
Dass Fußballer lieber spielen als trainieren, ist ein Satz, den nahezu jeder Trainer schon einmal gehört hat. Trotzdem ist das Training elementar wichtig, um sich auf die Herausforderungen im Ligaalltag vorzubereiten. Um die Wettkampfsituation so gut wie möglich zu simulieren, greifen viele Mannschaften auf Testspiele zurück. Nicht nur während der Vorbereitung auf die Saison oder die zweite Saisonhälfte, sondern auch während des laufenden Betriebs.
So ist es auch beim KFC Uerdingen. Dessen Trainer Julian Stöhr hatte unlängst erklärt, nach Möglichkeit ein Mal im Monat ein Testspiel absolvieren zu wollen. „Die Motivation in Spielen, auch in Testspielen, ist immer höher als beim Training“, sagt der Coach. Er sei ein Freund davon, den Spielern auch unter Wettkampfbedingungen die Chance zu geben, sich zu beweisen. Und das wird er am Dienstagabend beim VfB Bottrop dann auch wieder praktizieren können. „Wir mussten einen Gegner finden, der nicht erst am Sonntag gespielt hat“, berichtet er. Zudem sei der VfB als Tabellenführer in der Landesliga ein echter Gradmesser und ein Team, das in der kommenden Saison auch gut und gerne in der Oberliga spielen kann.
Für das übernächste Wochenende hatte der KFC ebenfalls ein Testspiel vereinbart, doch das Spiel in Essen-Schönebeck wird nicht stattfinden können. „Da sind wir auf der Suche nach einem anderen Gegner“, sagt Stöhr. Sollte die Grotenburg auch am Wochenende, wo in der Oberliga das Spiel gegen Schonnebeck ansteht, weiter gesperrt sein, möchte Stöhr auch dann gerne ein Testspiel einschieben. „Im laufenden Betrieb ist die Gegnersuche aber nicht so einfach.“
Mit Landesligisten hat der KFC in den vergangenen Wochen gute Erfahrungen gemacht. Nicht nur in der ersten Runde des Verbandspokals, als der SSV Bergisch Born geschlagen wurde, sondern auch unlängst beim kurzfristigen Test in Mennrath, wo die Spieler überzeugten, die in den Wochen zuvor weniger Einsatzzeit bekommen hatten. 6:1 endete das Testspiel aus Sicht des KFC, so ein Resultat würde Stöhr auch gegen Bottrop nehmen.