2026-04-29T13:32:52.058Z

Ligavorschau

Weiden sieht »absolutes Endspiel«: Showdown um Platz zwei

Bezirksliga Nord, 28. Spieltag: Wasserwerkler-U23 empfängt Hahnbach +++ Amberger Meister-Schaulaufen gegen Schlicht +++ Kellerkracher am Steig: Inter Amberg zum Siegen verdammt +++ Lokalderby in Raindorf

von Florian Würthele · Heute, 12:05 Uhr · 0 Leser
So soll die Saison nicht enden für den FC Furth im Wald. Daher wollen die Drachenstädter das anstehende Sechs-Punkte-Spiel gegen Inter Bergsteig Amberg unbedingt gewinnen.
So soll die Saison nicht enden für den FC Furth im Wald. Daher wollen die Drachenstädter das anstehende Sechs-Punkte-Spiel gegen Inter Bergsteig Amberg unbedingt gewinnen. – Foto: Florian Würthele

Ganz oben und ganz unten ist in der Bezirksliga Nord bereits alles geklärt. Der FC Amberg hat sich vor Wochenfrist vorzeitig zum Meister gekürt. Der Traditionsklub von der Vils kehrt auf direktem Wege die Landesliga zurück. Dass die SpVgg Schirmitz den Gang zurück in die Kreisliga antreten muss, ist ebenfalls in Stein gemeißelt. Dennoch ist weiterhin für Spannung gesorgt. Und das sowohl im Auf- als auch im Abstiegskampf.

Besondere Aufmerksamkeit genießt am 28. Spieltag ein Direktduell um die Aufstiegsrelegation. Diesen Sonntag kreuzen der Zweite SV Hahnbach und der Dritte SpVgg SV Weiden II am Weidener Wasserwerk die Klingen. „Unten“ machen drei Mannschaften eine unter sich aus, die sich direkt rettet. Die anderen zwei werden in die Saisonverlängerung geschickt. Auch hier kommt es zu deinem direkten Duell.

Wer darf über die Relegation um den Aufstieg in die Landesliga spielen? Diese Frage schwebt über dem Top-Spiel zwischen der U23 der SpVgg SV Weiden (53 Punkte) und dem SV Hahnbach (56). Weil das Hinspiel mit 3:1 an Hahnbach ging, müssten die Wasserwerkler am Sonntag deutlich gewinnen, um sich den zweiten Platz krallen. Andererseits könnte der SV das Tor zur Relegation ganz weit aufstoßen. Lässt der Rangvierte FC Wernberg (50), der den direkten Vergleich mit Hahnbach gewonnen hat, gegen den formstarken TSV Tännesberg Federn, dann wären die Hahnbacher mit einem Sieg bereits sicher Zweiter und somit Relegant. Heißt auch: Wollen die Wernberger ihre kleine Restchance aufrechterhalten, muss zwingend ein Dreier her.

So weit zu den Rechenspielen. Weidens Chefcoach Josef Rodler spricht vorab gegenüber den Oberpfalz-Medien von einem „absoluten Endspiel“ und einem „absoluten Highlight“. Der Bayernliga-Stürmer hebt hervor, wie positiv es sei, dass man trotz vieler Widerstände in dieser Saison bis zum Schluss oben mitspiele. Sein Appell fürs Duell mit Hahnbach: „Wir müssen immer wach sein, gut umschalten und bereit sein zu leiden.“ Rodlers Gegenüber Bastian Freisinger, Spielercoach in Hahnbach, sah letztes Wochenende, wie seine Mannschaft die passenden Antwort auf zuvor zwei Niederlagen fand. Die Pflichtaufgabe gegen Inter Amberg wurde souverän mit 6:1 bestanden. „Klar war der Sieg wichtig fürs Selbstbewusstsein“, so Freisinger zu Oberpfalz-Medien. Vom Gedanken, von Spiel zu Spiel zu denken, lässt man sich beim Tabellenzweiten weiterhin nicht abbringen. Im Gegner sieht Freisinger eine Wundertüte: „Bei Weiden weiß man nie genau, was man bekommt und welche Mannschaft genau aufläuft.“

Im Tabellenmittelfeld geht es für sieben Mannschaften um nichts mehr. Sie haben den Klassenerhalt sicher und können auch Richtung Platz zwei nicht mehr eingreifen. Seit dem vergangenen Spieltag haben Weiden-Ost, Tännesberg, Schlicht und Ursulapoppenricht den Klassenerhalt in der Tasche. Dem Saisonendpurt können diese Teams nun ganz entspannt entgegenblicken. Anderswo wird weiter gezittert.

Ein Trio kämpft um den letzten direkten Nichtabstiegsplatz 12. In der Verlosung sind der FC Furth im Wald (28), die DJK Arnschwang (27) und der SV Inter Bergsteig Amberg (24). Die Drachenstädter haben die beste Ausgangsposition – und jetzt ein echtes Sechs-Punkte-Spiel vor der Brust. Die Stoiber-Crew tritt am Samstag am Bergsteig an. Für den Inter ist es die wohl letzte Chance auf den direkten Klassenerhalt. Bei einer Heimniederlage wären alle Chancen vertan. Auch ein Unentschieden würde der Truppe von Trainer Markus Kipry nicht recht weiterhelfen. Denn dann müssten die Amberger die letzten zwei Saisonspiele zwingend gewinnen, weil faktisch fünf Punkte an Furth aufzuholen wären (direkter Vergleich unentschieden, aber Furth mit dem deutlich besseren Torverhältnis).



Auf einen Punktverlust der Further spekuliert die DJK Arnschwang. Sie empfängt am Sonntag die bereits geretteten Sportfreunde Upo. Je nach Ausgang des Samstagsspiels, könnte Arnschwang mit einem Heimdreier an rettende Ufer schwimmen. Stark unter Druck steht der Vorletzte SG Chambtal. Er wäre aktuell direkt abgestiegen, weil der Tabellen-15. der Bezirksliga Süd, der FSV Prüfening, einen Punkt mehr auf dem Konto hat. Dementsprechend ist die SG im Endspurt zum Punkten verdammt. Die drittletzte Chance dazu ergibt sich am Samstag auswärts beim sechstgereihten FC Raindorf. Tobias Bergers Mannen gehen als Außenseiter in dieses Lokalderby.


Der 28. Spieltag im Überblick:

Samstag





Sonntag