2026-05-15T09:36:57.455Z

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Wendler: „Fünf Endspiele – wir müssen torgefährlicher sein“

In der Sachsenliga beginnt die „heiße Endphase“. Der SV Tanne Thalheim reist zum SV Tapfer 06 Leipzig und steht vor der Herausforderung, den knappen Vorsprung auf die direkten Abstiegsränge gegen einen formstarken Gegner zu verteidigen.

von red · Heute, 14:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Tilo Schneider

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Die Sachsenliga steuert auf ein dramatisches Saisonfinale zu. Fünf Spieltage vor dem Ende ist der Kampf um den Klassenerhalt so eng wie selten zuvor. Für den Aufsteiger SV Tanne Thalheim markiert der kommende Samstag den Auftakt in eine Serie von Partien, die Trainer René Wendler unmissverständlich einordnet: „Ja, was soll man sagen, heiße Endphase, fünf Endspiele, eins davon am Wochenende gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn.“

Die tabellarische Ausgangslage vor dem Duell in Leipzig ist hochgradig brisant. Thalheim rangiert mit 23 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz, doch der SV Tapfer 06 Leipzig lauert mit 21 Zählern auf Rang 14 in direkter Schlagdistanz. Ein Heimsieg der Leipziger würde die Erzgebirger in der Tabelle überholen und tiefer in den Abgrund reißen. Wendler warnt eindringlich vor der Formkurve des Gegners: „Sie spielen aus meiner Sicht eine sehr gute Rückrunde, zwölf Punkte bis jetzt. Zu diesem Zeitpunkt haben sie ihre Hausaufgaben erledigt und haben sich ein bisschen rauskatapultiert von ganz hinten.“

Tatsächlich reist Tapfer 06 mit einer gehörigen Portion Rückenwind an. Am vergangenen Spieltag demontierten die Leipziger den VfB Fortuna Chemnitz auswärts mit 6:2, wobei Philipp Sauer allein vier Treffer beisteuerte. Wendler weiß um die individuelle Klasse, die in der sächsischen Metropole auf seine Mannschaft wartet: „Letztendlich spielen wir gegen einen starken Gegner, die sehr gute Einzelspieler mit höherklassigen Erfahrungen in ihren Reihen haben.“

Für Thalheim geht es derweil darum, das „altbewährte Thema“ der Auswärtsschwäche endlich zu den Akten zu legen. Nach dem torlosen Remis gegen den SC Freital II, bei dem die Defensive zwar stabil stand, die Offensive jedoch erneut ohne Torerfolg blieb, wurde intern intensiv analysiert. „Wir haben nochmal engmaschig darüber diskutiert, was erforderlich ist, um dort wenigstens einen Punkt mitzunehmen“, erklärt Wendler. Der Fokus liegt dabei klar auf der Durchschlagskraft im letzten Drittel. „Wir müssen natürlich in der Offensive etwas mehr machen, müssen torgefährlicher sein, müssen den Gegner zu mehr Fehlern zwingen, um auch mal hier und dort ein Tor zu erzielen. Das ist das, was uns in der Rückrunde abhandenkommt.“

Mit lediglich 26 erzielten Saisontoren stellt Thalheim die zweitschwächste Offensive der Liga. Im Hinspiel trennten sich beide Teams noch mit einem 1:1-Unentschieden – ein Resultat, das am Samstag angesichts der Tabellenkonstellation wohl nur den Gästen aus dem Erzgebirge helfen würde. Das Ziel für die Partie ist klar definiert: „Wir wollen natürlich vor Tapfer und Eutritzsch bleiben, das ist die große Zielstellung“, so Wendler abschließend.

Nach dem Abpfiff am Samstagnachmittag wird feststehen, ob der SV Tanne Thalheim den psychologisch wichtigen Vorsprung wahren konnte oder ob der Aufsteiger erstmals seit Wochen auf einen direkten Abstiegsplatz zurückfällt.