
Worms. Mit Interimstrainer John Antuna macht sich der Tross des VfR Wormatia Worms am Samstag auf den Weg ins Saarland, mit dem Wunsch, nach dem 4:2-Sieg gegen Ludwigshafen am vergangenen Wochenende auch beim SV Auersmacher (15 Uhr) drei weitere Punkte einzufahren. Mit dabei beim abstiegsgefährdeten Tabellensechzehnten ist auch wieder Kapitän Sandro Loechelt, der die Woche noch etwas dosiert trainiert hat, beim SVA, Stand Donnerstagnachmittag, aber sein Comeback in der Wormser Startelf geben soll. Zur Freude seines Interimschefs: „Sandro ist unser Anführer, ein Unterschiedsspieler”, sagt Antuna, und ergänzt: „Er hat einen großen Einfluss auf unsere jungen Spieler. Seine Rückkehr wäre natürlich super”
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Kandidaten landen in WhatsApp-Gruppe
Kaum Einfluss hat John Antuna hingegen auf die Dauer seines Interimsjobs. Florian Natter, der Vorsitzende des Vereins, sagt: „John hat bislang einen guten Job gemacht und mit dem Sieg gegen Ludwigshafen haben wir uns ein bisschen Ruhe verschafft.” Heißt: Der neue Trainer soll zwar schnell gefunden werden, der VfR-Präsident weiß die Mannschaft beim eigentlichen U19-Trainer der Wormatia aber in guten Händen. Wie weit fortgeschritten die Gespräche der Wormatia-Verantwortlichen bei der Trainersuche inzwischen sind, verrät Natter nicht. Aber er erklärt: „Wir befinden uns in konkreten Gesprächen und haben uns inzwischen einen kleinen Kreis ausgeguckt, bei denen wir nun in die Tiefe gehen.”
Am Ende dieser Gespräche, so Natter, könne es aber sein, dass die Suche von vorne losgehen müsse. „Das wir aus diesem Kreis am Ende einen Namen ziehen, kann, muss aber nicht so sein.” Die meisten Kandidaten bringen der Sportliche Leiter Aydin Ay und Fatih Köksal (Sportlicher Koodinator) auf die Agenda. „Aydin Ay ist mit seinen Kontakten natürlich federführend”, berichtet Natter, “aber wir haben auch Bewerbungen von Kandidaten direkt erhalten.” In einer gemeinsamen WhatsApp-Gruppe werden die Namen der möglichen Tretter-Nachfolge gesammelt, im direkten Austausch dann evaluiert sowie diskutiert und anschließend erste Gespräche mit dem neuen möglichen Trainer in die Wege geleitet. Der Vereinspräsident sagt: „Klar ist, dass wir was machen, bei dem wir am Ende alle dahinterstehen.”
Aber wann kann denn mit einer Einigung und einer Verkündung gerechnet werden? „Das ist schwer zu prognostizieren, weil es dazu ja auch immer zwei Seiten braucht”, mag sich Natter auf keinen Zeitplan einlassen. „Das kann innerhalb der nächsten Tage passieren oder eben noch etwas dauern. Die Chancen für die nächste Woche stehen fifty-fifty.”
Weitaus konkretere Aussagen lassen sich den Wormatia-Verantwortlichen zur Personalsituation entlocken. Bis auf die langzeitverletzten Stefano Maier und Evzi Saiti, steht John Antuna derzeit der gesamte VfR-Kader zur Verfügung. Auch der bislang leidgeplagte Abwehrspieler und Sommerneuzugang Miguel Costa macht das Mannschaftstraining wieder komplett mit. Was im Umkehrschluss natürlich bedeutet, dass auch mehrere Spieler den Sprung in den Spieltagskader der Wormaten für die Partie in Auersmacher nicht schaffen werden. Antuna sagt: „Ich darf 20 Jungs in den Kader nehmen und mit den drei Torhütern haben wir aktuell 23 Spieler im Training.“