verfolgen den Ansatz, jedes Spiel selbst gestalten zu wollen.“ Der damit verbundene Ballbesitz stelle Anforderungen: „Der damit verbundene Ballbesitz erfordert mehr Aktivität für bessere Lösungen.“ Ein wiederkehrendes Problem benennt Schmidt offen. „Wir geraten noch zu oft in Rückstand und haben dann gegen kompakte Gegner Schwierigkeiten, unser Spiel durchzudrücken.“

Zudem bleibt die personelle Flexibilität ein Thema. „Ich bin mir bewusst, dass auch in der Rückrunde die Kaderzusammensetzung stark variieren wird.“ Deshalb gelte: „Unser Ansatz muss klar und einfach bleiben.“ Ziel sei es außerdem, „uns noch mehr der Spielphilosophie der ersten Mannschaft anzunähern“.

Vorbereitung unter schwierigen Bedingungen
Die Rückrundenvorbereitung läuft bereits. „Wir sind schon in der Vorbereitung“, erklärt Schmidt. Der Start sei jedoch schwierig gewesen. „Auch unser Auftakt ist durch die Witterungsbedingungen holprig.“ Konkrete Testspiele sind terminiert: „Vereinbarte Testspiele werden am 07.02. gegen Peitz und am 22.02. gegen Sielow durchgeführt.“ Darüber hinaus gilt: „Weitere Spiele sind in Planung.“

Inhaltliche Schwerpunkte im Training
Die Ausrichtung in der Vorbereitung ist klar definiert. „Wir werden, wie wohl alle Mannschaften, an unserer Physis arbeiten.“ Parallel dazu sieht Schmidt Handlungsbedarf im Spiel mit Ball. „Parallel gilt es, unsere Abläufe bei Ballbesitz zu verbessern.“

Bewegungen im Kader und im Trainerteam
Personell gibt es einen Abgang. „Ein schmerzhafter Abgang steht mit Dominik Heinze fest.“ Der Trainer erläutert die Hintergründe: „Der talentierte Torwart wollte regelmäßigere Spielzeiten, die ihm durch verschiedene Faktoren in seiner kurzen Zeit bei uns bedauerlicherweise nicht gegeben werden konnten.“ Schmidt betont: „Wir wünschen ihm alles Gute.“

Zugänge sind nicht geplant. „Zugänge sind aktuell nicht vorgesehen.“ Allerdings gibt es eine interne Entwicklung. „Lediglich ist seit Januar der 18-jährige Arvin Krautz im Männerbereich spielberechtigt.“ Er habe „die gesamte Hinrunde im Oberligateam“ trainiert. Schmidt sagt dazu: „Hier bin ich sehr gespannt, wohin der Weg geht.“

Zudem gibt es eine Verstärkung im Staff. „Besonders freue ich mich, dass wir Paul Voß als Co-Trainer für die zweite Mannschaft gewinnen konnten.“ Schmidt hebt hervor: „Er kam aktiv auf den Verein zu und möchte gern auf hohem Niveau aktiv sein und das erlernte Wissen aus den Lizenzlehrgängen erfolgreich anwenden.“

Zielsetzung: Entwicklung vor Ergebnisdruck
Auch mit Blick auf die Rückrunde bleibt die Priorität klar. „Auch hier bleibt das vorrangige Ziel, junge Spieler zu entwickeln.“ Das konkretisiere sich darin, „die Zusammenarbeit mit der A-Jugend weiter voranzutreiben und gute Voraussetzungen für die abgestellten Spieler der 1. Mannschaft zu gewährleisten“.

Gleichzeitig spürt Schmidt die Ambitionen im Team. „Ich spüre natürlich auch, dass die Spieler, die den Kern der zweiten Mannschaft bilden, mit dem aktuellen Tabellenplatz ein wenig hadern.“ Die Einschätzung innerhalb der Mannschaft sei klar: „Auch sie erkennen, dass wir mit all den Schwierigkeiten eine gute Hinrunde gespielt haben.“ Und der Blick geht nach vorn: „Wir aber auch bei einem optimalen, verletzungsarmen Verlauf der Rückrunde noch besser werden können.“ Der Trainer formuliert es so: „Die Spieler wissen, dass sie noch einmal ein Höhepunkt in ihrer Zeit als Spieler erzielen könnten.“

Tabellenlage der Landesliga Süd
Der VfB 1921 Krieschow II steht nach 15 Spielen mit zehn Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen sowie einem Torverhältnis von 44:22 auf Platz vier der Landesliga Süd. Die Spitzengruppe ist eng beisammen – und Krieschow II bleibt mittendrin.