
Die SG Wattenscheid 09 steht nach der vorgezogenenen Partien des 32. Spieltags zumindest für eine Nacht wieder auf Platz 1. Das 3:3-Unentschieden gegen den DSC Arminia Bielefeld II dürfte sich aber doch eher wie eine Niederlage anfühlen. Die Kicker von der Lohrheide führten, lagen zurück und waren zur Pause doch wieder mit 3:2 in Front. Am Ende stand jedoch nur die Punkteteilung, die insbesondere die Konkurrenten ASC 09 Dortmund und SV Lippstadt 08 freut. Der SV Westfalia Rhynern ist aufgrund weniger absolvierten Partien eh in der vermeintlichen "Pole Position".
Nach einer Schweigeminute für den früheren Wattenscheider Bundesliga-Spieler Roger Prinzen, der im Alter von 57 Jahren verstorben ist, entwickelte sich eine ausgeglichene Anfangsphase mit Chancen auf beiden Seiten. In der 18. Minute brachte Albin Thaqi die Hausherren erstmals in Front. Nach einer Ecke von Mike Lewicki stand der Innenverteidiger richtig und schob zur Führung ein.
Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Julien Kracht zeigte nach einer halben Stunde seine individuelle Klasse, setzte sich im Dribbling durch und traf zum 1:1 (26.). Die Partie blieb offen – und fehleranfällig. Ein missglückter Pass von Lewicki leitete in der 36. Minute die Bielefelder Führung ein, Monti Theiß nutzte die Gelegenheit zum 1:2.
Doch Wattenscheid reagierte prompt. Erneut war es Thaqi, der nach einem Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf zum 2:2 (41.) traf und damit einen Doppelpack schnürte. Nur eine Minute später machte Lewicki seinen zuvor folgenschweren Fehler wieder gut und brachte die Gastgeber mit einem platzierten Abschluss erneut in Führung (42.). Eine turbulente erste Hälfte mit fünf Treffern fand so ihren vorläufigen Höhepunkt.
Nach dem Seitenwechsel konnte die Begegnung das hohe Tempo nicht mehr halten. Das Spiel verflachte zusehends, klare Torchancen blieben zunächst Mangelware. Erst in der Schlussphase nahm die Partie wieder Fahrt auf – und erneut war ein Standard der Auslöser: Semih Sarli brachte einen Freistoß in den Strafraum, wo der eingewechselte Obed Ofori am zweiten Pfosten zum 3:3-Ausgleich einschob (78.).
In den verbleibenden Minuten drängte Wattenscheid auf den Siegtreffer. Die größte Gelegenheit bot sich in der Nachspielzeit Robert Nnaji, doch Bielefelds Schlussmann Philip Hildesheim reagierte glänzend und verhinderte den möglichen Lucky Punch.
SG Wattenscheid 09 – DSC Arminia Bielefeld II 3:3
SG Wattenscheid 09: Joshua Mroß, Joey Gabriel, Albin Thaqi, Tom Sindermann, Eduard Renke, Mike Lewicki (82. Nico Buckmaier), Berkan Firat (69. Ilias Anan), Steve Tunga, Robert Tochukwu Nnaji, Finn Wortmann (87. Jermaine Jann), Kevin Schacht (61. Atakan Uzunbas) - Co-Trainer: Florian Bartel - spielender Co-Trainer: Nico Buckmaier
DSC Arminia Bielefeld II: Philip Hildesheim, Christopher Rasper, Semih Sarli, Justin Lukas, Fabiano Krasnic (55. Bradley Ndi), Efe Tirpan (55. Marc Gouiffe à Goufan), Julien Kracht (74. Obed Ofori), Eyyüb Yasar, Hassan Mohamad (55. Onur Yazman), Monti Theiß, Joyce Luyeye-Nkula (23. Latif-Bilal Alassane) - Trainer: Oliver Döking
Schiedsrichter: Timo Ebbing (Coesfeld) - Zuschauer: 1001
Tore: 1:0 Albin Thaqi (18.), 1:1 Julien Kracht (26.), 1:2 Monti Theiß (36.), 2:2 Albin Thaqi (41.), 3:2 Mike Lewicki (42.), 3:3 Obed Ofori (78.)
Bereits am Freitagabend hat der FC Eintracht Rheine wichtige drei Punkte für den Klassenerhalt eingefahren. Der Sieg im Münsterland-Derby beim SC Preußen Münster II war die vierte ungeschlagene Partie in Folge.
SC Preußen Münster II – Eintracht Rheine 2:3
SC Preußen Münster II: Leander Hoppenheit, Moritz Krause (94. Benjamin Hormann Evers), Michel Scharlau, Niklas Varelmann (77. Lukas Herb), Ben Menke, Tidiane Gueye (63. Luca Steinfeldt), Mikail Demirhan, Leon Kayser (69. Emanuel De Lemos), Ryan Acar, Till Hausotter, Arbnor Hoti (63. Ben Kronenberg) - Trainer: Daniel Feldkamp - Trainer: Yannick Bauer
Eintracht Rheine: Matthias Bräuer, Tim Heger, Adrian Wanner, Luca Meyer, Pascal Petruschka, Sören Wald (84. Fabian Kerellaj), Pierre Miguel De Faria Alves Pinto, Gabriel Cavar, Josha Felix Häusler (81. Lennard Maßmann), Dicle Sahin, Bennet van den Berg (94. Fynn Fellmann) - Trainer: Christian Bienemann
Schiedsrichter: Ali Magrouda (Wanne-Eickel) - Zuschauer: 275
Tore: 0:1 Luca Meyer (9.), 1:1 Mikail Demirhan (39.), 1:2 Bennet van den Berg (45. Foulelfmeter), 2:2 Till Hausotter (49. Foulelfmeter), 2:3 Luca Meyer (68.)