2026-05-06T12:44:31.715Z

Allgemeines

Weidenhausen steigt nach Spektakel ab – Baunatal verspielt Führung

31. Spieltag der Hessenliga

von red · Heute, 20:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Marco Biering

Der 31. Spieltag hat aus nordhessischer Sicht zwei sehr unterschiedliche Geschichten geschrieben. Der CSC 03 Kassel gewann das Derby gegen SV Weidenhausen furios und machte damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt, während für die Adler nach der Niederlage der Abstieg nun auch rechnerisch feststeht. KSV Baunatal wiederum verspielte in Hanau eine 2:0-Führung, womit der Anschluss an die oberen Plätze weiter abriss.

Ausnahmezustand am Kreisel

An der Jahnkampfbahn entwickelte sich ein Derby, das alles hatte – nur keine defensive Ordnung. Der CSC legte durch Jon Mogge und Mate Mustapic früh vor, ließ Weidenhausen aber noch vor der Pause durch Marius Jung und Jan Gerbig auf 2:2 herankommen. Nach dem Seitenwechsel zog Kassel erneut davon, diesmal konsequenter: Mogge, Mustapic und Alban Meha schraubten das Ergebnis zwischenzeitlich auf 6:2, ehe die Adler durch Kilian Krug und Henrik Peter nur noch verkürzen konnten.

Für den CSC war dieser wilde Derbysieg weit mehr als nur ein Spektakel. Nach dem die Konkurrenz aus Marburg und Darmstadt ebenfalls gewann, lieferten die Rothosen genau die Leistung, die sie im Abstiegskampf brauchten. Weidenhausen dagegen zeigte zwar erneut Offensivqualitäten, bekam das Spiel aber defensiv nie unter Kontrolle – und muss nach der Niederlage endgültig den Gang in die Verbandsliga antreten.

Faden verloren

Baunatal sah in Hanau zunächst wie der sichere Sieger aus. Kurz nach der Pause trafen Rami Zouaoui und Paul Kohlstädt binnen weniger Minuten zum 2:0, der KSV schien die Partie im Griff zu haben. Doch dann kippte das Spiel komplett: Ronaldo dos Santos Ferreira verkürzte sofort, Emir Sejdovic glich nur drei Minuten später aus, und Hanau nutzte die Verunsicherung der Gäste mit weiteren Treffern von Ryutaro Kishi und Mert Sinan Pekesen zum 4:2.

Aus Baunataler Sicht ist die Niederlage vor allem deshalb bitter, weil sie nach dem frühen Vorsprung kaum noch erklärbar schien. Statt mit einem Auswärtssieg noch einmal Druck auf die Teams vor ihnen auszuüben, kassierten die Nordhessen den nächsten Dämpfer und bleiben im breiten oberen Mittelfeld hängen.