2025-12-03T05:51:34.672Z

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Weißenberg konnte den 1. FC Süd nicht entscheidend ärgern.
Weißenberg konnte den 1. FC Süd nicht entscheidend ärgern. – Foto: Torsten Eichwald

Weißenberger können Süd-Fluch ein weiteres Mal nicht beenden

Bezirksligist SVG Weißenberg hat schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gegen den 1. FC Grevenbroich-Süd gewinnen können. Warum vorerst dabei bleibt.

Bereits am Mittwochabend fand bei Flutlicht die erste Partie des 13. Bezirksligaspieltags der Bezirksliga statt. Der 1. FC Grevenbroich-Süd empfing die SVG Weißenberg. Für beide Mannschaften ist das Derby ein ganz spezielles Spiel. „Ich muss meine Mannschaft vor diesem Spiel nicht motivieren“, meinte SVG- Coach Dirk Schneider vor dem Duell. Schließlich sind die Südstädter der Angstgegner der Weißenberger. Der letzte Sieg gegen Grevenbroich-Süd liegt bereits über acht Jahre zurück. Und am Mittwoch gab es mit 2:3 (0:1) die nächste Pleite für die SVG.

Häntsch kommt zu mehr Spielzeit als erwartet

Süd-Coach Christian Niebel musste in seiner Aufstellung mehrere Ausfälle in der Offensive kompensieren. In Berkay Köktürk und Resul Ahmeti fehlten unter anderen die beiden besten Torjäger. Aufgrund des Engpasses in der Sturmspitze half André Häntsch aus, der eigentlich für die zweite Mannschaft in der Kreisliga B auf Torejagd geht. „Ich schaue mir die meisten Spiele der zweiten Mannschaft an und daher kenne ich seine Qualitäten. Er ist robust, groß und kräftig, während es ihm an Laufstärke fehlt. Seine Aufgabe war es, den Ball vorne festzumachen und zu verteilen“, erklärte Niebel. In der Kreisliga B konnte der 33-jährige Bezirksliga-Debütant mit fünf Toren und vier Vorlagen in zehn Spielen überzeugen. Auch zwei Ligen höher lieferte er eine gute Leistung. „Es war abgesprochen, dass er dreißig Minuten Vollgas gibt und wir ihn dann auswechseln. Letztlich hat er sechzig Minuten gespielt. Ich glaube, er ist so viel gelaufen wie noch nie. Er hat ein sehr starkes Spiel gemacht“, fand sein Coach lobende Worte.

Dem gegnerischen Trainer Dirk Schneider fiel nicht auf, dass Häntsch sein Bezirksliga-Debüt gab. Im ersten Durchgang hatte er ganz andere Sorge aufgrund des passiven Auftritts seiner Mannschaft. „Wir lagen absolutverdient zur Pause hinten. Es scheint so, als wären die Jungs gegen unseren Angstgegner automatisch gehemmt“, so Schneider. Nach dem 0:1-Halbzeitstand für die Hausherren durch Kai Wirtz (19.) wurde es in der Weißenberger Kabine kurz laut.

Im zweiten Durchgang legte Ensar Krasniqi (50.) vom Punkt für die Südstädter nach. Der zweite Gegentreffer rüttelte die Gäste wach, die mit einem Doppelschlag von Jonas Niermiza (60.) und Paul Winkelmann (64.) innerhalb von vier Minuten den Ausgleich erzielten. „Die Mannschaft hat sich stark zurückgekämpft und sich den Ausgleich erarbeitet. So einen Auftritt hätten wir auch im ersten Durchgang gebraucht, um uns den Sieg zu verdienen“, meinte Schneider.

1. FC Süd rückt heran

Ein Fehler des Weißenberger Schlussmannes führte zur erneuten Führung der Grevenbroicher durch Marcel Hensel (70.). Zwölf Minuten später sah Ranael Ishime die Gelb-Rote Karte, weshalb die SVG gegen ihren Angstgegner erneut leer ausging. Der 1. FC Grevenbroich-Süd rückt durch den Derbysieg bis auf einen Punkt an den Tabellensechsten aus Weißenberg heran und bleibt als Tabellenneunter weiter in der oberen Tabellenhälfte. „Die Mannschaft hat die richtigen Lösungen gefunden, wir können sehr stolz über den Sieg sein. Jetzt gilt es, in den nächsten beiden Spielen die Topmannschaften aus Mettmann und Bilk zu ärgern“, sagte Niebel.

Der Weißenberger Fluch bleibt erstmal bestehen und wird vor dem Rückspiel im Mai auch noch neun Jahre alt. „In der Rückrunde werden wir den Fluch brechen“, ist sich Schneider sicher.

Aufrufe: 08.11.2025, 22:30 Uhr
RP / Import, KordiamAutor