2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
Lieferten sich ein enges Duell: Selvedin Mesanovic (l.) und Maximilian Tauwald.
Lieferten sich ein enges Duell: Selvedin Mesanovic (l.) und Maximilian Tauwald. – Foto: Rabuser

Weil der Torhüter nicht kommt: Megas-Trainer spielt im Tor und kassiert sechs Hütten

Die Fußballer von Kochelsee-Schlehdorf dürften nicht schlecht gestaunt haben. Im Spiel gegen Megas GAP stand der Trainer des FC im Tor – und kassierte sechs Hütten.

ASV Habach II – SC Eibsee Grainau⇥1:3 (0:1)

Eine starke Leistung haben die Grainauer Fußballer am Samstag gezeigt. „Wir waren deutlich überlegen“, analysiert Christoph Saller den 3:1-Sieg über die Habacher Reserve. Sah der Trainer bereits in der Vorwoche gegen Schlehdorf eine starke Halbzeit, packten seine Mannen nun noch eine Schippe drauf. Und zwar über 90 Minuten. Im Alleingang schoss Tassilo Süßl die Gastgeber ab, weil er „einfach mal seinen Kopf ausgeschaltet hat“. In der Anfangsphase verschaffte er sich mit einer starken Körperbewegung Freiraum, sein Strahl schlug direkt neben dem Pfosten ein. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich vollendete der Stürmer sein Dribbling mit einem Schuss unter die Latte und machte mit einem Elfmeter in der Nachspielzeit den Deckel auf die Begegnung. „Wir haben nichts zugelassen. Das war eine gelungene Vorstellung.“

TSV Oberammergau – ESV Penzberg II⇥0:1 (0:1)

„Leider haben wir die erste Halbzeit komplett verschlafen“, ärgert sich Hüseyin Pekhamarat. In Halbzeit zwei wachten seine Oberammergauer zwar auf und erspielten sich viele Chancen, brachten den Gegner massiv unter Druck. „Aber die Kiste der Penzberger war wie vernagelt.“ Zugleich erwischte ESV-Torhüter Julian Staszek „einen absoluten Sahnetag“, stellt Pekhamarat anerkennend fest. Bereits ab Minute drei liefen die Gastgeber einem Rückstand hinterher durch das Tor von Benedikt Schott. Selbstverschuldet, sagt der TSV-Coach. „Wir waren selbst in Ballbesitz, verlieren den Ball leichtfertig und schon war es passiert.“ Auch einen Elfmeter konnten die Platzherren nicht zum Ausgleich nutzen. Florian Noll scheiterte an Staszek, den Nachschuss setzte Timo Rolles an den Pfosten.

SV Bad Heilbrunn II – SV Eschenlohe ⇥0:3 (0:1)

3:0 beim Letzten klingt nach einem entspannten Nachmittag. Aber das entspricht nicht der Realität. Bad Heilbrunn rauschte nach zwei Siegen in Folge mit einem Selbstvertrauen aus der Kabine, das Florian Mayr und seinen Eschenloher Fußballern kurz bange wurde. „Ganz schwierige Anfangsphase, in der wir Glück hatten“, sagt der Trainer. Torwart Max Schneider entschärfte das Nötige, vorne verschob sich alles in die Heilbrunner Hälfte. Das 1:0 fiel per Freistoß, als Florian Schorer vor dem heraus eilenden Torwart an den Ball kam. Hälfte zwei sah aus Eschenloher Sicht nicht mehr dominant aus. Auf die Defensive setzte Mayr. Schließlich wusste er um die Wichtigkeit der Partie. „Bei einer Niederlage wäre es eng geworden.“ Ludwig Oswald und Philipp Mann, die zwei stärksten Eschenloher, machten alles klar.

1. FC Penzberg II – FC Bad Kohlgrub ⇥0:3 (0:1)

Nichts an diesem Erfolg glänzte. Aber das war auch nicht nötig. Markus Burkart, der Kohlgruber Trainer, wusste: Um die jungen Penzberger zu schlagen, braucht es keine Hexenwerke. „Wichtig ist nur, dass keiner auslässt.“ Das bekam er gut vermittelt. Alle spielten grundsolide, einer sogar groß auf. Lukas Gutmann gehörte in der Jugend zu den Jahrgängen der JFG Ammertal, die von Erfolg zu Erfolg eilten. Danach verschoben sich die Prioritäten. Seit dieser Saison kickt der Familienvater wieder und zeigte in Penzberg, dass ein Torinstinkt nicht verloren geht. „Super engagiert und immer dabei“, lobt Burkart. Zwei Treffer gelangen Gutmann beim 3:0-Sieg, den übrigen steuerte Florian Kratz bei. Es hätten mehr sein können, weshalb der Coach fordert: „Wir müssen zwingender werden.“ Von Penzberg kam dabei wenig.

1. FC Garmisch-P. II – FC Mittenwald⇥6:4 (3:2)

Ein Torspektakel lieferten die Reserve des 1. FC Garmisch-Partenkirchen und der FC Mittenwald. Für Torjäger Selvedin Mesanovic vom 1. FC sind drei Tore in einer Partie aktuell keine Seltenheit. Überraschend dagegen der Dreierpack für FC-Verteidiger Maximilian Tauwald. Lange hielten die Isartaler am Gröben mit, verloren dann aber 4:6 und müssen in der Tabelle vorerst abreißen lassen. „War eine gute Mannschaftsleistung und ein verdienter Sieg für uns“, resümiert Evangelios Chatzis. Doch überdauerten die letztjährigen Probleme offensichtlich den Sommer. „Vier Standards, viermal schlecht verteidigt“, bemängelt der Coach die „komplett fehlende Zuordnung.“ Letztlich aber ist er froh, das „erwartet schwere Spiel“ gewonnen zu haben. Auf Mittenwalder Seite hadert man mit „spaßigen Gegentoren“, wie Josef Gerstmeier es formuliert. „Wir hätten das Spiel nicht verlieren müssen, aber kleine Fehler von uns führten immer sofort zu Toren.“ Insgesamt fand der Kapitän die Vorstellung auf dem ungewohnten Kunstrasen in Ordnung. „Wir sind immer wieder zurückgekommen, bis wir die letzte Viertelstunde alles aufgemacht haben.“

FC Kochelsee-S. – FC Megas GAP⇥6:0 (2:0)

Stammtorhüter Elvis Ayebare hat‘s versucht, doch es ging nicht. Seine Verletzung ließ ein Spiel nicht zu. Und Schlussmann Abdul Abdalla hat sich, nachdem er vor einer Woche einfach nicht zum Spiel erschienen ist, nach wie vor nicht bei der Mannschaft gemeldet. Also doch Ioannis Hristoforidis. Der Coach stellte sich selbst ins Tor. „War nicht so erfolgreich.“ Mit etwas Humor lässt sich so eine Niederlage eben besser verkraften. Sechs Gegentore kassierte der FC Megas gegen den FC Kochelsee Schlehdorf. Getroffen haben die Gäste gar nicht. Gerade in der zweiten Hälfte „ging bei uns gar nichts mehr“, sagt Hristoforidis. Der FCKS habe „absolut verdient“ gewonnen. Zwei Treffer, glaubt der Aushilfstorwart, „hätte ein anderer wohl rausgeholt“. Aber: Drei Chancen habe er zumindest vereitelt. Das Thema Chancenverwertung – ein heikles beim FCKS. Bei einem 6:0-Sieg gibt es nichts zu mosern, möchte man meinen. Aber eines muss Coach Andreas Matthäus – erneut – kritisieren: Dass die Männer zu selten treffen. „Das Ganze hätte zweistellig ausgehen müssen.“

Aufrufe: 027.10.2025, 11:16 Uhr
Andreas MayrAutor