2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligavorschau

Weiden erwartet formstarken Jahn – Gebenbacher Verletzungsschock

Bayernliga Nord, 25. Spieltag: Cham muss nach Kornburg +++ Gebenbach bleibt bei Primus Eltersdorf nur die Außenseiterrolle +++ Fortuna Regensburg forciert den ersten Dreier des Jahres

von Florian Würthele · Heute, 12:40 Uhr · 0 Leser
Die DJK Gebenbach um Leon Brandl (rechts) war zuletzt zweimal erfolgreich, muss nun aber lange ohne Jonas Obendorfer (Mitte) aufkommen.
Die DJK Gebenbach um Leon Brandl (rechts) war zuletzt zweimal erfolgreich, muss nun aber lange ohne Jonas Obendorfer (Mitte) aufkommen. – Foto: Mario Wiedel

Ein Gros der Oberpfälzer Bayernligisten ist diesmal bereits am Freitag im Einsatz. Besonderes Augenmerk gilt einem Bezirksduell. Die zuletzt zweimal erfolgreiche, aber weiter akut gefährdete SpVgg SV Weiden empfängt den äußerst formstarken SSV Jahn Regensburg II. Welcher Trend setzt sich fort? Parallel gehen der ASV Cham und die DJK Gebenbach auf Reisen. Beide Teams schlagen in Mittelfranken auf. Cham ist beim TSV Kornburg gefordert, während den Gebenbachern gegen Spitzenreiter SC Eltersdorf nur die Außenseiterrolle bleibt. Am Samstag begrüßt der SV Fortuna auf Kunstrasen den ATSV Erlangen. Klares Ziel der Domstädter der erste Punktspielsieg im neuen Jahr.


Hinspiel: 4:1. Erst Stadeln 6:0 abgefrühstückt, dann Bamberg nach einer Leistungssteigerung 3:0 bezwungen. Die SpVgg SV Weiden (14., 27) hat das Siegen und auch das Toreschießen wiederentdeckt. Starke Paraden zeigte Justin Bartl. Die neue Nummer eins im SpVgg-Tor hat sich sogleich als echte Verstärkung entpuppt. Nach einem spielfreien Wochenende endet der Heimspiel-Reigen mit dem Oberpfalzduell gegen den SSV Jahn II (6., 31). Die Regensburger sind so richtig im Aufwind, was Weidens Chefcoach Michael Riester natürlich nicht entgangen ist: „Der Jahn ist für mich aktuell die Mannschaft der Stunde. Auch wenn es das ein oder andere Team in dieser Liga gibt, das einen Lauf hat: Der Jahn hat sich mit vier Siegen aus den letzten vier Spielen aus dem Tabellenkeller rausgekämpft. Den Turnaround in so einer Lage zu schaffen, ist immer beeindruckend.“ Aber dann schlägt Riester auch gleich wieder den Brückenschlag zu seiner eigenen Truppe: „Wir wollen nach den letzten zwei Heimsiegen das selbige tun und unseren Lauf fortsetzen. Der Fokus liegt vollkommen auf uns und unserer Leistung. Wenn wir diese auf den Platz bringen, werden wir den Jahn zu Hause schlagen.“ Stürmer Stefan Pühler hat diese Woche nicht trainiert und fällt für Freitag aus. Und Verteidiger Christoph Sibler ist nach seiner Hand-OP ohnehin erstmal raus.

Wie von Riester angesprochen, sind die Jahn-Youngster glänzend aus der Winterpause gekommen. Die sehr lange und intensive Vorbereitung scheint sich bezahlt zu machen. Binnen kürzester Zeit ist die Regensburger U21 in der so engen Tabelle zahlreiche Plätze nach oben gekraxelt. Zuletzt beim 4:0-Heimsieg gegen Ingolstadt II blieb man auch nach einer gelbroten Karte standhaft in der letzten halben Stunde. „Ich bin mit unseren Leistungen im Frühjahr sehr zufrieden. Wir agieren mit viel Dynamik, üben hohen Druck gegen den Ball aus und spielen mit einer sehr hohen Intensität“, zieht Regensburgs Chefanweiser Christoph Jank ein positives Zwischenfazit. So kann und soll es weitergehen. Was will Jank beim Gastspiel am Wasserwerk sehen? „Unser Ziel für das Spiel gegen die SpVgg Weiden SV ist es, die Schlagzahl weiter zu erhöhen.“ Torjäger Fabian Ziegler hat sich zurückgemeldet und kehrt wohl ins Aufgebot zurück. Dafür fällt Noa Rettich wegen Fußschmerzen aus. Auch Volodymyr Kharabara, den Leistenprobleme plagen, ist noch keine Option.



Hinspiel: 3:1. Eigentlich nichts zu verlieren hat dieses Mal die DJK Gebenbach (8., 31). Sie reist am Freitag als Außenseiter zum Tabellenführer SC Eltersdorf (48). Der konnte vor einigen die Tagen im Spitzenspiel die Heimserie des ASV Cham beenden. Jahresübergreifend stehen die „Quecken“ bei sieben Siegen in Folge. Ein ganz dickes Brett also für die Oberpfälzer, die aber selbst im Aufwind stecken. Dank der jüngsten Heimsiege gegen den ATSV Erlangen und Neudrossenfeld – beiden Male erzielte Konstantin Plankl ein spätes Jokertor – konnte sich Gebenbach minimal Luft verschaffen im harten Abstiegskampf. „Mit dem nächsten Gegner kommt nicht nur der Spitzenreiter, sondern auch der absolute Top-Favorit auf die Meisterschaft auf uns zu“, sagt DJK-Trainer Dominic Rühl. Verstecken will man sich deshalb aber nicht im Erlanger Stadtsüden. „Wir sind bereit, eine gute Performance auf den Platz zu bringen, die auch absolut vonnöten sein wird. Letzten Endes kommt diese Herausforderung genau zum richtigen Zeitpunkt und die Jungs brennen darauf, sich dieser zu stellen“, kommen von Rühl kämpferische Töne. Personell gibt es aus dem DJK-Lager eine bittere Nachricht. Jonas Obendorfer hat sich im Training ohne Fremdeinwirkung den Oberschenkel und Schienbeinkopf gebrochen. Somit wird der junge Defensivmann, der erst letzte Woche seinen Vertrag verlängert hat, seiner Mannschaft für eine lange, ungewisse Zeit fehlen. Zusätzlich fällt Lias Birle wegen muskulärer Probleme und einer Erkältung aus. „Die vergangene Woche hat unheimlich Kraft gekostet. Wichtig war vor allem, dass wir wieder schnell regenerieren, weil so eine Woche Spuren hinterlässt. Wir wissen erfahrungsgemäß, dass es gegen Gebenbach sicher nicht weniger intensiv wird“, lässt Eltersdorfs Dauertrainer Bernd Eigner verlauten.




Hinspiel: 0:0. Platz zwei wieder futsch und die fast zweijährige Ungeschlagen-Serie bei Heimspielen zu Ende. Der ASV Cham (3., 41) ging vergangenen Freitag gegen Primus Eltersdorf schließlich als Verlierer vom Platz (1:2). Eine gut halbstündige Überzahl konnte die Maloku-Elf nicht zu ihren Gunsten nutzen. „Trotzdem werden wir jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir stehen auf und machen weiter“, gab ASV-Coach Faruk Maloku gleich nach dem Spiel von sich. Weiter geht's für die Kreisstädter mit der Auswärtsaufgabe beim TSV Kornburg (13., 27). Die individuell stark besetzte Truppe von Trainer Hendrik Baumgart steckt inmitten des großen Knäuels an Mannschaften, die nur vier Punkte auseinanderliegen. Mehr Druck liegt also bei den Mittelfranken. „Kornburg verfügt über einen beeindruckenden Kader und bringt viel individuelle Klasse auf den Platz. Dass in dieser Mannschaft reichlich Regionalliga-Qualität steckt, ist unumstritten“, zollt Maloku dem Gegner seinen Respekt. Nichtsdestotrotz werden wir uns nicht verstecken. Wir stellen uns dieser Aufgabe mit vollem Fokus und Entschlossenheit und wollen nicht mit leeren Händen nach Hause fahren.“ Zu den bekannten Ausfällen Niko Becker und Raphael Huber gesellt sich Raphael Huber. Der junge Defensiv-Allrounder hat sich verletzt.



Hinspiel: 0:2. Zwei Unentschieden, eine Niederlage, kein Sieg. Plus eine prekäre Personalsituation. Den Start ins neue Spieljahr hätte man sich beim SV Fortuna (7., 31) sicherlich anders vorgestellt. Regensburgs Übungsleiter Arber Morina sah beim vergangenen 2:2 in Hof eine „erste Halbzeit zum Vergessen. Mit dieser Leistung war ich gar nicht zufrieden.“ Die zweite Halbzeit sei viel besser gewesen. „Wir nehmen den Punkt auswärts mit.“ Jetzt soll endlich der erste Dreier in 2026 her. Dieser wäre natürlich auch angesichts der heiklen Tabellenlage wichtig. Morina ist in erster Linie ganz froh darum, dass die Serie ans Auswärtsspielen vorüber ist. Mit dem ATSV Erlangen (10., 28) ist am Samstag einer der vielen direkten Konkurrenten zu Gast. Gespielt wird allerdings nicht in der Projekt 29 Arena, sondern auf dem Kunstrasenplatz am Brandlberg. „Die Erlanger Mannschaft ist mit guten Einzelspielern bestückt, wobei sie im neuen Jahr auch noch nicht die PS auf die Straße bringen. Darauf können wir aber keine Rücksicht nehmen. Wir stehen selbst unter Zugzwang, drei Punkte zu holen und wollen sie schlagen – egal wie. Wir müssen zusehen, unser Spiel durchzubringen und unsere Möglichkeiten besser zu nutzen“, fordert Morina, der speziell vor Erlangens Ausnahmespieler Lucas Markert warnt: „Seine Kreise gilt es einzuengen, damit er in seinen Möglichkeiten eingeschränkt ist.“ Nach wie vor muss Fortuna ohne die Leistungsträger Baldauf, Da Silva und Stammkeeper Köpper auskommen. „Die personelle Situation ist für mich zurzeit ein Albtraum.“ Der angeschlagene Abwehrchef Andrea Nocerino könnte zumindest auf der Bank Platz nehmen. Positiv: Lucas Schmitt, Fredi Heelein und Artur Kamscha dürften nach überstandener Krankheit ins Aufgebot zurückkehren. Der Trainer nimmt Spieler wie Hoffmann, Sarajlic, Bockes, Lindi Morina oder seinen spielenden „Co“ Altenstrasser in die Pflicht, mit Leistung voranzugehen.