Er weiß aber auch, dass noch mehr möglich gewesen wäre. „Denn wir waren nur in einem Spiel die schlechtere Mannschaft. Gegen den PSV Wesel haben wir verdient mit 0:1 verloren. Doch oft genug hat sich die Mannschaft nicht für den großen Aufwand belohnt, den sie betrieben hat“, sagt der Coach. Beispielhaft dafür waren das 2:3 beim 1. FC Lintfort und das 0:2 gegen den SV Budberg zum Abschluss der Hinrunde. Wolze: „Diese Spiele hätten wir ziehen müssen.“
Dem Kader fehlt auf der einen oder anderen Position die Tiefe
Dass die Mannschaft gegen Ende der Hinrunde auch die eine oder andere Schwäche bei der Defensivarbeit gezeigt hat, weil nicht mit der letzten Konsequenz verteidigt wurde, ist zu vernachlässigen. Denn dies war in erster Linie der personellen Situation geschuldet, weil dem Kader der Viktoria auf der einen oder anderen Position die Tiefe fehlt.
Dies gilt besonders für den Angriff. In Florian Ortstadt steht nur ein gelernter Stürmer im Kader. Deshalb soll dort für die kommende Saison unbedingt personell nachgebessert werden. Gesucht wird ein Angreifer, der wenigstens 15 Tore garantiert, damit es künftig noch ein wenig weiter nach oben gehen kann.
Großartig nachjustieren muss die Viktoria beim Personal indes nicht. Und das will sie auch nicht. Der Plan ist, den größten Teil der Akteure zu halten. „Denn die Mannschaft hat viel Qualität“, so Wolze. Die Gespräche mit den Spielern sind mittlerweile angelaufen. „Bei den Akteuren, mit denen schon gesprochen wurde, ist die Resonanz positiv“, sagt Jürgen de Mür, Vorsitzender des Fördervereins der Viktoria.
Der Landesligist startet am Freitag, 20 Uhr, in die Rückrunde. Er hat um 20 Uhr den Drittletzten Hamborn 07 zu Gast. Für die Viktoria geht es dann darum, eine schwarze Serie zu beenden. Das Team hat vier Heimspiele in Folge verloren. Der letzte Sieg im Hubert-Houben-Stadion wurde am 3. Oktober gefeiert – der Neuling schaffte mit einem 5:0 gegen Rhenania Bottrop den Sprung an die Spitze.