
Der FC Megas verliert kurios. Garmisch-Partenkirchen II und Kohlgrub trennen sich Remis. Penzberg II unterliegt in Eschenlohe.
FC Bad Kohlgrub – 1. FC Garmisch-P. II⇥0:0
Das Ergebnis überraschte keinen, wenn zwei der besten A-Klassen-Teams und die besten Abwehrreihen aufeinandertreffen. Mit dem 0:0 zwischen Bad Kohlgrub und Garmisch-Partenkirchen II lebte aber nur ein Team gut: die Landesliga-Reserve. „Ein Sieg wäre schmeichelhaft gewesen“, sagt Trainer Evangelos Chatzis. Einmal hatten die Kohlgruber mehr Chancen, zudem kämpften seine Mannen massiv mit der Umgebung. Gut was los war am Kohlgruber Rasen, den Chatzis als „hoch und uneben“ beschreibt – und damit als Gift für eine Mannschaft, deren Spiel auf Kurzpass angelegt ist“.
Das wussten die Ammertaler freilich, passten ihre Taktik an Platz und Gegner an, setzten auf lange Bälle sowie auf Umschaltspiel und dominierten damit die Anfangsphase. Über zwei vergebene Top-Chancen ärgerte sich Markus Burkart auch Stunden nach dem Abpfiff noch. Eine weitere Szene mit FC-Torwart Jalal Khalil, dem besten Mann der Gäste, brachte die Kohlgruber zum Kochen. Locker 30 Meter vor dem Tor wählte er als Mittel zum Zweck seine Hand, um einen gefährlichen Angriff zu stoppen. Dafür gab’s einen Freistoß. Kein Gelb, kein Rot, wie es die Kohlgruber gerne gesehen hätten. „Ist hart“, sagt Markus Burkart. Danach ging es zwar weiter ruppig zur Sache – unter anderem ein Nasenbeinbruch bei Tobias Ollert – nur vor den Toren ereignete sich nichts mehr.
FC Megas – SV Bad Heilbrunn II⇥6:7
Sie warteten und warteten, aber manch ein Spieler tauchte nicht auf im Käfig. Darunter auch der Torhüter. Und so stand der FC Megas wenige Momente vor dem Anpfiff vor einer nicht ganz unwichtigen Frage: Wer soll eigentlich ins Tor? Victor Ogunlana, eigentlich ein Mittelfeldmann, erklärte sich dazu bereit. Dass das nur schiefgehen konnte, war Trainer Ioannis Hristoforidis praktisch da schon klar. „Respekt an den Jungen“, sagt er. Trotzdem kassierte der arme Tropf natürlich ein „billiges Tor“ nach dem anderen. Ein extrem bitterer Nachmittag mit sechs eigenen Treffern endete unter diesen kuriosen Umständen 6:7 gegen die Bad Heilbrunner Reserve, die damit in der Tabelle mit dem FC gleichzieht.
Doppelt kurios: Beim Gegner wiederum herrschte dermaßener Torhüter-Überschuss, dass gleich zwei Keeper – Christoph Hüttl und Alihan Uzun – beide im Feld aufliefen und auch noch trafen. „Mit sechs Toren musst du die eigentlich vom Platz hauen“, sagt Ioannis Hristoforidis. Sein Team dominierte das Geschehen, musste aber Ei um Ei schlucken. Die Treffer von Hassan Bakar (2), Hamed Makwana, Sayed Mozafari sowie Rafail Tziogkidis – stärkster Mann der Gastgeber – blieben wirkungslos. Den erschienenen Mannen macht der Coach freilich keinen Vorwurf. „Maximal bitter, dass beim wichtigsten Spiel des Jahres so was passiert und die Jungs im Stich gelassen werden.“
FC Mittenwald – SV Krün ⇥2:2 (1:0)
Keinen Sieger gab es vor 200 Zuschauern im Isartaler Lokalderby zwischen dem FC Mittenwald und dem SV Krün. In einem Duell auf Augenhöhe stand es am Ende 2:2 – den Chancen auf beiden Seiten nach hätte es auch 4:4 heißen können. Der FC ging nach einem von Fabian Rotter in der 34. Minute verwandelten Elfmeter in Führung. Nach der Pause lenkte Krüns Spielertrainer Matthias Schmidt in der 62. Minute einen Schuss des glänzend freigespielten FCM-Stürmers Tim Hocker unglücklich zum 2:0 für Mittenwald ins eigene Netz. Doch Krün kämpfte sich heran und verkürzte in der 69. Minute durch einen von Hubert Holzer verwandelten Elfmeter auf 2:1. Mit dem 2:2-Ausgleich konnte Eigentorschütze Schmidt seinen Fehler in der 82. Minute ausbügeln. „Wir sind in den ersten 20 Minuten schlecht in die Zweikämpfe gekommen“, sagt Schmidt. „Wenn wir unsere Chancen verwertet hätten, wären wir als Sieger vom Platz gegangen“, analysierte Mittenwalds Kapitän Josef Gerstmeier.
SC Grainau – FC Kochelsee-S. ⇥2:2 (2:0)
Zwei recht unterschiedliche Halbzeiten boten die beiden Teams. „Von unserer Seite war es eine sehr gute erste Halbzeit“, sagte Grainaus Trainer Christoph Saller, bedauerte aber gleichzeitig, „dass wir nach dem Seitenwechsel nicht mit dem nötigen Selbstvertrauen weitergespielt und die Räume nicht wie im ersten Abschnitt nutzen konnten.“ Sein Gegenüber vom FC Kochelsee Schlehdorf, Andreas Mathäus, musste zugeben, dass der Rückstand zur Halbzeitpause aus zwei krassen Schnitzern resultierte. „Da haben wir den Ball zu sehr unglücklichen Momenten verloren.“ Und so konnten die Platzherren durch einen Doppelschlag die Partie zunächst einmal auf ihre Seite ziehen. Tassilo Süßl sorgte für das 1:0, ehe Ludwig Scherer zwei Minuten später durch einen direkt verwandelten Freistoß erhöhte. „Eigentlich hätten zuvor wir schon in Führung gehen müssen“, fand Mathäus, „aber leider haben wir nicht die richtige Entscheidung getroffen.“
Nach einer Kabinenpredigt lief es im zweiten Abschnitt deutlich besser für die Gäste. Der eingewechselte Kevin Kühn sorgte für den Anschluss und traf zudem den Pfosten. Für den Ausgleich musste der FCKS bis in die Nachspielzeit warten. Ein Eckball segelte nach innen, an Freund und Feind vorbei und fand dann am langen Pfosten doch noch Erolind Kamaj, der so den Endstand realisierte. „Da haben wir leider nicht mehr aufgepasst“, gab Saller zu.
SV Eschenlohe – 1. FC Penzberg II⇥3:0 (2:0)
Ein Befreiungsschlag ist dem SV Eschenlohe gelungen. Ein immens wichtiger noch dazu. „So wie die anderen Teams hinter uns gerade punkten“, betont Trainer Florian Mayr nach dem 3:0-Erfolg gegen die Reserve des 1. FC Penzberg. Bereits nach vier Minuten erwischten seine Fußballer den perfekten Auftakt. Ein Freistoß von Michael Straub klatschte an den Innenpfosten und von dort ins Tor. „Ein Geschoss“, lobt Mayr. „Das hat uns Sicherheit gegeben.“ Noch vor der Pause erhöhte Jonas Kaiser auf 2:0, und auch im Anschluss machten die Gastgeber vieles richtig. Sie ließen Ball und Gegner laufen. Einziger Kritikpunkt: Der Sieg hätte noch um einiges höher ausfallen müssen.