Wasserball-Verbandspokal: Auch die Eintrachtler Sebastian Baumann, Jan Wingenter und Cenk Ceylan (blaue Trikots) hätten sich schönere Bedinungenfür das Derby gegen Bingen gewünscht.Foto: Mario Luge
Wasserball-Verbandspokal: Auch die Eintrachtler Sebastian Baumann, Jan Wingenter und Cenk Ceylan (blaue Trikots) hätten sich schönere Bedinungenfür das Derby gegen Bingen gewünscht.Foto: Mario Luge

Wasserschlacht mit »Wein-König«

Trotz Regen-Unterbrechung: Eintracht gewinnt Verbandspokalderby gegen die Hassia mit 2:0

BAD KREUZNACH. Was für ein Match im Matsch. Das Lokalduell der vierten Verbandspokalrunde zwischen den Fußballern aus Bad Kreuznach und Bingen wurde begleitet von heftigen Regenfällen, die sogar eine längere Unterbrechung in der ersten Halbzeit zur Folge hatte. Am Ende hatte die Eintracht dank der Treffer von Manuel Wein und Deniz Darcan den Sieg in trockene Tücher gepackt.

Kreuznacher lassen viele Chancen liegen

Fußball im Moebusstadion erinnerte an diesem Pokal-Mittwoch über weite Phasen an Wasserballett. Gerade einmal zehn Minuten waren gespielt, da unterbrach Schiedsrichter Patrick Simon die Partie wegen eines heftigen Regengusses, der ein Weiterspielen unmöglich gemacht hatte. Binnen weniger Minuten hatte der Hartplatz nicht nur unter Flutlicht gelegen, sondern auch unter Wasserfluten gelitten. Fußball? Für den Moment unmöglich!

Die Vorfreude auf das Verbandspokalderby hatte sich im Vorfeld ehedem in Grenzen gehalten, da vor allem die Gäste aus Bingen auf ein Traditionsduell auf roter Erde so gar keine Lust gehabt hatten. Zumal seit dieser Woche der Kunstrasen-Platz in Winzenheim wohl wieder bespielbar gewesen wäre. Apropos keine Lust: Erst mit fast 15-minütiger Verspätung waren die Hassia-Kicker aus der Kabine gekommen. „Was soll denn das, wir wollen spielen, und ihr sagt nicht mal Bescheid“, war denn auch der Referee aus Wöllstein wenig angetan vom zögerlichen Binger Erscheinen.

Und so zog sich das Ballspielen unter Freibadbedingungen doch ziemlich in die Länge. In der Partie, die mit halbstündiger Verspätung in die reguläre Pause ging, warteten die etwa 200 durchnässten Zuschauer vergeblich auf Treffer. Dabei hatte die Eintracht bei gut einem halben Dutzend erstklassiger Möglichkeiten die Führung mehr als verdient gehabt. Aber entweder scheiterten Deniz Darcan (gleich dreimal!), Nils Flühr, Sebastian Baumann oder Basti Kreidler an Hassia-Keeper Konstantin Schindler oder aber am eigenen Unvermögen. Die Hassia indes trat offensiv so gut wie gar nicht in Erscheinung. Von wegen Klassenunterschied. Der Landesligist gab ganz klar den Ton an.

Mehr als verdient gingen die Bad Kreuznacher nach 55 Minuten dann aber doch in Führung. Manuel Wein nahm den Ball aus 20 Metern volley, schweißte das Spielgerät unhaltbar in die Binger Maschen und kürte sich selbst zum „Wein-König“. Eine Viertelstunde später hatte dann auch der Eintracht-Kapitän nach vergeblichen Anläufen sein Erfolgserlebnis. Deniz Darcan erhöhte verdient auf 2:0 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Denn in der Schlussphase hatte die Hassia trotz leichter Verbesserung nicht wirklich etwas entgegenzusetzen.

Eintracht: Basting – Flühr, Wollmann, Köllmer, Baumann (62. Strunk), Wein (69. Gelenbevi), Ceylan, Wingenter, Kreidler (62. Stavridis), Darcan (90. Auletta), Mukamba (82. Celebi).

Hassia: Schindler – Ofosu, Pira (61. Tüysüz), Walla, Brackett (46. Esmaieli), Spreitzer, Kreuznacht (63. Engel), Shvartsburd (84. Kosek), Abdulai, Bittner, Castronovo (77. Heinrich).



Verbandspokal

TSG Planig – VfR Baumholder 3:8 (0:4) – Die Gäste sorgten relativ schnell für klare Verhältnisse. Und zwar in Person von Ibrahim El-Saleh. Mit einem Doppelschlag in der neunten Minute brachte der Torjäger den Verbandsligisten in Führung und nahm dem Underdog den Wind aus den Segeln. Auch als der Doppeltorschütze vom Platz musste, wurde es für die Planiger nicht besser, denn der eingewechselte Marvin Lind packte nach 34 Minuten den dritten Gästetreffer drauf. Und allerspätestens mit dem 0:4 durch Robin Sooß war die Pokalpartie schon vor der Pause entschieden. Nach dem Wechsel waren die Treffer dann in äußerst wilden Minuten besser verteilt: Zunächst erhöhte Sooß (54.), doch Dennis Mastel (55.) und Mourad Bouchnafa (58.) verkürzten, ehe wieder Sooß das 6:2 markierte (59.). Brian Huth traf zum 3:6 (64.), wieder Sooß hatte die Antwort (74.) und setzte natürlich auch den 3:8-Schlusspunkt (88.).

SV Winterbach – SC Idar 0:4 (0:1). – Es entwickelte sich das erwartete Spiel und endete mit dem erwarteten Ergebnis. „Idar hat das Spiel dominiert, hatte mehr Ballbesitz und schon nach 20 Minuten fünf Ecken“, konstatierte Winterbachs Michael Höft. „Aber wir haben gut dagegengehalten.“ Gerade, als man sich etwa Luft verschafft hatte, fiel das 0:1 durch David Bauer (27.), nach der Pause das 0:2 durch Malik Yerima dann aus abseitsverdächtiger Position (69). „Hinten raus fehlten uns dann einfach die Möglichkeiten.“ Die weiteren Tore für den Verbandsligisten erzielten per Doppelschlag Florian Zimmer (77.) und erneut Yerima (79.).

Auslosung der fünften Verbandspokalrunde: Bereits am Freitag wird in der Geschäftsstelle des Südwestdeutschen Fußballverbandes die nächste Runde ausgelost. Mit dabei sind dann auch die Oberligisten. Eine Einteilung nach regionalen Lostöpfen wird es dann allerdings nicht mehr geben.

Aufrufe: 014.9.2022, 21:20 Uhr
Mario LugeAutor