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Wenig Tempo, aber viel Kampf – Kellerduell bleibt ohne Gewinner trotz sechs Toren

Kein Sieger in Eiseskälte

von Robert Ohl · 25.11.2025, 10:08 Uhr · 0 Leser
3:3 trennten sich AEG Dachau und SV Odelzhausen: Der Versuch von Alexandros Tanidis in dieser Szene fand nicht sein Ziel.
3:3 trennten sich AEG Dachau und SV Odelzhausen: Der Versuch von Alexandros Tanidis in dieser Szene fand nicht sein Ziel. – Foto: Robert Ohl

Sechs Tore in 90 Minuten klirrender Kälte. Beide Teams kämpfen verzweifelt um den Klassenerhalt in der Kreisklasse München.

Das Kellerduell der Fußball-Kreisklasse München 1 AEG Dachau gegen SV Odelzhausen fand keinen Sieger. Nach 90 Minuten in klirrender Kälte hieß es 3:3.

„Über den Verlauf der Saison können wir nicht zufrieden sein“, sagte AEG-Sprecher Jorgo Andreadis vor dem Anpfiff. „Wir haben im Sommer gute neue Transfers getätigt, und keiner der Spieler, die schon da waren, hat den Verein verlassen, leider ist da noch keine komplettes Team zusammengewachsen.“ Wegen Urlaubs in den ersten Wochen und Verletzungen sei es nicht möglich gewesen, mit derselben Startformation zwei Spiele hintereinander zu bestreiten. „Unser Ziel war ein sicherer Mittelfeldplatz, jetzt geht es um den Klassenerhalt“, so Andreadis. In der Winterpause will AEG personell noch einmal nachlegen, vor allem im Sturm.

SV Odelzhausen Torschütze Edelmann schießt Traumtor ins Kreuzeck

Auch SVO-Trainer Oliver Beck ist mit dem bisherigen Saisonverlauf alles andere als zufrieden, vor allem nach der letzten Niederlage bei Schlusslicht Röhrmoos. „Wir haben zu viele Ausfälle, die wir nicht auffangen können.“ Dennoch habe die Leistung häufig gepasst. Aber sieben Punkte sind natürlich unzureichend. Beck hofft, dass wichtige Spieler nach der Winterpause wieder zur Verfügung stehen. Beck: „Wir glauben fest an den Klassenerhalt, das Potenzial dafür ist da.“

Das Spiel auf dem Kunstrasen in Dachau-Ost bot wenig Tempo, dafür viel Kampf – und frühe Tore. Das 0:1 erzielte Paul Platanov schon nach zwei Minuten mit einem Schuss aus acht Metern. Postwendend fiel das 1:1 durch Konstantinos Kebaptzis, der aus 16 Metern abzog, der Schuss war unhaltbar (5.).

Das schönste Tor des Nachmittags erzielte der 43-jährige SVO-Kicker Andreas Edelmann in der 13. Minute. Sein 25-Meter-Schuss schlug im rechten Kreuzeck ein. Doch wieder hatten die Dachauer eine passende Antwort: Vasilios Tselempis kam im Strafraum vollkommen frei zum Schuss und vollendete eiskalt (15.). Und noch einmal ging Odelzhausen in Führung: In der 22. Minute erzielte Maximilian Lindenthaler aus zehn Metern das 3:2 für den SVO.

Kein Gewinner im Kampf um den Klassenerhalt – beide Seiten ärgern sich

AEG setzte aufs Spielerische, was in den ersten 25 Minuten auch gut aussah, dann aber hielt der SVO kämpferisch immer mehr dagegen. Odelzhausen verlegte sich bis zur Pause aufs Verteidigen, AEG wollte unbedingt den Ausgleich, blieb vor dem Tor aber zu harmlos. Den verdienten Ausgleich erzielte Charalampos Georgiadis in der 73. Minute nach einer Ecke per Kopf. Davor gab es auf beiden Seiten gute Tormöglichkeiten. AEG hatte mehr Ballbesitz, Odelzhausen konterte.

„Letztlich geht das Unentschieden irgendwie in Ordnung, auch wenn sich beide Seiten ärgern“, so SVO-Trainer Oliver Beck. Andreadis sagte, dass vor dem Tor auch das Spielglück fehle.AEG stieg durch den Punktgewinn in der Tabelle von Platz 13 auf Platz elf, der SV Odelzhausen rückte vom Tabellenende auf den Relegationsplatz vor.