
Die in der Kreisklasse 3 Regensburg beheimatete SpVgg Willenhofen muss sich mit Blick auf die kommende Saison nach einem neuen Übungsleiter umsehen. Spielertrainer Urban Wazlawik und die Verantwortlichen haben sich nach einem konstruktiven Austausch darauf verständigt, die Zusammenarbeit am Saisonende zu beenden. Für den langjährigen Landesliga-Stürmer (38) endet die Zeit in Willenhofen damit bereits nach einem Jahr wieder.
Der Entschluss einer Trennung erfolgte im beiderseitigen Einvernehmen. „Wir haben uns zusammengehockt und miteinander beschlossen, nach einem Jahr getrennte Wege zu gehen“, berichtet Wazlawik. Letztendlich habe es für beide Seiten nicht hundertprozentig so gepasst, wie man sich das vorgestellt hatte: „Meine Vorstellungen und die der Vorstände sind am Schluss etwas auseinandergegangen. Nichtsdestotrotz herrscht weiterhin ein gutes Verhältnis vor und wir werden im Guten auseinandergehen.“ Wazlawik, der mittlerweile in Hemau wohnt, zeigt sich auch selbstkritisch: „Klar gibt es Unterschiede zwischen einem Dorf- und einem Stadtverein. Ich habe zu langsam gelernt, was ein Dorfverein so alles mit sich bringt.“
Sportlich überwintert Wazlawiks Mannschaft mit 23 Punkten aus 16 Spielen auf einem gesicherten Mittelfeldplatz. Der Zug Richtung Aufstiegsränge dürfte – trotz drei Nachholspiele – abgefahren sein. „Die Trainingsbeteiligung ist top. Wir sind Trainingsweltmeister, brachten das bislang aber nicht im Spiel rüber. So ist die Herbstrunde verlaufen“, berichtet der scheidende SpVgg-Coach, der bisher in 14 Spielen selbst auf dem Platz stand. Sein Nachfolger dürfe sich auf eine „top Atmosphäre und Motivation der Mannschaft“ freuen. Ob der spielende Co-Trainer Stephan Brüderlein (42) – ebenfalls zu Saisonbeginn gekommen – in Willenhofen weitermacht, steht noch nicht fest. „Was er als Spieler und Co-Trainer abgerissen hat, hätte ich nicht erwartet. Wir sind fast täglich im Austausch und mittlerweile ein richtig eingespieltes Team“, lobt Wazlawik.
Die Entscheidungsträger des Kreisklassisten um Uli Goß und Fritz Meier begeben sich nun auf die Suche nach einem passenden Nachfolger. Zeit bleibt ja genug. Parallel sucht Urban Wazlawik, der schon für Vilzing, Kareth-Lappersdorf, Tegernheim und Bad Abbach auf Torejagd ging, für die kommende Saison eine neue Traineraufgabe. Was sind seine Vorstellungen? Wichtig ist dem 38-Jährigen, dass bei dem Verein „das Umfeld tipptopp ist und eine ehrliche und offene Kommunikation vorherrscht“. Die Spielklasse sei da nicht entscheidend. „Gern fungiere ich weiterhin als Spielertrainer, habe noch zwei, drei Jahre im Tank.“ Das sei aber kein Muss. Auch eine Tätigkeit als reiner Linientrainer möchte Wazlawik nicht kategorisch ausschließen.