
200 Zuschauer waren am Dienstagabend ins Max-Aicher-Stadion gekommen, um der Partie der Landesliga Südost zwischen dem ESV Freilassing und dem TSV 1880 Wasserburg beizuwohen. Was sie zu sehen bekamen, werden sie sicher so schnell nicht vergessen. Was war passiert?
Ein Mann weniger, 0:2 hinten - da geht`s oft nur noch um Schadensbegrenzung. Nicht so bei den Wasserburger Löwen! "Unser Coach Florian Heller hat sich selbstbewusst und voller Überzeugung vor uns hingestellt und gesagt: Auch in Unterzahl gewinnen wir dieses Spiel noch! Das hat uns richtig gepusht und wir sind mit einem ganz anderen Auftreten aus der Halbzeit rausgekommen", berichtet Ungerath von der Initialzündung während des Pausentees. Was dann folgte, darf in keinem Jahresrückblick fehlen. "Der Treffer zum 1:2 war der Brustlöser. Ja, und was dann passierte, war der pure Wahnsinn. Das habe ich noch nie erlebt. Vier Treffer binnen sechs Minuten - das war ja jubeln im Minutentakt", schmunzelt Ungerath, der selbst drei Treffer zum Mega-Comeback beisteuerte und damit schon 16 Saisontore auf dem Konto hat.
Ein Erlebnis, das den Wasserburgern freilich viel Rückenwind für die heiße Saisonphase geben wird. Die Rückkehr in die Bayernliga ist in Reichweite. "Das war ein erster Schritt, aber auch nicht mehr", hält Ungerath den Ball schön flach, betont aber auch grinsend: "So ein Spielverlauf ist schon auch Gold wert, weil wir wissen, dass uns so schnell nichts aus der Bahn werfen kann. Freilich wird es in einer Partie immer mal wieder Rückschläge geben. Es macht sich bei uns aber keiner mehr in die Hose, wenn wir mal 0:1 hinten liegen."