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Spielbericht

„War ein rechtes Gewürge“ – Unterpfaffenhofens Joker knackt spät das Weiler Bollwerker

SCU gewinnt Hitzeschlacht

von Dirk Schiffner · 11.08.2024, 16:17 Uhr · 0 Leser
Franco Simon, SC Unterpfaffenhofen.
Franco Simon, SC Unterpfaffenhofen. – Foto: Dagmar Rutt

Fast 90 Minuten lang war der SC Unterpfaffenhofen in Weil überlegen. Fast genauso lang mussten die Upfer Buam aber auch auf ein Tor warten.

Germering – Knapp, aber nicht unverdient mit 1:0 (0:0) hat der SC Unterpfaffenhofen seine Auftaktpartie beim FC Weil gewonnen. Das goldene Tor für den Sportclub erzielte der kurz zuvor eingewechselte Sandro Perez mit einem 24-Meter-Knaller in der 88. Minute. Während den Upfer Buam damit ein Auftakt nach Maß glückte, steht der FC Weil nach zwei Spielen punkt- und torlos am Tabellenende der Kreisliga.

Franco Simon war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, hätte sich aber einen weniger aufregenden Nachmittag gewünscht. „Das war ein rechtes Gewürge“, sagte der Unterpfaffenhofener Cheftrainer. „Ich habe noch nie so einen passiven Gegner gesehen.“ Immerhin schaffte es dieser passive Gegner, 87 Minuten lang, immer einen Fuß dazwischen zu bekommen und die Schüsse zu blocken. Weils Trainer Claudius Reisacher hatte sich nach der einseitigen Partie bei seinem Kollegen für die destruktive Spielweise seiner Mannschaft entschuldigt. „Wir haben es versäumt, ein frühes Tor zu erzielen“, haderte derweil Simon nach der Hitzeschlacht von Weil.

Weil wird nur zweimal über Konter gefährlich

Von Beginn an waren die neu formierten Upfer Buam klar Herr im fremden Haus. Die Spielanlage war ordentlich, doch spätestens an der vielbeinigen Weiler Defensive oder allerspätestens bei Weils Schlussmann Meik Ende war Schicht im Schacht. Auf der Gegenseite konnten sich die Unterpfaffenhofener bei ihrem Keeper Nicolas Bader bedanken, der die beiden einzigen gefährlichen Weiler Konter blitzsauber und nervenstark entschärfte. Simon: „Da haben wir hinten etwas zu fahrlässig gespielt.“

In der Schlussphase machten es sich die Upfer Buam dann noch selbst schwer. Nach einem Wortgefecht mit Schiedsrichter Giovanni Schalk (FC Bayern München) blieb Flo Grasl nur zweiter Sieger und musste zehn Minuten in die Kühlbox. Nach einer kurzen Phase des Sortierens „sind wir am Drücker geblieben“, sagte Simon. Kurz nachdem Grasl dann wieder aufs Feld durfte, war es die Brechstange namens Sandro Perez, die dem SCU das späte Glück bescherte. (Dirk Schiffner)