2026-02-20T12:29:42.904Z

Ligavorschau

Wannsee vor Ligastart: „War doch was mit Marienfelde"

Alle Spiele in der Vorschau: Landesliga-Staffel 2 startet mit dem 18. Spieltag

von far · Heute, 14:30 Uhr · 0 Leser
Wannsee Trainer Axel Vogel
Wannsee Trainer Axel Vogel – Foto: Frank Arlinghaus

Der 18. Spieltag ist der erste im Jahr 2026 – nach zwei witterungsbedingten Absagen rollt der Ball wieder. Oben kämpfen drei Teams besonders um den direkten Aufstieg in die Berlin-Liga, unten spitzt sich der Abstiegskampf zu.

Während Spitzenreiter Meteor mit einem Nachholspiel in der Hinterhand die Tabelle anführt, lauern Teutonia und Marienfelde dicht dahinter. Am Tabellenende stehen mit Kladow, Liria und Union 06 drei Teams unter Druck

Am Freitag startet der Tabellendritte Marienfelde mit 33 Punkten aus 14 Spielen in den ersten Pflichttermin des Jahres – und hat damit ein Spiel weniger absolviert als Mitkonkurrent Teutonia. Das Team von Trainer Maximilian Bunde überzeugt mit der zweitbesten Defensive der Liga, nur zwölf Gegentore sprechen für Stabilität. Gegen den Tabellen-13. aus Wannsee zählt dennoch nur ein Sieg, will man den Druck auf Spitzenreiter Meteor hochhalten und den Traum vom direkten Aufstieg am Leben halten.

Beim Aufsteiger aus Wannsee stehen andere Prioritäten. Trainer Axel Vogel kämpft mit seinem Team gegen den Rutsch auf einen Abstiegsplatz:

"Im Hinspiel wurde uns der 3:2 Siegtreffer aberkannt. Das wurmt uns noch"

Elf Punkte bedeuten aktuell Rang 13, doch bei nur drei Zählern Vorsprung auf Platz 14 ist die Lage angespannt. Marienfelde ist klarer Favorit, doch gerade nach der Winterpause sind Überraschungen nicht ausgeschlossen.

Marienfelde  Trainer Bunde vorne
Marienfelde Trainer Bunde vorne – Foto: Frank Arlinghaus

Spitzenreiter Meteor startet mit breiter Brust ins neue Jahr. 37 Punkte aus 14 Spielen, ein Torverhältnis von 39:13 – die Mannschaft von Trainer Demircan Dikmen stellt die beste Abwehr der Liga. Mit einem Sieg kann Meteor den Vorsprung im Aufstiegskampf weiter festigen. Besonders im Fokus steht Simon Böhm, der mit neun Treffern zu den gefährlichsten Angreifern der Liga zählt.

Ganz anders ist die Lage beim Tabellen-15. aus Liria. Neun Punkte, 59 Gegentore – die Defensive ist die Achillesferse des Teams. Immerhin sorgt M. Hassanzadeh mit elf Treffern für offensive Hoffnungsschimmer. Neu an der Seitenlinie steht Alvi Kallço (ehemals Berolina Stralau), der Arber Shuleta ablöst und den direkten Abstieg verhindern soll. Jeder Punkt zählt, doch ausgerechnet beim Tabellenführer wartet eine Mammutaufgabe.

Köpenick rangiert mit 29 Punkten aus 15 Spielen auf Platz vier, hat aber ein Spiel mehr absolviert als Meteor und Marienfelde. Das Trainerduo Marco Hamann und Paul Weinholz weiß: Will man noch ernsthaft ins Aufstiegsrennen eingreifen, darf man sich keine Ausrutscher leisten. Mit D. Bohnsack stellt Köpenick den Führenden der Torschützenliste, 15 Treffer in 15 Spielen sind eine Ansage. Auch R. Ilinseer mit elf Toren sorgt für enorme Offensivpower.

Die zweite Mannschaft von Viktoria steht mit 22 Punkten auf Rang neun im gesicherten Mittelfeld. Sportlich aber zeigt sich das Team stabil. Matthieu Weinlein mit acht Toren ist gefährlich, doch gegen die Offensivwucht der Köpenicker braucht es einen Sahnetag.

Hansa 07 geht als Tabellensiebter mit 23 Punkten in die Partie. Trainer Patrick Fischer verfügt mit Yunus Can und Björn Döhring über zwei Akteure aus den Top 12 der Torschützenliste. 46 erzielte Tore bedeuten eine der besten Offensiven der Liga. Gegen den Tabellenletzten ist die Favoritenrolle klar verteilt.

Union 06 steht mit nur vier Punkten abgeschlagen auf Platz 16. Trainer Marcel Marschalky kämpft mit seinem Team ums sportliche Überleben. 50 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache. Will Union die Minimalchance auf den Klassenerhalt wahren, braucht es dringend eine Serie – idealerweise beginnend in Kreuzberg.

Mahlsdorf II belegt mit 17 Punkten Rang zehn. Trainer Mirko Wilke setzt auf Christian Preiß, der sieben Treffer erzielt hat. Der Abstand nach unten ist nicht komfortabel, nur sieben Punkte trennen Mahlsdorf vom ersten Abstiegsplatz.

Inter II steht mit 23 Punkten auf Rang acht. Trainer Yannik Lüdtke sieht eine ausgeglichene Bilanz, 33:35 Tore zeigen jedoch defensive Anfälligkeit. Joshua Senne mit neun Treffern führt die interne Torjägerliste an. Beide Teams brauchen Punkte, um nicht noch einmal in den Abstiegskampf zu rutschen.

Teutonia ist Tabellenzweiter mit 36 Punkten aus 15 Spielen – und hat als einziges Topteam bereits 15 Partien absolviert. Trainer Matthias Wolk (hört zum Saisonende auf) weiß, dass sein Team im Vergleich zu Meteor und Marienfelde ein Spiel mehr aufweist. 50 erzielte Tore sind Ligaspitze. Phelan Ackerschewski mit elf Toren und acht Assists sowie Marvin Kubens mit zehn Treffern sind Schlüsselspieler im Aufstiegsrennen.

Türkiyemspor steht mit 29 Punkten auf Rang fünf und mischt ebenfalls oben mit. Trainer Deniz Özkaya verfügt mit Ali Ayvaz über einen der komplettesten Offensivspieler der Liga – sieben Tore und zehn Assists sprechen für sich. Dieses Duell ist eines der Spitzenspiele des Spieltags und kann das Titelrennen neu justieren.

Hermsdorf rangiert mit 29 Punkten auf Platz sechs. Trainer Tobias Röttgen sieht sein Team sieben Punkte hinter Rang zwei. Jeremy Schneider mit neun Treffern führt die interne Wertung an. Mit einem Sieg bleibt Hermsdorf in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen.

Fortuna Biesdorf II steht mit 16 Punkten auf Rang elf. Trainer Roy-Marvin Laumer braucht dringend Zähler, denn der Abstand nach unten ist nicht groß. 41 Gegentore zeigen defensive Probleme, die gegen Hermsdorfs Offensive gefährlich werden können.

Stralau geht als Tabellenzwölfter mit 14 Punkten in das Duell. Trainer Fernando Rebora Boy weiß, dass der Vorsprung auf die Abstiegsränge nur vier Punkte beträgt. 19 erzielte Tore sind ligaweit der niedrigste Wert außerhalb der Abstiegsplätze – hier liegt das Problem.

Kladow steht auf Rang 14 und damit auf einem direkten Abstiegsplatz. Zehn Punkte, 46 Gegentore – die Lage ist ernst. Neu an der Seitenlinie steht Furkan Sensoy, der als aktiver Spieler Sercan Kara ablöst. Der Trainerwechsel soll neue Impulse setzen. In Stralau zählt für Kladow nur ein Sieg, um die Abstiegsränge zu verlassen.

Sercan Kara
Sercan Kara – Foto: Frank Arlinghaus

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