
Ganz oben und ganz unten ist in der Bezirksliga Nord bereits alles geklärt. Der FC Amberg hat sich vor Wochenfrist vorzeitig zum Meister gekürt. Der Traditionsklub von der Vils kehrt auf direktem Wege die Landesliga zurück. Dass die SpVgg Schirmitz den Gang zurück in die Kreisliga antreten muss, ist ebenfalls in Stein gemeißelt. Dennoch ist weiterhin für Spannung gesorgt. Und das sowohl im Auf- als auch im Abstiegskampf.
Besondere Aufmerksamkeit genießt am 28. Spieltag ein Direktduell um die Aufstiegsrelegation. Diesen Sonntag kreuzen der Zweite SV Hahnbach und der Dritte SpVgg SV Weiden II am Weidener Wasserwerk die Klingen. „Unten“ machen drei Mannschaften eine unter sich aus, die sich direkt rettet. Die anderen zwei werden in die Saisonverlängerung geschickt. Auch hier kommt es zu deinem direkten Duell.
Wer darf über die Relegation um den Aufstieg in die Landesliga spielen? Diese Frage schwebt über dem Top-Spiel zwischen der U23 der SpVgg SV Weiden (53 Punkte) und dem SV Hahnbach (56). Weil das Hinspiel mit 3:1 an Hahnbach ging, müssten die Wasserwerkler am Sonntag deutlich gewinnen, um sich den zweiten Platz krallen. Andererseits könnte der SV das Tor zur Relegation ganz weit aufstoßen. Lässt der Rangvierte FC Wernberg (50), der den direkten Vergleich mit Hahnbach gewonnen hat, gegen den formstarken TSV Tännesberg Federn, dann wären die Hahnbacher mit einem Sieg bereits sicher Zweiter und somit Relegant. Heißt auch: Wollen die Wernberger ihre kleine Restchance aufrechterhalten, muss zwingend ein Dreier her.
So weit zu den Rechenspielen. Weidens Chefcoach Josef Rodler spricht vorab gegenüber den Oberpfalz-Medien von einem „absoluten Endspiel“ und einem „absoluten Highlight“. Der Bayernliga-Stürmer hebt hervor, wie positiv es sei, dass man trotz vieler Widerstände in dieser Saison bis zum Schluss oben mitspiele. Sein Appell fürs Duell mit Hahnbach: „Wir müssen immer wach sein, gut umschalten und bereit sein zu leiden.“ Rodlers Gegenüber Bastian Freisinger, Spielercoach in Hahnbach, sah letztes Wochenende, wie seine Mannschaft die passenden Antwort auf zuvor zwei Niederlagen fand. Die Pflichtaufgabe gegen Inter Amberg wurde souverän mit 6:1 bestanden. „Klar war der Sieg wichtig fürs Selbstbewusstsein“, so Freisinger zu Oberpfalz-Medien. Vom Gedanken, von Spiel zu Spiel zu denken, lässt man sich beim Tabellenzweiten weiterhin nicht abbringen. Im Gegner sieht Freisinger eine Wundertüte: „Bei Weiden weiß man nie genau, was man bekommt und welche Mannschaft genau aufläuft.“