
Der TSV Seebach hat seine Aufstiegschance gewahrt und gegen Bayernliga-Relegant TSV Kottern immerhin ein 0:0-Remis erkämpft. In einer über weiten Strecken zerfahrenen Partie kamen beide Teams kaum zu zwingenden Möglichkeiten. Die Beller-Truppe verpasste es, unmittelbar nach dem Seitenwechsel bei zwei guten Chancen von Jonas Hoffmann in Führung zu gehen, mussten nach einem Platzverweise für Sandro Nickl, der als letzter Mann einen Konter unterband, allerdings um das (zufriedenstellende) Ergebnis froh sein. Am Pfingstmontag (Anstoß: 16 Uhr) geht in Kemptener Stadtteil das Rückspiel über die Bühne.
Im gut besuchten Waldstadion - 894 Zuschauer verfolgten die Begegnung - neutralisierten sich beide Team im ersten Durchgang weitestgehend. Seebach hatte etwas mehr Ballbesitz, die Allgäuer lauerten vor allem auf Umschaltmomente. Viele verbissen geführte Zweikämpfe prägten das Geschehen, echte Torchancen blieben Magelware. Sowohl die Hausherren als auch die Gäste mussten bereits vor der Pause verletzungsbedingt wechseln - Luca Kapfenberger (Seebach) und Sefer Qusaj (Kottern) mussten das Spielfeld vorzeitig verlassen.
Nach der Pause wurde das Match lebendiger. Der Ex-Hankofner Jonas Hoffmann hatte innerhalb weniger Minuten gleich zweimal die Führung (53./57.) auf dem Fuß. Mitten in der besten TSV-Phase dann jedoch die kalte Dusche: Abwehrchef Sandro Nickl musste nach einem Konter die Notbremse ziehen und wurde mit Rot vom Platz gestellt. In Unterzahl machte Seebach dicht, nahm Mittelstürmer Patrick Pfisterer vom Feld und brachte dafür Innnenverteidiger Kilian Schwarzmüller. Kottern hatte nun mehr Ballbesitz, konnte den Abwehrriegel der Hausherren aber nicht knacken, so dass es beim torlosen Remis blieb.
"Es war ein typisches Relegationsspiel, bei dem beiderseits viel taktiert wurde.Beide Mannschaften haben das Risiko gescheut und daher war vor den beiden Toren fast gar nichts los. Es war keine gute Leistung von uns, dennoch können wir mit dem Ergebnis leben und wollen das Ding am Montag für uns entscheiden", gab Kotterns Chefanweiser Andreas Maier zu Protokoll.