
Im Duell zwischen dem WSV Wendschott und dem VfL Wahrenholz fielen keine Tore. In einer intensiven Partie blieb es am Ende beim 0:0, wobei beide Trainer die Begegnung im Nachgang unterschiedlich bewerteten.
Für Wahrenholz-Coach Marcel Neumann war bereits im Vorfeld klar, dass es kein einfaches Spiel werden würde. „Es war, wie vermutet, eine sehr, sehr schwere Aufgabe. Bei Wendschott tun wir uns immer schwer und haben uns gestern auch wieder schwer getan“, erklärte er nach der Partie.
In der Anfangsphase sah Neumann sein Team zunächst leicht im Vorteil. „Ich glaube, die Anfangsphase hat uns gehört“, sagte er. Doch im weiteren Verlauf entwickelte sich eine hitzige Begegnung, die stark vom Abstiegskampf geprägt war. „Klar, Abstiegskampf, da versucht man alles, mit allen Mitteln. Da haben wir uns einfach unnötigerweise anstecken lassen und waren dann im Kopf nicht mehr hell genug, um vielleicht die zweiten Bälle abzufangen oder auch mal einen Schritt schneller zu sein“, so der Wahrenholzer Trainer.
Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit eine große Chance, konnten diese jedoch nicht nutzen. „Nach vorne hin ging dann nur in der ersten Halbzeit wirklich was. Da hatten wir eine hundertprozentige, die wir machen müssen“, erklärte Neumann. Insgesamt tat sich seine Mannschaft auf dem schwer bespielbaren Platz allerdings schwer.
Auf der anderen Seite bot sich Wendschott die große Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden. Doch zweimal scheiterten die Gastgeber vom Elfmeterpunkt. „Wendschott hat zwei Elfmeter bekommen, beide verschossen. Unser Keeper hat beide gehalten gegen einen Schützen, der seit sechs Jahren nicht mehr verschossen hat, laut eigener Aussage“, berichtete Neumann. Deshalb zog er ein nüchternes Fazit: „Am Ende des Tages sind wir froh, dass wir nicht verloren haben und den Punkt nehmen wir mit.“
Ganz anders fiel die Bewertung auf Seiten der Gastgeber aus. Wendschotts Trainer Giuseppe Millemaci erklärte: „Hätte mir jemand vor dem Spiel gesagt, das wird ein 0:0-Spiel, dann hätte ich das unterschrieben. Aber nach dem Spielverlauf sind wir natürlich mega enttäuscht.“ Besonders die vergebenen Strafstöße schmerzten. „Wir haben zwei Punkte liegen lassen, weil wir die klar bessere Mannschaft waren und klar bessere Chancen hatten. Alleine zwei Elfmeter zu vergeben, sagt viel aus.“, sagte Millemaci.
Trotz der Enttäuschung blickt der Wendschotter Trainer nach vorne. „Mit der Leistung, die wir geliefert haben, haben wir die Rückrunde eingeläutet und gehen auch so in die nächsten Spiele rein“, erklärte er. Für beide Teams heißt es nun, den Fokus schnell wieder auf die kommenden Aufgaben zu richten.