2026-03-11T14:31:18.301Z

Allgemeines

Weiter sieglos 2026: Für Mölders & sein Team wird`s immer enger

Tabellenletzter mit dem SC Wiedenbrück in der Regionalliga West: Um seinen Job muss der 40-Jährige aber dennoch nicht bangen

von Mathias Willmerdinger · 24.02.2026, 16:00 Uhr · 0 Leser
Sascha Mölders wartet mit seinem Team weiter auf den ersten Dreier 2026. Mittlerweile ist der SC Wiedenbrück Tabellenletzter in der Regionalliga West.
Sascha Mölders wartet mit seinem Team weiter auf den ersten Dreier 2026. Mittlerweile ist der SC Wiedenbrück Tabellenletzter in der Regionalliga West. – Foto: Eibner Pressefoto/Kruczynski

In der Regionalliga West wird die Luft für Sascha Mölders und seinen SC Wiedenbrück immer dünner. Am vergangenen Wochenende erkämpften sich die Ostwestfalen bei den Sportfreunden in Lotte zwar einen Punkt. In der brenzligen Lage, in der sich der Sportclub befindet, hilft der aber kaum weiter. Die Mölders-Elf wartet nach der Winterpause weiter auf den ersten Sieg. Jahresübergeifend gab`s sogar seit acht Partien keinen Dreier mehr, weshalb der SCW mittlerweile auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht ist. Sieben Punkte fehlen aufs rettende Ufer, fünf auf den Relegationsplatz. Siege müssen also dringend her für die ehemalige "Wampe von Giesing"...

In Lotte hätte sich der SC Wiedenbrück den ersten Sieg nach der Winterpause redlich verdient gehabt. Allerdings fehlte es nicht zum ersten Mal an Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. Magere 22 Saisontreffer in 20 Partien verdeutlichen, wo der Schuh drückt. Sascha Mölders war allerdings mit dem Auftritt seiner Elf sehr zufrieden: "Wir haben die Grundtugenden gezeigt, haben zahlreiche Torchancen herausgespielt und defensiv nichts zugelassen." Apropos Toreschießen: Das könnten sich die Wiedenbrücker Kicker - freilich mit einem Augenzwinkern - eventuell bei ihrem Chef abschauen. Denn wenn es der Terminplan zulässt, schnürt Mölders zuhause selbst noch die Schuhe für den SV Mering II in der Kreisliga Augsburg. Zehn Treffer in elf Einsätzen gelangen dem Ex-Profi in der laufenden Saison bisher. Keine so schlechte Quote...

Durch die Nullnummer kommen die Wiedenbrücker aber nicht vom Fleck. Schon vor der Partie hatte Mölders im Gespräch mit "RevierSport" seinen Unmut über die aktuelle Situation kundgetan: "Wenn ich auf die Tabelle schaue, dann könnte ich kotzen. Wer mich kennt, der weiß, wie ehrgeizig ich bin und wie sehr ich Niederlagen hasse. Und jetzt sind wir Letzter. Aber wir haben zum Glück einige Nachholspiele in der Hinterhand."

Dass er aufgrund der prekären sportlichen Lage und vor dem Hintergrund des drohenden Abstiegs in die Oberliga seinen Trainerjob verlieren könnte, diese Angst muss Sascha Mölders aber nicht haben. Denn erst im Dezember hatte der Verein ein Zeichen gesetzt und den Vertrag mit seinem Chefcoach bis zum Sommer 2027 verlängert. "Seit seinem Amtsantritt hat er maßgeblich zur sportlichen und strukturellen Weiterentwicklung der Mannschaft beigetragen (...)Die Vertragsverlängerung sendet ein deutliches Signal an Fans, Sponsoren und Partner des Vereins: Der SC Wiedenbrück setzt weiterhin auf langfristige Planung und eine klare sportliche Vision", erklärte der SC Wiedenbrück in einer Pressemitteilung.

Am kommenden Wochenende stehen Mölders und seine Schützlinge vor einem "Must-Win"-Spiel, wenn der Tabellen-14. Wuppertaler SV nach Wiedenbrück kommt.