
Trotz früher Unterzahl hat der VfL Weiße Elf Nordhorn am Sonntag eindrucksvoll Moral bewiesen und den Landesliga-Absteiger SV Bad Bentheim mit 3:1 besiegt. Durch den achten Saisonsieg festigt die Mannschaft von Trainer Frank Westerink den dritten Tabellenplatz und bleibt damit weiter in der Spitzengruppe der Bezirksliga Weser-Ems.
Dabei begann die Partie für den VfL zunächst nach Maß: Nach nur 13 Minuten gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung und schienen früh die Kontrolle zu übernehmen. Doch kurz darauf der Schockmoment – Torhüter Philip Steinbach sah nach einer Notbremse die Rote Karte. Westerink musste reagieren:
„Nach dreizehn Minuten und einer 1:0-Führung im Rücken musste ich meinen Reservetorwart aus der Dritten Mannschaft einsetzen, weil Philip Steinbach die Rote Karte wegen Notbremse gesehen hatte.“
Zum Einsatz kam Houssein Chehoury, der eigentlich kein geschulter Torhüter ist – und dennoch eine starke Vorstellung zeigte. „Houssein ist nicht mal gelernter Torwart, aber hat seine Sache gut gemacht.“ Unterstützt wurde er von einer überragend kämpfenden Defensive, die in Unterzahl kaum etwas zuließ. „Er konnte sich aber auch auf seine Vorderleute verlassen, die in Unterzahl einen richtig guten Job gemacht haben. Wir haben fast alles sehr gut wegverteidigt.“
Trotz der numerischen Unterlegenheit blieb Nordhorn gefährlich und konnte noch vor der Pause per Freistoß auf 2:0 erhöhen. Nach dem Seitenwechsel hielt die Westerink-Elf den Druck der Bentheimer weitgehend stand. „Auch in der zweiten Halbzeit haben wir bis auf ein paar wenigen Flanken von außen nicht mehr viel zugelassen.“
In der Schlussphase setzte der VfL schließlich den entscheidenden Konter: „Wir konnten einen der wenigen Entlastungsangriffe zum 3:0 nutzen und den Deckel draufmachen.“ Zwar gelang den Gästen kurz vor Schluss noch der Ehrentreffer, doch dieser kam zu spät, um die Nordhorner Siegesserie zu gefährden. „Das 3:1 kam dann zu spät.“
Mit dem Erfolg behauptet Weiße Elf Nordhorn Tabellenplatz drei (26 Punkte) und bleibt punktgleich mit den viertplatzierten Sportfreunden Schwefingen, wodurch das Titelrennen auch in Zukunft spannend bleiben wird.