2026-04-29T13:32:52.058Z

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Wendler: „Es wird ein Geduldspiel“ im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion

In der sächsischen Landeshauptstadt spitzt sich der Überlebenskampf der Sachsenliga zu: Der SV Tanne Thalheim trifft im direkten Duell auf den Dresdner SC. Nur ein einziger Punkt trennt die beiden Kontrahenten im Ringen um den Klassenerhalt.

von red · Heute, 11:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Dominik Rieß

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Wenn am Samstagnachmittag der SV Tanne Thalheim im ehrwürdigen Heinz-Steyer-Stadion aufläuft, geht es um weit mehr als nur ein gewöhnliches Auswärtsspiel. In der Sachsenliga ist die Phase der strategischen Manöver vorbei; es zählt nur noch das nackte Resultat. Vor dem 24. Spieltag ist die tabellarische Prekarität für beide Teams greifbar: Thalheim belegt mit 22 Punkten Rang elf, während der Dresdner SC mit 21 Zählern auf Platz 13 lauert. Damit ist diese Begegnung ein klassisches „Sechs-Punkte-Spiel“.

Thalheims Trainer René Wendler blickt mit einer Mischung aus Realismus und Vorfreude auf die Aufgabe in Elbflorenz. Nach der herben 0:4-Heimpleite gegen den Spitzenreiter aus Rabenstein am vergangenen Wochenende ist Wiedergutmachung gefragt, auch wenn die spielerische Ausgangslage komplex bleibt. „Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Beide Mannschaften brauchen die Punkte“, bringt es Wendler gewohnt sachlich auf den Punkt. Er erwartet keinen offenen Schlagabtausch, sondern eine Partie, die über die Nervenstärke entschieden wird: „Es wird ein Geduldspiel.“

Die statistischen Vorzeichen verleihen der Partie zusätzliche Würze. Beide Teams kämpfen mit ihrer Konstanz. Während der Dresdner SC zuletzt beim Tabellenvorletzten Fortuna Chemnitz nicht über ein 1:1 hinausreichte, schleppt Thalheim seine bekannte Auswärtsschwäche mit sich herum. „Sie wollen ihre Heimbilanz aufbessern und wir auswärts“, analysiert Wendler die Motivationslage. Das Hinspiel im Erzgebirge endete mit einem 1:1-Unentschieden, wobei Lukas Hirsch damals die Führung für Tanne erzielte, bevor Emilio Rau für die Landeshauptstädter ausglich.

Trotz des enormen sportlichen Drucks, der auf der Begegnung lastet, schwingt bei den Gästen aus dem Erzgebirge auch eine gewisse Hochachtung vor dem Rahmen der Partie mit. Der Dresdner SC gehört zu den traditionsreichsten Vereinen des Landes, und die Kulisse in Dresden ist für Sachsenliga-Verhältnisse oft außergewöhnlich. Wendler gibt unumwunden zu: „Wir freuen uns aber, in so einem schönen Stadion mit so einer Konstellation spielen zu dürfen.“

Taktisch wird es für Thalheim darauf ankommen, die defensive Instabilität – mit 56 Gegentoren die drittanfälligste Abwehr der Liga – endlich in den Griff zu bekommen. Gegen einen Dresdner SC, der selbst nur 28 Saisontore erzielt hat, könnte eine konzentrierte Abwehrleistung bereits die halbe Miete sein. Sollte die Tanne-Elf jedoch erneut bei Standardsituationen patzen, wie es Wendler nach dem Rabenstein-Spiel monierte, droht der Sturz auf die direkten Abstiegsränge.

Anstoß in Dresden ist am Samstag um 15:00 Uhr. In diesem Duell der Tabellennachbarn wird sich zeigen, wer die nötige Ruhe bewahrt, um im Schlussspurt der Saison über dem Strich zu bleiben.