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Allgemeines

Weihnachtspost sorgt für Wirbel beim FC Schaffhausen II

Interregio-Aufsteiger wird neu aufgestellt

von Redaktion regional-fussball.ch · 27.12.2024, 15:48 Uhr · 0 Leser
– Foto: regional - fussball.ch

Ein privater Investor soll es möglich machen. Der FC Schaffhausen krempelt sein in der 2. Liga interregional spielendes zweites Team gehörig um.

Die Lage für die Interregio-Klubs der Gruppe 4 aus dem Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) ist ungemütlich. Mit Bülach, Red Star und Schaffhausen II befinden sich gleich drei Teams auf einem Abstiegsplatz.

Dem nicht genug, erwischt es auch noch den schlechtesten Tabellenzwölften der vier Gruppen - er käme zur Meisterschaftshalbzeit ebenso aus der Gruppe 4 (Arbon 05).

Bei Aufsteiger Schaffhausen II, einer der betroffenen FVRZ-Mannschaften, tut sich nun aber Bemerkenswertes.

Klare Ansage an Spieler

In einer WhatsApp-Nachricht an die Spieler schreibt Junioren-Obmann Francis Balati nämlich: "Die 2. Mannschaft wird ein wenig umgebaut und mehr professionalisiert." Konkret heisst dies, dass es in Zukunft nur noch für Spieler im Kader Platz haben wird, denen es möglich ist, zwei Trainingseinheiten am Tag zu bestreiten.

Wie ist so etwas durchführbar, obwohl die FC Schaffhausen AG derzeit sogar Schulden plagen? "Es gibt einen privaten Investor, der das nötige Geld gibt. Es ist aber klar geregelt, dass dieses Geld nur zweckgebunden für die zweite Mannschaft eingesetzt werden darf", sagte Balati gegenüber "shn.ch".

Der Sohn des Geldgebers spielt auch mit

Den Namen nennen will er nicht. Laut den "Schaffhauser Nachrichten" soll es sich aber um den im Tessin lebenden russischen Millionär Leonid Novoselskiy handeln. Pikant daran: Novoselskiys Sohn Maksim spielt seit dieser Saison für das Interregio-Team. Dieser zählt zur sogenannten "Tessiner-Fraktion", der im Übrigen auch Ruben Bakwetila, Mikail Akdemir oder Keeper Samuele Rutigliano angehören.

Durch die Umstrukturierung im FCS gibt es für viele aktuelle Spieler aber nur noch zwei Möglichkeiten. Entweder sich der in der 4. Liga spielenden dritten Mannschaft anzuschliessen - oder eben den Verein zu verlassen.

Erste Abgänge bereit bekannt

Einer, der gemäss "shn.ch" den neuen Weg nicht mitgehen kann, ist der eigene Junior Mika Köberlin. Er schliesse sich jetzt dem deutschen Verbandsligisten Rielasingen-Arlen an. Oder aber auch Ricardo Frei, der sein Glück beim Gruppenkonkurrenten Bülach suchen soll. Weitere dürften ihnen folgen.

Balati führt dazu aus: "Wir müssen einen Unterbau schaffen, damit der Sprung für unsere Talente zu den Profis nicht zu gross ist. Wie fast alle Clubs in der Schweiz sind wir ein Ausbildungsverein. Wir müssen es schaffen, Talente zu Profis zu formen, um sie dann gewinnbringend verkaufen zu können."

Sprich: Die Schaffhauser wollen mit allen Mitteln den sofortigen Wiederabstieg verhindern. Und die Massnahme passt auch zu einer vor zwei Monaten getätigten Aussage von Sportchef Marc Hodel: Ziel sei es, mittelfristig in der 1. Liga zu spielen, "wir brauchen einen guten Unterbau, um Talente für die Challenge-League-Mannschaft zu generieren."

Trainerduo wird ersetzt

Wenig überraschend ist in diesem Zusammenhang auch, dass die in der WhatsApp-Nachricht für ihre Arbeit verdankten Trainer Adis Bajrami (er war erst im Herbst von Neftenbach zu den Munotstädtern gewechselt) und Assistent Andrea Atzenweiler nicht mehr die Verantwortung beim FCS II haben werden. Inskünftig soll nämlich "ein neuer Trainer mit höchster Lizenz das Teams leiten".

Bleibt noch die Frage der Nachhaltigkeit. Mit Profi-Spielern und -Trainer dürften die Kosten erheblich in die Höhe schnellen. Und dreht Finanzier Novoselskiy den Geldhahn wieder zu, könnte es mit der Aufbruchstimmung auch schnell wieder vorbei sein.

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