
Der FSC 1924 Lohfelden richtet seine sportliche Struktur neu aus und setzt dabei ein deutliches Zeichen für die Zukunft. Wie der Verein in den sozialen Medien mitteilte, wird die bisherige zweite Mannschaft ab der kommenden Saison als U23-Team in der Kreisoberliga Kassel an den Start gehen.
Mit der Entscheidung für ein U23-Modell verfolgt der FSC ein klares Ziel: Junge, talentierte Spieler sollen behutsamer und zugleich wettbewerbsnah an den Seniorenfußball herangeführt werden. Der Verein spricht von einer „wichtigen Brücke“ zwischen Nachwuchs- und erster Mannschaft. Damit will Lohfelden den Übergang aus dem Jugendbereich erleichtern und zugleich die langfristige sportliche Entwicklung absichern.
Die Neuausrichtung ist mehr als eine reine Umbenennung. Sie steht für den Versuch, Talentförderung und Leistungsanspruch enger miteinander zu verzahnen. In der Kreisoberliga Kassel soll die U23 den Spielern die Möglichkeit geben, sich auf gutem Niveau zu entwickeln und sich zugleich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Für den Verein ist das ein struktureller Schritt, mit dem die sportliche Zukunft gezielt aufgebaut werden soll.
Passend zu diesem Ansatz fällt auch die Wahl des Trainers aus. Mit Eduard Grosu übernimmt ein Mann, der reichlich Erfahrung mitbringt. Der gebürtige Moldauer war Profispieler, Nationalspieler und zuletzt beim Lichtenauer FV tätig. Zudem ist er in Lohfelden kein Unbekannter: Bereits in der Saison 2023/2024 gehörte Grosu dem Aufstiegstrainerteam des FSC an. Seine Rückkehr darf daher auch als bewusstes Bekenntnis zu einer Persönlichkeit verstanden werden, die den Verein und sein Umfeld kennt.
Der FSC hebt insbesondere Grosus Erfahrung, Leidenschaft und offene Art hervor – Eigenschaften, die gerade für eine junge Mannschaft von Bedeutung sein dürften. Denn die Aufgabe der neuen U23 wird nicht allein darin bestehen, Spiele zu gewinnen. Sie soll vor allem ein Entwicklungsraum sein: für Talente, für den Übergang in den Herrenbereich und letztlich auch für die Stabilität des gesamten Vereins.
Mit der Umwandlung der zweiten Mannschaft in eine U23 und der Verpflichtung von Grosu verbindet Lohfelden somit sportliche Strategie und personelle Erfahrung. Es ist ein Schritt, der über die kommende Saison hinausweist – und der erkennen lässt, dass der FSC seinen Unterbau künftig noch gezielter als Fundament für die erste Mannschaft begreift.