
Am 25. Spieltag der Bezirksliga Braunschweig Staffel 2 empfängt der Tabellenletzte SV Teutonia Groß Lafferde den TSV Schwicheldt. Während die Gäste im engen Tabellenkeller jeden Zähler benötigen, will Groß Lafferde vor heimischer Kulisse erneut als unangenehmer Gegner auftreten.
Die tabellarischen Voraussetzungen sind eindeutig, die Bedeutung der Partie dennoch hoch. Der TSV Schwicheldt belegt mit 27 Punkten aus 20 Spielen den achten Tabellenplatz, liegt jedoch nur wenige Punkte vor den gefährdeten Rängen. In der dicht gedrängten unteren Tabellenhälfte kann sich die Situation binnen eines Spieltags verändern.
Der SV Teutonia Groß Lafferde steht mit sechs Punkten aus 21 Spielen auf Rang 15 und damit abgeschlagen am Tabellenende. Nach nur einem Saisonsieg und 21:82 Toren ist die Mannschaft bereits abgestiegen.
Dennoch zeigte Groß Lafferde zuletzt phasenweise Widerstandskraft, auch wenn das jüngste Heimspiel gegen den Tabellendritten TSV Germania Lamme mit 1:5 verloren ging.
Für den TSV Schwicheldt geht es darum, sich weiter vom unteren Tabellenbereich abzusetzen. Nach der Niederlage gegen den SV Arminia Vechelde gelang zuletzt mit dem 3:1 gegen den VfB Peine eine wichtige Reaktion.
Trainer Benjamin Weiß warnt jedoch ausdrücklich vor dem Tabellenletzten. „Von unserem nächsten Gegner erwarte ich nach wie vor, dass sie alles reinwerfen werden, was sie haben. Sie wollen auch uns ärgern“, sagte Weiß.
Entsprechend fordert der Trainer volle Konzentration: „Wir müssen da hellwach sein. Das ist genauso eine schwere Aufgabe, wie sie heute war oder wie jedes Spiel ist.“ Weiß sieht vor allem Mentalität als Schlüssel im Saisonendspurt: „Können wir die Leidenschaft und die Einsatzbereitschaft mitnehmen, dann ist es schwer, uns zu schlagen.“
Beim Tabellenletzten bleibt die Außenseiterrolle klar verteilt. Kapitän Tim Paul formuliert die Erwartungshaltung nüchtern: „Niemand erwartet von uns und auch wir selber nicht, dass wir jetzt sechs Punkte holen in den beiden Spielen.“
Dennoch will die Mannschaft ihre verbleibenden Heimspiele nutzen, um konkurrenzfähig aufzutreten. „Wir sind trotzdem motiviert, Paroli zu bieten, gerade bei unseren Heimspielen vor heimischer Kulisse“, sagte Paul.
Zugleich verweist er auf jüngere Auftritte gegen höher platzierte Gegner: „Wir haben in den vergangenen Spielen gezeigt, dass wir unangenehm sein können.“ Das Ziel für Sonntag ist entsprechend klar umrissen: „Offenes Visier, wir wollen punkten.“
Das erste Aufeinandertreffen entschied Schwicheldt nur knapp mit 1:0 für sich. Kudlek erzielte damals den einzigen Treffer der Partie in der 70. Minute.
Das Hinspiel deutete bereits an, dass Groß Lafferde trotz Tabellenlage schwer zu bespielen sein kann. Gerade auf eigenem Platz dürfte die Mannschaft erneut versuchen, über Einsatz, Zweikampfführung und einfache Abläufe im Spiel zu bleiben.
Schwicheldt reist zwar als Favorit an, wird sich angesichts der Tabellenkonstellation und der Warnungen des eigenen Trainers jedoch auf eine umkämpfte Partie einstellen müssen.