2026-03-25T14:09:28.761Z

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Warum Baha Arslanboga kein Derbyheld sein möchte

Der Aufschwung des SV Scherpenberg in der Landesliga ist eng mit Baha Arslanboga verbunden. Dabei möchte der 21-Jährige, der das Siegtor in Budberg erzielte, gar nicht im Mittelpunkt stehen. Was er zu seiner sportlichen Zukunft sagt.

von RP/ Gabriel Graeber · Heute, 18:30 Uhr · 0 Leser
Arslanboga traf bereits 13 Mal in der laufenden Saison.
Arslanboga traf bereits 13 Mal in der laufenden Saison. – Foto: David Zimmer

Als es am vergangenen Freitagabend nach Schlusspfiff des Landesliga-Topspiels zwischen dem SV Budberg und SV Scherpenberg (0:1) eine Rudelbildung gab, war der Siegtorschütze bereits auf dem Weg zur Bank. Von den Tumulten hat Baha Arslanboga nichts mitbekommen, sagt er. Dies spricht für den Offensivspieler. Für ihn ist nur der Erfolg der Mannschaft wichtig. Der 21-Jährige bleibt bescheiden: „Ich würde mich nicht als den Derbyhelden bezeichnen. Die ganze Mannschaft ist der Derbyheld. Wir haben es vorne gut gemacht und defensiv alles wegverteidigt. Ich freue mich, dass ich dabei helfen konnte.“

Mit dem Trainerwechsel ging’s bergauf

Baha Arslanboga ist mit seinem Zwillingsbruder Bugra vor der laufenden Saison vom 1. FC Lintfort zum SV Scherpenberg gewechselt: „Wir kannten einige Spieler und wollten was anderes machen. Die Platzanlage liegt auch näher an unserem Wohnort Krefeld.“ Während Bugra Arslanboga als Linksverteidiger von Beginn an zum Stammpersonal gehört, tat sich sein Bruder zunächst schwer.

Baha Arslanboga wurde in den ersten Spielen ein- oder ausgewechselt. Nach der 0:5-Niederlage in Goch wurde Christian Mikolajczak durch Sven Schützek auf der Trainerbank ersetzt. Der Aufschwung der Moerser ist gleichzeitig der Aufschwung für den jungen Offensivakteur, der für den VfB Hilden in der U19-Bundesliga auflief. Direkt im ersten Spiel mit Schützek als Chefcoach traf Baha Arslanboga für den SVS.

Während vor dem Trainerwechsel für ihn kein Scorerpunkt zustande kam, blüht Baha Arslanboga seitdem auf. In den ersten elf Spielen unter Schützek beschert der VWL-Student seinem Team in jeder Partie entweder einen Treffer oder eine Torvorlage. Mit seinen 13 Toren ist er aktuell der beste Schütze des Aufstiegsaspiranten. „Wir spielen seit dem Trainerwechsel befreiter auf. Sven hat mich vom Flügel auf die Zehner-Position gezogen. Hier kommen meine Stärken besser zur Geltung. Unser Trainer findet die richtigen Worte und weiß um unsere Qualität. Wir spüren das volle Vertrauen.“

Der SV Scherpenberg verlor unter Schützek nur eins von 17 Spielen. Mit einer Partie weniger als der ESC Rellinghausen trennen die Blau-Weißen nur ein Punkt von der Tabellenführung. „Wir haben es in der eigenen Hand. Wir sind im Aufstiegsrennen, es kann aber noch viel passieren. Das Ziel wäre natürlich der Oberliga-Aufstieg mit Scherpenberg“, sagt der 21-Jährige, der Anhänger von Galatasaray Istanbul ist.

Auf Nachfrage zu seiner Zukunft bleibt der 21-Jährige fokussiert: „Es gibt schon ein paar Angebote. Ich kann mir vorstellen, in Scherpenberg zu bleiben, möchte aber auch gerne den nächsten Schritt gehen – am liebsten gemeinsam mit meinem Bruder. Damit beschäftige ich mich aber gerade nicht. Im Fokus steht der Saison-Endspurt mit dem SV Scherpenberg.“

Die Moerser eröffnen am Freitag den 24. Landesliga-Spieltag. Ab 20 Uhr wollen die Arslanboga-Brüder mit dem SVS beim Drittletzten Hamborn 07 an die Tabellenspitze klettern. Rellinghausen und Budberg spielen erst am Sonntag.