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Wechsel vom Ersten zum Zweiten und Rückkehr des verlorenen Sohnes

Zwei Transfers standen zur Winterpause in der Landesliga Ost im Mittelpunkt

von Stefan Holzhauser · 22.02.2026, 18:40 Uhr · 0 Leser
Norman Schmitt ist zum SV Kirkel zurückgekehrt
Norman Schmitt ist zum SV Kirkel zurückgekehrt – Foto: Sport News Südwest

Vom Spitzenreiter SVGG Hangard ist im Winter der bisherige Cheftrainer Sergio Domizio in beiderseitigem Einvernehmen zum direkten Verfolger SV Reiskirchen gewechselt und hat dort unter Chef-Spielertrainer Yannick Bach die Rolle des Co-Trainers übernommen. In Reiskirchen war Domizio bereits in den Spielzeiten 2022/23 und 2023/24 in identischer Funktion tätig gewesen - ist also nun an eine seiner früheren Wirkungsstätten zurückgekehrt. In Hangard hat nun wiederum der bisherige Co-Trainer David Lerner den Posten des Cheftrainers übernommen und auch bereits seine Zusage für die Saison 2026/26 gegeben. Aktuell führen die Hangarder (36 Zähler) mit zwei Zählern Vorsprung vor dem SV Reiskirchen das Klassement an. Und wer weiß: Vielleicht steigen ja auch beide Mannschaften in die Verbandsliga Nord/Ost auf, die in der kommenden Saison aufgrund des wahrscheinlichen Hinzukommens von Borussia Neunkirchen enorm an Attraktivität hinzugewinnen wird.

Ein echter Königstransfer war auch die Rückkehr von Torjäger Norman Schmitt vom Saarlandligisten Borussia Neunkirchen zum abstiegsgefährdeten SV Kirkel. Am 15. September 2018 hatte der heute 29-Jährige mit dem damaligen Saarlandligisten SV Rohrbach im altehrwürdigen Ellenfeldstadion spielen dürfen und diesen Tag trotz der 1:4-Niederlage niemals vergessen. Als dann das Angebot aus Neunkirchen kam, sah er die dauerhafte Chance, auf diesem bundesligaträchtigen Untergrund Tore erzielen zu können. Schmitt ist außerdem der Enkel des 2014 verstorbenen Theo Britz, der als Ehrenmitglied ganz eng mit den Borussen verbunden war. Britz hatte in seiner Funktion als "Auslandsbeauftragter" unter anderem 1990 den späteren Weltstar Jay-Jay Okocha nach seinem Wechsel ins Ellenfeld betreut. Doch das Angebot hatte Schmitt nicht aus Nostalgiegründen erhalten, sondern sich sportlich verdient: Hatte er zunächst 72 Treffer zum Aufstieg des SV Kirkel in die Landesliga beigetragen, sollten dort noch einmal nicht minder beachtliche 47 Buden folgen. Doch drei Tage vor Trainingsbeginn bei der Borussia zog sich dann Schmitt bei einem Hobbyturnier in Bildstock einen Kreuzbandriss zu. "Wie sich später herausstellte, war das Kreuzband bereits angerissen gewesen und hätte so auch im Training bei den Borussen vollständig reißen können. Es war eh eine ganz normale Bewegung ohne gegnerische Einwirkung. So oder so mache ich mir eh keine Vorwürfe. Ich hatte zuvor bereits ganz oft an Hobbyturnieren teilgenommen, ohne mich dabei zu verletzen. Ich liebe einfach das Fußballspielen rund um die Uhr", betont der Goalgetter. Als er dann im Winter nicht wusste, ob - und falls ja wie - es aufgrund der Finanzprobleme bei Borussia Neunkirchen weitergeht, hatte er sich zu einer Rückkehr nach Kirkel entschieden. Ob er verletzungsbedingt in der laufenden Runde noch einmal zum Einsatz kommen kann, ist offen. Schmitt will jetzt erst einmal in aller Ruhe wieder fit werden - und auch zu späterer Zeit eine nochmaliga Rückkehr in die Saarlandliga nicht ausschließen.